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Fliegenfischen an der Ager

Die hohe Fließgeschwindigkeit und der starke Sauerstoffeintrag bewirken, dass in der Ager alle bedeutenden Wasserinsekten zahlreich vertreten sind und auch der Bachflohkrebs als wichtigstes Bodennährtier häufig anzutreffen ist.

 
Bereits im Februar kann es im Fluss zu einem Massenschlupf von Eintagsfliegen, wie Baetis rhodani kommen, die im April von der nicht minder bedeutenden Ecdyonurus venosus (Märzbraune) abgelöst wird. Später folgen Rhithrogena und ab Juni die große klassische Maifliege (Ephemera).
 
Sogar die voluminösen Steinfliegenarten mit einer Körperlänge bis zu 4 cm sind an den schnell fließenden Partien vertreten.
 
Im Frühsommer tauchen dann die ersten Köcherfliegen auf, die von Rhyacophila und Hydropsychen angeführt werden. In der warmen Jahreszeit besteht die Nahrung der Fische dann aus Ephemerellas (Blue Wing Olives) und geht im Herbst in die Emergenz kleinerer Eintags- und Steinfliegenarten über.
 
Auch die Mücken spielen vor allem im Winter eine bedeutende Rolle als Fischnährtiere.
 
In der Ager sind folgende Salmonidenarten regelmäßig  mit der Fliege zu fangen. Äsche, Bachforelle, Regenbogenforelle und Seeforelle.
 
Da es sich bei der Ager, bedingt durch die Verbindung zum Attersee, nicht nur um ein reines Salmonidenwasser handelt, sondern auch Fischarten wie Aitel, Barben und andere diverse Weißfischarten vorkommen, ist die Fliegenfischerei sehr vielseitig. Obwohl nicht so gerne gesehen, befinden sich auch Hechte in der Ager, die man mit dem Streamer überlisten kann.
 
Bedingt durch die starke Strömung und die reichhaltige Oberflächennahrung ist die Ager ein klassischer Fluss für die Trockenfliege, wobei die Fische vor allem im Herbst und Winter kleinere Imitationen bevorzugen.
 
Die ideale Fliegenrutenlänge, um sowohl Trockenfliege als auch Nymphe erfolgreich anbieten zu können, liegt bei 2,70m - ausgelegt für Schnurklasse 5.
 
Eine Wathose ist ebenfalls zu empfehlen, da der Fluss an vielen Stellen nur damit befischt werden kann.