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Erster Besatz 50000 Stück 30
mm und 6 Wochen alte Brachsenbrütlinge |
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Zweiter Besatz mit
20000 Stück 50 mm und 18 Wochen alte Brachsenbrütlinge |
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Im Rahmen der Bewirtschaftung des
Zeller Irrsees wurde am 20. Juli im Freiwasserbereich Brachsenbesatz in der
Form von 50000 Stück Brachsenbrütlinge besetzt. Im Allgemeinen würde man ja
meinen, ein See wie der Irrsee müsste einen Brachsenbestand beherbergen der
durchaus in der Lage ist sich selbst zu reproduzieren. Das trifft am Irrsee
auch zu. Doch die Bestände nehmen kontinuierlich ab und die Brachsenfänge
früherer Jahre sind heute nicht mehr möglich. Die Ursachen sind vielseitig
und reichen vom guten Raubfischbestand bis zu der nicht zu unterschätzenden
Nahrungskonkurrenz durch Karpfen oder andere durch Besatz gestützte
Fischarten. Es ist nun mal eine Tatsache, dass wenn man eine Fischart stark
fördert, kann das auf Kosten einer anderen Art gehen. Darum versuchen wir
hier regulierend einzugreifen und der Brachse zu alter Bestandsdichte zu
helfen. Wir glauben unsere Irrseebrachse ist solch einen Versuch auf jeden
Fall wert, denn schließlich ist sie am Irrsee eine heimische Fischart die,
neben Karpfen, Hechten und Maränen, genauso unsere Wertschätzung verdient. |
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Ab einer gewissen Größe werden die
Brachsen in der Nähe des Schilfgürtels besetzt. |
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Obwohl Brachsen Fische sind die wohl jeder Angler kennt, möchten wir sie an
dieser Stelle kurz beschreiben. Die Brachse, auch Brasse oder Blei genannt,
(Abramis brama) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).
Nach diesem Fisch ist die letzte der bei uns vorkommenden Gewässerregionen
benannt. Hohe Nährstoffanteile und schlammiger Grund zeichnen den Irrsee,
obwohl am Anfang einer Seenkette liegend, als typischen See der
Brachsenregion aus. Die Brachse fühlt sich im Irrsee sehr wohl und hält sich
in der wärmeren Jahreszeit in den Uferregionen zur Nahrungsaufnahme auf. Als
Nahrung nehmen Brachsen verschiedene Bodentiere und pflanzliche Nahrung auf.
Brachsen könnte man auch als Allesfresser bezeichnen die, wenn sie in
Fresslaune sind, auch Fischlarven nicht verschmähen. In kleinen Trupps
durchwühlen sie die Uferregion und verraten sich durch Luftbläschen und
Trübung des Wassers. Am Irrsee wurden Brachsen schon mit den verschiedensten
Ködern gefangen, wobei die hochkapitalen oft als Beifang beim Karpfenfischen
auf Boilies, Pellets, Teig oder dem viel verwendeten Frolic gefangen werden.
Die Durchschnittslänge der Irrseebrachse bewegt sich um die 30 cm. Am Irrsee
habe Brachsen einen perfekten Lebensraum und wachsen daher auch zu
entsprechend kapitalen Fischen ab. Fische mit einem Gewicht von bis zu 5 kg
sind verbürgt. Es gibt aber Erzählungen wo von noch größeren Brachsen bis 70
cm die Rede ist. Diese Fische haben ein ungefähres Alter von 15 bis 20
Jahren. Große Brachsen sind auch immer mit einem guten Raubfischbestand
verbunden. Ohne diese natürliche Dezimierung durch Waller, Hecht, Zander und
Barsche sind Brachsen, bedingt durch ihre große Fruchtbarkeit, der Gefahr
einer Verbuttung (Kleinwüchsigkeit) ausgesetzt. |
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Eine bullige Irrseebrachse mit 65
cm und 3 kg Gewicht. Vielleicht ist das hochwertige, von Karpfenanglern zum
Anfüttern verwendete, Futter mitverantwortlich für das gute Abwachsen der
Brachsen am Irrsee. Leider wird dieser ausgezeichnet schmeckende Cyprinide
von den Sportanglern, obwohl er eine sehr spannende Fischerei bietet, nicht
mehr so geschätzt wie in früheren Zeiten. Die vielen Gräten und die
schleimigen Schuppen schrecken so manchen Feinschmecker ab und Brachsen
werden nur noch von wenigen gezielt beangelt. Unter wahren Fischgenießern
zählen diese Karpfenartigen allerdings durchaus als Delikatesse und Brachsen
werden regional, wie z.b. am Chiemsee, auch in der Gastronomie angeboten. |
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Jungbrachse von
30 mm - Alter 6 Wochen |
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Jungbrachse von
50 mm - Alter 18 Wochen |
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Am Irrsee laichen die Brachsen
schubweise im April bis Juli, wobei die klebrigen Eier, je nach Größe bis zu
300000 Stück, an Uferpflanzen angeheftet werden. Nach dem Schlüpfen kleben
die Larven an den Wasserpflanzen und verlassen diese erst nach dem
Aufbrauchen des Dottersackes. Jetzt sorgen Junghechte und Barsche für die
erste Dezimierung der Brachsenbrut. Diesen natürlichen Vorgang versuchen wir
zu umgehen, indem wir die vorgestreckte Brut in der Seemitte vom stehenden
Boot aus besetzen. Die Besatzfische stammen von großwüchsigen Elterntieren,
sind vorgestreckt und jetzt ca. 30 mm lang. In diesem Stadium haben die
Brütlinge schon deutlich bessere Chancen das erste Jahr zu überleben. |
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Die Fische bilden sofort große
Schwärme und tauchen in das grünliche, planktonreiche Wasser des Irrsees ab.
Hier ernähren sie sich von Plankton und ziehen ab einer gewissen Größe in
die Uferregion. |
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Es kann aber auch vorkommen, dass
die Brachsenbrut nicht
über den Winter kommt. Zu wenig Nahrung kann hier die Ursache sein.
Allerdings wird dieser mögliche Ausfall eines Jahrganges durch die hohe
Bestandsdichte von selbst geregelt. |
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Eine traumhaft gefärbte Brachse
aus dem Irrsee. Diesen Bestand an großwüchsigen Brachsen zu fördern und zu
erhalten ist das Ziel dieser und kommender Besatzaktionen. Das Konsortium
Zeller/Irrsee und der SAB - Vöcklabruck hoffen mit diesem Besatz die
Vielfalt der Fischfauna am Irrsee zu fördern. |
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Wir möchten uns an dieser Stelle auch
bei den Mitarbeitern der Brutaufzuchtanlage Kreuzstein bedanken, die uns wie
immer mit Rat und Tat zur Seite standen und mit großer Geduld alle möglichen
Fragen beantwortet haben. |
| Petri Heil |
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