Seelauben (Mairenken) Besatz für den Zeller Irrsee

Am 20. Juli wurde am Zeller /Irrsee ein Besatz mit Seelauben durchgeführt. Besetzt wurden ca. 60.000 St. vorgestreckte Seelauben (Mairenken).

Das Ziel des Sportanglerbundes Vöcklabruck und des Konsortiums Zeller/Irrsee ist die Wiederansiedelung und Unterstützung des Bestandes einer FFH-Fischart (Natura 2000). Doch was ist eigentlich die Seelaube? In der Wissenschaft nennt man diesen zur großen Gruppe der Karpfenartigen gehörenden Friedfisch Chalcalburnus chalcoides mento (AGASSIZ), und wie der Name schon sagt, ist die Seelaube mit der uns bekannten Laube nahe verwandt und sehr leicht mit dieser zu verwechseln.

Seelaubenbesatz am Irrsee
 
Besetzt wurde die Freiwasserzone am Irrsee mit 70000 Seelauben. Die Seelauben waren auf 10 mm vorgestreckt und ca. 6 Wochen alt. Der Besatz mit Seelauben geht jetzt bereits in das dritte Jahr und eigentlich müssten im kommenden Jahr diese Fische beim Ablaichen zu beobachten sein. An dieser Stelle möchten wir auch an unsere Mitglieder appellieren, Sichtungen von ablaichenden Seelauben umgehend zu melden. Auch ein bisschen Unterstützung wäre jetzt sehr hilfreich. Jeder, auch an Laichvorgängen interessierter Fischer, würde sich wundern, wenn er mit einem Rechen, an geeigneten Stellen, den steinigen Grund vom Schlamm befreit. Meistens dauert es nicht lange und man kann sehr schön beobachten wie Lauben über diesen Stellen laichen.
 
Vorgestreckte Seelauben - ca. 6 Wochen jung
Allerdings sollte es, bei Sichtungen, wie schon beschrieben, zu keiner Verwechslung mit der herkömmlichen Laube kommen. Als bestes Unterscheidungsmerkmal dient die Größe, da ja Lauben eine maximale Größe von 20 cm erreichen und Seelauben bei guten Bedingungen über 30 cm erreichen können. Ältere Fischer werden sich noch gut an die, auch als Schnee oder Hasellauben bezeichnete Fische erinnern können. Im dritten Jahr ist diese Größe natürlich noch nicht möglich und daher die Verwechslungsgefahr mit Lauben sehr groß. Der verdickte Unterkiefer und die Stellung der Rückenflosse zur Afterflosse sind weitere optische Unterscheidungsmerkmale von Seelauben und Lauben. Hier ist ein gutes Fischbestimmungsbuch sehr hilfreich. Ein weiterer wichtiger Teil dieses Besatzprogramms ist aber auch die Verbesserung der Lebensbedingungen von Seelauben.
Laichplätze schaffen und erhalten, nur so hat man eine Chance diesen Fisch wieder im Irrsee dauerhaft anzusiedeln.
Das Konsortium Zeller/Irrsee und der SAB - Vöcklabruck hofft mit diesem Besatzprogramm die Vielfalt der Fischfauna am Irrsee zu fördern und zu erhalten.
Das Konsortium Zeller/Irrsee und der SAB - Vöcklabruck dankt allen Helfern für ihre Mitarbeit.