Hechtbesatz: Irrsee 2008

Am 19.06 wurde am Zeller /Irrsee der Hechtbesatz durchgeführt. Besetzt wurden 20.000 St. vorgestreckte Hechte.

Selbstverständlich wird beim Besatz am Irrsee auch auf den Lieblingsfisch aller Schleppangler nicht vergessen. Der jährliche Hechtbesatz am Irrsee ist ja ein fixer Bestandteil des Besatzplanes und eine Auffrischung des vorhandenen Hechtbestandes mit Hechtsetzlingen hat sich, wie die gemeldeten Ausfänge zeigen, durchaus bewährt. Der Irrsee mit seinem relativ sicheren Wasserstand und den vielfältigen Versteckmöglichkeiten wie Schilfzonen und Unterwasserpflanzen bietet alle Voraussetzungen um den Junghechten ein Überleben zu sichern. Der Besatz mit Brütlingen und Setzlingen ist unbedingt zu bevorzugen, da Satzhechte (einsömmrige Hechte) für ein Gewässer wie dem Irrsee mit einem guten sich selbst reproduzierenden Hechtbestand nicht geeignet sind.
Hechtnachwuchs aus der Fischbrutzuchtanstalt Kreuzstein
 
Kannibalische Hechtsetzlinge
Der Besatz wurde gerade noch rechtzeitig eingebracht. Die Umstellung von Zooplankton auf Fischlarven hatte zum Teil schon begonnen und etliche Setzlinge attackierten bereits die am nächsten stehenden Fische. Aber nicht nur Hechte sind den Hechten gefährlich, auch Barsche scheinen genau zu wissen wie so ein Junghecht schmeckt. Ein von Hand unter einen Steg gesetzter Hechtsetzling, zu spät bemerkte ich die anwesenden Barsche, schwamm nur noch ca. einen Meter, dann war der Junghecht auch schon in einem der offenen Barschmäuler verschwunden. Das geht so schnell, man sieht fast nicht wer der Übeltäter war. Man kann sich mittels dieser Szene sehr gut vorstellen, was sich für Dramen unter der Wasserlinie abspielen. Aber das ist der Lauf der Natur und ein Jahr später drehen unsere Hechte den Spieß mit Sicherheit wieder um.
Schonend werden die Hechte, entlang des Schilfgürtels von der fahrenden Zille aus, mit feinmaschigen Keschernetzen großflächig verteilt. Ein sinnvoller Hechtbesatz ist daher immer mit einem großen Zeit und Arbeitsaufwand verbunden. Jeder Hecht braucht seinen Standplatz und je weiter man die Junghechte auseinander setzt, desto höher ist die Überlebensrate unserer Irrseehechte.

Das Konsortium Zeller/Irrsee und der SAB - Vöcklabruck hoffen mit diesem Besatz den Hechtbestand im Irrsee zu fördern und wünschen all jenen, die sich der Fischwaid auf den Hecht verschrieben haben, ein kräftiges Petri Heil

Im Arbeitseinsatz waren:
 Schmiderer Paul, Mikstetter Rudolf