Besatz: Ager Fliegenstrecke

Frühjahr 2007
200 kg Bachforellen - Durchschnittsgewicht ca. 900 gr.
200 kg Regenbogenforellen  - Durchschnittsgewicht ca. 1100 gr.
700 Stk. Äschen 1+ / 14 – 19 cm/ Stamm Steyr-Enns
30 Stk. Huchen - Durchschnittsgewicht ca. 0,8 kg. / Pielachstamm
 
 Am 5.5.2007 war es wieder soweit. Mit großer Vorfreude warteten wieder einige Agerlizenznehmer auf den Frühjahrsbesatz der Fischzucht „Thalhamer Mühle/Bayern“. Die Fische von Fischereimeister Karl Kreissig sind weit über die Grenzen Bayerns für die hohe Qualität bekannt und auch in unserem Lande von Bewirtschaftern erstklassiger Forellenreviere begehrt.
 
Unser Bewirtschafter der Ager - Fliegenstrecke, Mag. Roman Moser, und sein seit vielen Jahren bewährtes Helferteam (Franz Buttinger, Franz Hummer, Hannes Höbarth, Hans Stoiber) begannen nach erster Kontrollbeschau der Fische die Regenbogenforellen in mehrere Agerabschnitte zu besetzen.
 
Die Regenbogenforellen von Karl Kreissig wurden vor ca. 15 Jahren genetisch untersucht und entstammen einer von nur 5 nicht miteinander verwandten Regenbogenarten Deutschlands. Dieser Stamm dürfte aus dem Raume Bayerns stammen und zeichnet sich durch einige Vorzüge gegenüber in Teichen aufgezogenen Arten aus.
 
Die Fische wurden in Fließbecken aufgezogen,- sind relativ standorttreu und können sich auch in unserem Revier selbst reproduzieren. Da es in der Ager doch öfter mal zu höheren Wasserständen bzw. Hochwässern kommt ist dies für unser Revier von großem Vorteil.
 
Die gelieferten Bachforellen entstammen aus der Inn-Region und zeigen sehr gutes Wachstum. Auf Grund gegenüber der Regenbogenforelle unterschiedlicher Habitatsansprüche wurden die Bachforellen in Bereiche mit höherer Fließgeschwindigkeit (dadurch weniger verschlammte Gewässerabschnitte) und somit größerer Sedimentbewegung der Freiheit entlassen.
 
 Die Bachforelle ist gegenüber höheren Wassertemperaturen empfindlicher. Auf Grund erfolgreicher von uns initiierter Gewässerrückverbauungen in unserem Revier findet die Bachforelle nun auch genügend Unterstände.
 
Die gelieferten Äschen verteilten wir ebenfalls gleichmäßig im gesamten Revier.
 
 Trotz des noch immer stattfindenden Fraßdruckes durch Kormorane zeigen unsere Besatzmaßnahmen mit Äschen gute Erfolge. Immer mehr Lizenznehmer melden uns gute Äschenfänge.
 
Zu guter Letzt wurden noch einige kleine Huchen im Revier besetzt. Der Huchen war früher, wie in allen rechtsufrigen Donauzubringern, in der Ager heimisch und kam in beachtlichen Größen vor. Auf Grund verbesserter Lebensbedingungen und auch genügendem Weißfischvorkommen hoffen wir, dass auch in Zukunft einige unserer Lizenznehmer das wohl schönste Petri Heil haben werden, einen kapitalen Huchen zu fangen.
 
In den letzten Jahren wurden schon öfter Huchen in Größen bis 1,20 m gesichtet. Der Fang dieses berühmt launischen „Donaulachses“ gestaltet sich oft schwierig und ist eine reizvolle Aufgabe für Spezialisten.
 
In der gemütlichen Gaststube beim Wirt am Weinberg wird die Besatzaktion noch einmal durchdiskutiert. Selbstverständlich wird dabei auch allerlei Fischerlatein gesponnen und zum Abschluss eines arbeitsreichen Tages gibt es noch das traditionelle Stamperl Nussschnaps vom Hannes.
Der SAB bedankt sich bei Roman Moser und seinem Team für die vielen Stunden Arbeit in diesem Revier und wünscht allen unseren Lizenznehmern für die  Saison 2007 ein kräftiges Petri Heil
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