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Besatz: Pfrillen für den Irrsee 2010 |
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| Besetzt wurden 20000 Stück Elritzen |
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Der, das Seeforellenprojekt begleitende, Besatz mit Elritzen wurde am Irrsee auch heuer wieder durchgeführt. Die Elritze ist eine Kleinfischart die für den Nahrungskreislauf der Seeforelle und damit für unser Projekt Irrseeforelle ungemein wichtig ist. Allerdings gibt es für den Besatz mit Elritzen auch noch andere ökologische Gründe. Als Gewässerindikator und Bindeglied zwischen Kleinorganismen und Raubfischen wie unsere Seeforelle hat die Elritze einen fixen Bestandplatz im ökologischen Kreislauf unserer Seen. Gewässerindikator deshalb, da die Elritze sehr empfindlich auf Veränderungen der Wasserqualität anspricht. Am Irrsee könnte diese Eigenschaft problematisch werden, da dieser Karpfenartige in der kalten Jahreszeit tiefere Gewässerabschnitte aufsucht und die Sauerstoffsituation am Irrsee bekannterweise leider nicht optimal ist. Das Sauerstoffproblem könnte ja durchaus der Grund sein, warum der Elritzenbestand des Irrsees vor Jahren sang und klanglos verschwand. Fische sterben ja bekanntlich leise und wenn es sich um eine, für den Angelfischer nicht nutzbare Fischart handelt, dann fällt das eigentlich nur wenigen auf. Der Besatz mit Elritzen läuft jetzt schon das dritte Jahr und wir werden in der Laichzeit, im Mai und Juni, hoffentlich die ersten laichenden Elritzen des Jahrgangs 2008 beobachten können. Denn nur wenn sich Elritzen selbst vermehren, hat ein Besatz auch Sinn. Ohne passenden Lebensraum ist es unmöglich, auch aus finanziellen Gründen, nur durch Besatz einen sich selbst erhaltenden Bestand aufzubauen. An dieser Stelle möchte ich auch einen uns bekannten Fischermeister zitieren, der sagte, früher gab es Millionen Elritzen in unseren Seen und dann kommen wir mit einigen Tausend Fischen daher. Es ist halt schon viel an Lebensraum zerstört worden und die Wiederherstellung wird ungleich länger dauern als die systematische Zerstörung von Laichplätzen und passenden Gewässerstrukturen. Selbstverständlich würden uns auch Beobachtungen von Fischern sehr weiterhelfen und wir hoffen auf eine mögliche Mitarbeit. Immerhin handelt es sich bei der Elritze um eine in ihrem Bestand bedrohte Fischart, die unserer aller Anstrengungen verdient. |
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Farbenprächtiges Irrseepfründl |
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| Um den Elritzen eine höhere Überlebensrate zu ermöglichen, wurde der Besatz auf den Mündungsbereich des Zeller Baches festgelegt. Jetzt Anfang April sind ihre größten Fressfeinde, die überall vorkommenden Flussbarsche, noch in den tieferen Regionen des Irrsees und die Neuankömmlinge können sich in Ruhe an ihren neuen Lebensraum gewöhnen. Das Gelände bietet auch perfekte Versteckmöglichkeiten, wie überhängende Schilfränder und abgestorbenes Laub. |
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| Auch Elritzen sind Schwarmfische und werden entsprechend im Schwarm besetzt. |
| Der SAB und das Konsortium Zeller/Irrsee bedanken sich bei allen Helfern für Ihre Mitarbeit mit einem kräftigem |
| Petri Heil |
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