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Die Ager - Eine Winterreise

Die Ager präsentiert sich uns im Winter als eine Flusslandschaft mit ganz eigenem Charakter. Kälteschleier hängen über dem Fluss und der tief verschneite Auwald mit seinen von Eis und Schnee bedeckten Bäumen bietet ein Bild von unwirklicher Schönheit. Bizarre Eisgebilde an unseren wohlbekannten Schwellen und Wehren entschädigen uns mehr als reichlich für die fischlose Zeit und unser Auge erfreut sich an den winterlichen Naturschönheiten die uns unser Fluss bietet. Um den vielen, mit der Fliege fischenden Freunden, die Ager einmal von ihrer, sagen wir kalten Seite zu zeigen, haben wir uns auf den Weg gemacht um ein paar Impressionen einzufangen.
 
Beginnen wir unsere Winterreise im oberen Gewässerabschnitt. Hier an der oberen Agerbrücke in Regau sehen wir die Ager im Schatten liegend, gemächlich dahinziehend und von schneebedeckten Bäumen gesäumt. Die großen Blöcke der ehemaligen Verbauung sind jetzt mit Eis bedeckt und an ihrer Unterseite bieten sie ideale Unterstände für unsere Fischarten. Besonders Barben stehen, eng aneinander geschmiegt, in diesen ausgewaschenen Löchern um zu überwintern.
 
Dry Fly Only auch im Winter
Wer kennt sie nicht, die Einstiegstelle an der Hessenbergerschwelle. Dieser bei unseren mit der Fliege fischenden Gästen so beliebte Platz ist im Winter verwaist und nur ein paar Spaziergeher  hinterlassen ihre Spuren im Schnee.
 
Wir blicken über die Hessenbergerschwelle flussaufwärts. Hier befindet sich das Kehrwasser der Schwelle mit ihren kapitalen Forellen. Doch jetzt, in der kalten Jahreszeit, ist hier alles zu Eis erstarrt und die Ager fließt träge über die Schwellenblöcke.
 
Unterhalb der Hessenberger Schwelle zieht die Ager, bedeckt von kalten Dunstschleiern, an den gefrorenen Bäumen vorbei und alles Leben scheint auf ein Minimum reduziert.
 
Die Dorneter Kurve hat als eine der attraktivsten Angelstellen natürlich auch im Winter seinen Reiz und lädt uns zu einer kurzen Rast ein. Besonders nach einer klaren Winternacht erscheint diese Stelle mit ihrer weißen Pracht wie aus einem Märchenbuch. Die Forellen fühlen sich hier auch im Winter wohl und mit ein wenig Geduld kann man einige aufsteigende Fische beobachten.
 
 Die Sonne lässt die verschneiten Bäume in der Sickinger Au in strahlendem Weiß erscheinen und beschert uns so einen prachtvollen Anblick.
 
Von der Brücke am unteren Agersteg blicken wir in Richtung Zeiselau. Der Platz an der Brücke eignet sich natürlich wunderbar, um nach Forellen Ausschau zu halten.
 
Am Ende unseres eher frostigen Spaziergangs gehen wir noch in die Regauer Au. Hier am Anfang der Schlierwand beginnt schon die Schneeschmelze und lässt uns in Gedanken die ersten Würfe durchführen.
 
Eine der flachen Einstiegstellen oberhalb der Schlierwand. Das jetzt schon eisfreie Ufer erinnert uns mit zartem Grün an das nicht mehr ferne Frühjahr.
 
Die bei vielen Fliegenfischern beliebte TKV - Gerade im Gegenlicht der Wintersonne. Wie man sieht hat die Ager auch im Winter seinen Reiz und man trifft des öfteren Fliegenfischer zu einem freundschaftlichem Plausch und freut sich gemeinsam auf die kommende Saison.
 
Erste Frühlingsboten stehen zwischen den schmelzenden Schneeresten und es ist als ob sie uns mit ihren zarten Blüten für die kommende Saison in Empfang nehmen würden. Hier endet unsere Winterreise an der Ager. Der Sportanglerbund Vöcklabruck hofft mit diesem Winterspaziergang unseren Lizenznehmern, oder solchen die es werden wollen, die Ager einmal von einer Seite gezeigt zu haben, von der sie ihr Fischwasser eigentlich nicht kennen.
 
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