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| Die Renaturierung der AGER an der Schimplwiese im November 2005 | |
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| Die zwei roten Balken markieren das renaturierte Teilstück der Ager an der Schimplwiese. | |
| AGER Neu – El Dorado für Fliegenfischer | |
| von Mag. Roman Moser | |
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Projekt 2: Schimplwiese |
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| An Hand dieser Skizze sieht man die Einbauten und ihre Auswirkung auf die Strömungsgeschwindigkeit. | |
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Dieses gerade Teilstück der Ager war bisher, bedingt durch starke Strömung, für Fische und Fliegenfischer eher unattraktiv. |
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| Der ca. 1 km Abschnitt in der Regauer Senke vom Dürweger bis zur „Reibm“ (TKV) wurde schon im letzten Jahr von uns projektiert und beim Gewässerbezirk Gmunden eingereicht. In diesem Herbst war es dann soweit. Es war noch etwas Geld „im Amt“ übrig, dass nun verbaut werden konnte. Unser Interessentenbeitrag beträgt nur ca. 6.500 € wobei dieser auch durch Mittel des Landesfischereirates und der Agrar- und Forstrechtsabteilung des Landes O.Ö teilsubventioniert wird. | |
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Hier, etwas oberhalb der Dürwegerkurve, wurden die ersten Buhnen eingebaut. Der dadurch entstandene Stillwasserbereich reicht bis zur großen Agerbrücke. Gleichzeitig wird die Ager gebremst und strömt nicht mehr mit voller Wucht in die Kurve. Unmittelbar nach der Fertigstellung stellten sich Bachforellen in die jetzt optimale Strömung in der Flussmitte und begannen, man glaubt es kaum, mit dem Steigen. |
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Oberhalb beim „Dürweger“ wurde der Fluss mit größeren Blöcken etwas eingeengt und die Strömung anschließend durch zwei Mittelbuhnen geteilt. |
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Hier kann man bei niederen Wasserstand problemlos an die andere Flussseite gelangen. Vorher war ein langer umständlicher Fußmarsch nötig um die Ager von der Schlierwandseite aus zu befischen. |
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Die schnelle gerade Strecke vom Schimplwäldchen bis zur „Reibm“ wurde im bewährter Form, mit weitreichenden Antiklinalbuhnen versehen und die Hauptströmung ans linke Ufer an die Schlierwand gedrückt. |
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| Dadurch entstanden wiederum eine Anzahl von Kehrwassern, Rieselstrecken, kleinen Abstürzen und Ruhigzonen. Vor allem die tiefe Rinne im Bereich des Wäldchen wurde etwas angestaut, sodass sich der schnelle Einlauf gut 100 m Flussauf verschob. | |
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| Hier wird eine Buhne angelegt, um der Ager, die hier mit mit großer Wucht durch eine Engstelle strömt, den Strömungsdruck etwas zu nehmen und über die flache Schotterbank im Hintergrund zu lenken. | |
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| Mit welchen Gewalten der Bagger zu kämpfen hatte, sieht man deutlich an diesem Bild. Hier möchten wir dem Baggerfahrer auch ein großes Lob aussprechen. Mit großem Können und Feingefühl für sein Arbeitsgerät legte er die Steine genau nach den Anweisungen unseres Bewirtschafters in die Ager. | |
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| Video 5 MB: Ein Buhnenstein wird gelegt. | |
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| Die Arbeiten waren in 3 Tagen erledigt und jetzt zeigt sich dieser ehemals eher uninteressante Abschnitt völlig verändert und im neuen Kleid. Strömungs-, Tiefen- und Breitenvarianz waren die Maxime und es entstand bei relativ geringem Aufwand eine neue ca. 1000 m lange Strecke, die jedes Fliegenfischerherz höher schlagen lässt. Natürlich muss hier noch ein Hochwasser „darübergehen“ um die großen Kalksteinbarrieren zu verdichten und die neuen Schotterbänke und Kolke zu überformen. | |
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| Als letzte Maßnahme an der Schimplwiese werden noch kleine Buhnen am Beginn der Regauer Reibm eingebaut. Die Strömung wird so noch einmal gebremst und es entstehen wunderbare Einstände für unsere Salmoniden. | |
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| Die Kenner der Ager wissen, welch kapitale Forellen dieser Abschnitt beherbergt und um der Notwendigkeit den Bach und Regenbogenforellen neue Wohnungen zu verschaffen. | |
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| Wunderbar gezeichnete Ageräsche | |
| Langsam aber sicher entwickelt sich die Ager zu einem Gewässer, dass an Abwechslung und Naturambiente seinesgleichen sucht – nicht zu vergessen die enorme Fischdichte und auch Größe einzelner Exemplare. Auch die Äsche kehrt dank dieser baulichen Maßnahmen vermehrt zurück und wurde im vergangenen Herbst in schon beachtlichen Größen gefangen. | |
| Besonderen Dank sei hier noch an den Gewässerbezirk Gmunden (DI Laimer, Wassermeister Loidl und Herrn Jocher) gerichtet, die für unsere Anliegen immer ein offenes Ohr haben und uns bei der Planung und Durchführung solch strukturverbessernder Maßnahmen an der Ager weitgehend frei Hand lassen. | |
| Aktiver Gewässerschutz - Für den SAB mehr als nur ein Schlagwort | |
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