Abfischen des oberen Ampflwangerbaches 2007

 
Am 14.04.2007 war es wieder mal soweit. Die Ernte unseres vorjährigen Fischbesatzes wird eingefahren. Der im Vorjahr, mit 5000 Stück vorgestreckte Bachforellen, besetzte obere Ampflwangerbach wird elektrisch abgefischt. Elektrofischen bedeutet harte Arbeit, große Erfahrung und eine genaue Kenntnis des Gewässers und seiner Bewohner. Unter der umsichtigen Leitung von Roman Moser waren 8 Fischer im Arbeitseinsatz. Diese heikle Arbeit wird mit größter Sorgfalt und höchstmöglicher Schonung der abgefischten Bachforellen durchgeführt und dient als Basis für unseren Bachforellenbestand in der Ager, ergänzend zum dortigen Besatz mit laichfähigen Fischen. Wie man an der Ager beobachten kann, so hat sich dieser Besatzplan unseres Bewirtschafters mehr als bewährt und es lassen sich schon etliche Wildfische in der Ager nachweisen.
 
Das schöne Frühlingswetter machte richtig gute Laune und unser jüngstes Teammitglied Raphael hatte sichtlich großen Spaß an der Abfischaktion. Da dem SAB sehr viel an unserem Nachwuchs liegt, ist es für unseren Verein ein positives Zeichen wenn die Jugend großes Interesse an den Abläufen rund um ein Fischereirevier zeigt.
 
Optimale Bedingungen am oberen Ampflwangerbach. Dieser eher geradlinig, über kleine Schwellen verlaufende Bach ist die ursprüngliche Heimat so mancher kapitalen Agerfario.
 
Kleine Schwellen unterbrechen immer wieder den gemächlichen Lauf des Baches und bringen unablässig Sauerstoff in das Gewässer ein.
 
Von Hand zu Hand werden die abgefischten Salmoniden weitergereicht. Jeder Handgriff sitzt und die abgefischten Forellen werden in kürzester Zeit und ohne lange Wartezeiten in den bereitstehenden Transportbehälter gekippt und gehältert. Das perfekt eingespielte Team von Roman Moser erledigt diese heikle Arbeit mit höchster Professionalität. Ein Augenmerk wurde auch auf die, dem betäubenden Strom, entkommenden Fische gerichtet. Nach einer kurzen Abdrift, stellen sich die Fische aber wieder in die Strömung, so als ob nichts gewesen wäre. Diese Bachforellen wachsen noch ein Jahr ab und sorgen immer wieder für Erstaunen, wenn wieder mal eine 45 er Fario im Kescher liegt.
 
Wunderschön gefärbte Bachforellen für die Ager
 
Zählmaschine Stoiber Hans - Einer der unermüdlichsten Mitarbeiter bei seiner liebsten Tätigkeit.
 
Es scheint, als ob die Forellen es gar nicht mehr erwarten können, endlich in ein größeres Gewässer gebracht zu werden.
 
Diese Bachforelle, oder sollen wir sagen Raubforelle, lässt keinen Zweifel aufkommen, wer das Sagen im Ampflwangerbach hat. Es ist einfach unglaublich, welche angenehmen Überraschungen dieses kleine Gewässer verbirgt. In der Ager hat sie jetzt mehr Platz für ihre abendlichen Raubzüge.
 
Endlich am Ziel, werden die Forellen, begleitet mit den besten Wünschen für die Zukunft, in die Ager entlassen. Und als sich am gegenüberliegenden Ufer eine große Forelle aus ihrem Unterstand löst und sich anschickt gleich einen der neuen Bewohner zu verschlucken, da rettet nur unsere Anwesenheit die kleine Bachforelle vor dem Gefressen werden. Das größte Augenmerk wird daher auf die genaue Verteilung gerichtet. Besonders Roman würde am liebsten jeden einzelnen der kleinen Farios ein geeignetes Plätzchen in der Ager zuweisen. So soll es auch sein, denn der Arbeitsaufwand für diesen Besatz ist beträchtlich und wird durch genaues Besetzen noch zusätzlich aufgewertet.
 
Mit einem Klick seht Ihr zum Abschluss ein kleines Filmchen ( 6,8 MB ).
Elektrofischen am oberen Ampflwangerbach
Gesamtausfang waren heuer 962 Stück.
Im Detail:
942 Stück Bachforellen
15 Stück Regenbogen
3 Stück Bachsaiblinge
2 Stück Koppen
Der obere Ampflwangerbach hat sich wieder als sehr produktives Aufzuchtgewässer des SAB herausgestellt und die optimistischen Erwartungen voll erfüllt.
 
An der Anode: Roman Moser
Am Aggregat: Abwechselnd Franz (Buttes) Buttinger und Höbarth Hannes
Am Kescher: Siegfried Tomaschek
An den Eimern: Franz (Neunfinger) Hummer, Raphael Bodin, Sepp Moser,
Am Transporter und Fischzähler: Hans Stoiber
An der Kamera: Rudolf Mikstetter
 
Der SAB dankt allen freiwilligen Helfern für die getane Arbeit.