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| Die Renaturierung der AGER an der Spitzgeraden vom September 2007 bis März 2008 | |
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| Die zwei roten Balken markieren das renaturierte Teilstück der Ager an der Spitzgeraden. | |
| AGER Neu – El Dorado für Fliegenfischer | |
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Projekt 3: Spitzgerade |
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| An Hand dieser Skizze sieht man die neuen Einbauten und ihre Auswirkung auf die Strömungsgeschwindigkeit. | |
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Dieses gerade Teilstück der Ager, unter unseren Lizenznehmern als " Spitzgerade " bekannt, wurde im Jahre 2007/08 als das vorerst letzte Projekt der Agerrenaturierung in Angriff genommen. Das Hochwasserschutz und Fischeinbauten durchaus gut miteinander harmonieren können, davon konnte sich jeder interessierte Fliegenfischer im Verlauf dieses Projektes überzeugen. Nach den EU Wasserrahmenrichtlinien müssen bei Hochwasserschutzbauten auch ökologische Maßnahmen gesetzt werden. Begleitende biologische Bauaufsicht ist daher Pflicht. Die Zeiten der „Betonierer“ und „Begradiger“ sind damit endgültig vorbei. Selbstverständlich war unser Bewirtschafter Mag. Roman Moser von Beginn an dabei und versuchte seine Ideen gemeinsam mit der Projektleitung umzusetzen. |
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| 20. Juli 2007 | |
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Eines der Hauptziele dieses Projektes war die Ager zu verbreitern um ein zu schnelles Ansteigen bei Hochwasser zu vermeiden. Als erstes wurden daher die Überschwemmungswiesen abgetragen. Zum Glück war in dieser Strecke ein ca. 15 Meter breiter Überflutungsstreifen vorhanden, der zum Wassergut gehörte. An anderen Strecken reicht der Privatgrund bis an die Uferkante und muss, so Aufweitungen geplant sind, vom Eigentümer teuer zurückgekauft werden. Ein Versäumnis früherer Begradigungsmaßnahmen. |
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25. Juli 2007 |
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Abtransport des abgeschnittenen Uferbewuchses |
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Durch Hochwasser hat sich der Überflutungsstreifen auf bis zu 2 Meter über den Wasserspiegel erhöht und hatte somit seine ausgleichende Funktion verloren. Die Vegetation filterte nämlich Sand und Schlamm bei jedem Hochwasserereignis und bildete eine neue Uferlinie. |
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| 10. August 2007 | |
| Jetzt kamen die ersten Blöcke der neuen Verbauung an die Ager. An der Dorneter Kurve begann man mit schweren Arbeitsmaschinen die vormalige Überschwemmungswiese abzutragen und mit den Blöcken erste Buhnen anzulegen. Der bestehende Damm wurde mit den vorhandenen Granitblöcken der alten Uferlinie verstärkt und gleichzeitig Totholz dazwischen verankert. „Totholz bringt Leben“ – Unterstände für Jungfische | |
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| 07.Oktober 2007 | |
| Im Herbst 2007 sah man schon sehr schön die ersten Fortschritte der Renaturierung. Anstatt eines eher strukturarmen Gewässerabschnittes bremste sich die Ager jetzt an Störsteinen und Buhnen. Die Lenksteine im Fluss selbst wurden aus Kalkfels (kein artfremder Stein) gewählt, wobei diese, um ein Versanden und Absinken zu verhindern, doppelt und dreifach verlegt wurden. | |
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7. Oktober 2007 |
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Die Verbreiterung des Flussbettes geht zügig voran. Bereits jetzt sieht man eine Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit und ein Pendeln bzw. Aufteilen des Stromstriches. |
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25.05.2008 |
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Die Renaturierung ist abgeschlossen. Nach der Verbreiterung präsentiert sich die Ager in einem Zustand der wohl jeden Fliegenfischer begeistern wird. Das Pendeln der Wassermassen ist hier gut zu sehen. Lange Lenkbuhnen, bis über die Strommitte hinaus, verursachen Tiefen- und Strömungsvarianz. Abwechselnd flache Rieselstrecken und Kehrwasser mit tiefen Kolken. Hier fühlen sich Fisch und Fischer sehr wohl und als Draufgabe laden Bänke zur Rast ein. Man kann in Ruhe steigende Äschen und Forellen beobachten und oft genug findet man einen Anglerkollegen für einen kleinen Erfahrungsaustausch. |
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| Das Ergebnis kann sich sehen lassen und man bekommt von Seiten der Fliegenfischer fast nur positive Rückmeldungen. Es müssen natürlich noch einige große Hochwasser über die strukturierte Strecke gehen, damit sich auch Sandbänke, die über die Niederwasserlinie ragen, bilden können. Darauf werden sich sicherlich in der Folge die ersten Pionierpflanzen ansiedeln. Natürlich gibt es auch welche die der alten Strecke nachweinen, aber die positiven Aspekte, wie zusätzliche Unterstände und Ruhezonen, überwiegen bei weitem. | |
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Die bisher eher schwer zu befischende lang gezogene Kurve unterhalb der Hessenberger Schwelle wurde bei diesem Projekt ebenfalls berücksichtigt. Vor allem die gleithangseitige Anlandung musste entfernt werden. |
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Auch hier wurde als erste Maßnahme ein Großteil des Uferbewuchses entfernt. |
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| 28.November 2007 | |
| Die Ager wird hier wesentlich verbreitert und mittels Buhnen wird die Hauptströmung der Ager geteilt und mit weitreichenden Antiklinalbuhnen zum Teil an die Innenseite der Flussbiegung geleitet. Somit verhindert man eine neuerliche Aufsandung in diesem Bereich. Die benetzte Flussgrundfläche bleibt auch nach Hochwasser gleich. | |
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| 20.01.2008 | |
| Jetzt wird die Ager gebremst und strömt nicht mehr mit voller Wucht in die Kurve. Die Mittelschwellen teilen den Fluss in zwei Hauptrinnen, wobei in der Mitte sicherlich in der Zukunft seichte Schotterbänke entstehen werden, welche die Strömung weiter teilen (Bifurkationen). | |
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| 27.05.2008 | |
| Dieses bis jetzt eher uninteressante Teilstück der Ager hat sich durch die Renaturierung zu einer echten Traumstrecke gewandelt. Es entstanden Kehrwasser, Rieselstrecken, und Ruhezonen. Die so neu entstandenen Unterstände wurden auch sofort angenommen und aktuelle Ausfänge von kapitalen Forellen belegen den Topzustand der ehemaligen Spitzgeraden. Langsam aber sicher entwickelt sich die Ager zu einem Gewässer, dass an Abwechslung und Naturambiente seinesgleichen sucht – nicht zu vergessen die enorme Fischdichte und auch Größe einzelner Exemplare. Auch die Äsche kehrt dank dieser baulichen Maßnahmen vermehrt zurück und wurde im vergangenen Herbst in schon beachtlichen Größen gefangen. | |
| Aktiver Gewässerschutz - Für den SAB mehr als nur ein Schlagwort | |
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