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Wie alles begann |
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Der Irrsee, war im Jahre 1914 vom
damaligen Eigentümer, der Gemeinde Zell am Moos, an einen Privatmann
verkauft worden. Dabei hatte sich die Gemeinde „nicht nur für sich
selbst, sondern für jedermann die unentgeltliche Dienstbarkeit der freien
Schiff‑ und Floßfahrt mit Ruder‑ und Segelbooten, des Badens und des
Wäschewaschens" ausbedungen. Dieses Servitut ist auch grundbücherlich
einverleibt. Derzeit steht der See im Streubesitz
einer ganzen Reihe von Miteigentümern, die ihn vor allem für den Fischfang
nutzen. |
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Die Entstehungsgeschichte vom Konsortium
Zeller Irrsee |
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Die meisten unserer Mitglieder kennen das
Konsortium Zeller Irrsee nur als Bewirtschafter ihres Angelgewässers und
wissen nichts um das Zustandekommen und die Rolle des Sportanglerbundes im
Konsortium Zeller Irrsee. Um unseren Mitgliedern die Entstehungsgeschichte
zu erzählen drehen wir das Rad der Zeit etwas zurück. |
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Wir schreiben das Jahr 1952 |
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Ein wichtiger Schritt in der Vereinsgeschichte |
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Der Pachtvertrag |
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Am 12. Mai 1952 wurde mit dem damaligem Besitzer des
Fischereirechtes am Zeller Irrsee, Hr. Karl Bodin, aus Briefeldorf -
Seehof in Kärnten ein Pachtvertrag zur Nutzung des
Fischereirechtes zum Zwecke der Sportfischerei abgeschlossen. Vertreter
des Sportanglerbundes war der damalige Obmann, Hr. Hubert Marschner. In
diesem Vertrag wurde unter anderem die damals geltenden gesetzlichen
Bestimmungen des Wasserrechtes sowie die Weisungen und Verordnungen der
übrigen mit der Betreuung der Fischerei beauftragten Behörden und
Organisationen wie auch das Recht auf Ausstellung von Erlaubnisscheinen für
die Sportfischerei festgeschrieben. Das Pachtobjekt
wurde auf ein Jahr (1Jänner bis 31. Dezember 1952) verpachtet und
verlängerte sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn nicht 3 Monate vor
Ablauf des jeweiligen Pachtjahres von einem der Vertragsteile gekündigt
wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass
über Weisung des US - Hauptquartiers das Pachtverhältnis unter Einhaltung
einer 90 tägigen Räumungsfrist, jederzeit gelöst werden konnte, ohne dass
dem Pächter aus dieser Kündigung ein Einspruchsrecht zustand.
Der Pachtschilling wurde für die ersten beiden Jahre 1952 und 1953
mit 3.500.- Schilling, für die dann folgenden Jahre mit 4.500.- Schilling
jährlich festgesetzt. |
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Für die jeweilige Pachtsumme mussten 10
Vereinsmitglieder als Bürgen einstehen. |
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Im Juni 1952 wurde vom Sportanglerbund Vöcklabruck an den
Landesfremdenverkehrsverband in Linz folgendes Schreiben gerichtet: |
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Originaltext: |
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Wir gestatten uns, im Interesse
des Fremdenverkehrs in nachfolgender Angelegenheit an Sie heranzutreten.
Wie Ihnen wahrscheinlich
bekannt ist, haben wir den Zeller - oder Irrsee in Pacht genommen und es
ist unser Bestreben, diesen nicht nur bei unseren 200 Mitgliedern
sondern auch in weiteren Kreisen als Erholungs- und Entspannungsplatz
beliebt zu machen. Wir haben bereits heuer mit der
geplanten, großen Fischbesatzaktion begonnen und es ist mit Sicherheit
zu rechnen, dass sich nun von Jahr zu Jahr der Zugang von Sportfischern
aus allen Bundesländern und auch aus dem Ausland steigern und der
Irrsee für den Fremdenverkehr erheblich erschlossen werden wird. |
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Angesichts solcher Aktivitäten ist es wohl nicht übertrieben
festzustellen, daß der Sportanglerbund schon in den ersten Jahren seines
Bestandes darum bemüht war, das in Pacht genommene " Kleinod Zeller Irrsee "
nicht nur für die Mitglieder des Vereines zu verwalten, sondern mit der
umliegenden Region auch für den Fremdenverkehr attraktiv zu machen. |
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1958 |
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Gründungsjahr
des Konsortiums Zeller Irrsee |
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Der Verwaltungsausschuss wurde in der 9.
Jahreshauptversammlung 24. 03. 1957 umstrukturiert und es wurden
folgende Ausschussmitglieder nominiert: |
| Obmann: |
Hubert Marschner, Regau |
| Stellvertreter: |
Franz Wiesinger,
Vöcklabruck |
| Kassier: |
Hubert Mairinger,
Vöcklabruck |
| Stellvertreter: |
Ernst Job, Vöcklabruck |
| Schriftführer: |
Dkfm. Heinz Sponer, Timelkam |
| Stellvertreter: |
Alfred Beckl,
Vöcklabruck |
| Fachbeirat: |
Roland Gollhammer,
Vöcklabruck |
| Fachbeirat: |
Dipl. Ing. Walter Sevcik, Vöcklabruck |
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Der Irrsee oder allgemein der Zellersee nach dem Ort Zell am
Moos benannt, gehörte bis Kriegsende neben anderen Besitzungen in Kärnten
dem Gutsbesitzer B o d i n aus Schleswig Holstein. Von den Besatzungsmächten
wurde u.a. der Zellersee als "Deutsches Eigentum" erklärt und dem wieder
erstandenen österreichischen Staat bis zur weiteren Klärung in Verwaltung
übergeben. Der See wurde somit unter die Obhut der oberösterr.
Landwirtschaftkammer gestellt. Nach dem Staatsvertrag und der Entstehung der
Selbständigkeit Österreichs wurden nach Vereinbarungen mit der
Bundesrepublik Deutschland die kleineren deutschen Besitzungen in Österreich
den Eigentümern zurückgegeben. Darunter fiel auch der Zellersee. Herr Bodin
teilte der o.Ö. Landwirtschaftskammer mit, daß er infolge seines
vorgeschrittenen Alters in seiner Heimat verbleiben und alle seine
auswärtigen Besitzungen abstoßen wolle. Herr Amtsrat Wiesinger, der als
seinerzeitiger Obmann des Sportanglerbundes durch die Fischerei am Zellersee
mit der Kammer Verbindung hatte, wurde von der Absicht des Herrn Bodin
verständigt und gab die ernste Kaufabsicht des Vereins bekannt, wobei er
sich auf die Annahme stützte, daß die damaligen 450 Mitglieder des
Sportanglerbundes den geforderten Betrag von 400.000.-S, der sich durch
verschiedene Abgaben auf ca. 480.000.-S erhöhen würde, unter möglichen
Zahlungserleichterungen aufbringen könnten. Alle Vereinsmitglieder stimmten
einem Ankauf des Zellersees zu und sagten ihre finanzielle Unterstützung zu.
Nun wurde mit dem Besitzer wegen erleichterter Zahlungsbedingungen
verhandelt. Es gelang, Herrn Wiesinger das Zugeständnis zu erhalten, die
Kaufsumme in Raten innerhalb von 10 Jahren abzustatten unter der Bedingung
grundbücherlicher Sicherstellung. Der Kaufvertrag hätte sofort abgeschlossen
werden können, wenn alle Mitglieder durch 10 Jahre hindurch jährlich 120.-S
oder monatlich zehn Schilling dem Verein zur Verfügung gestellt hätten.
Leider sind kaum 150 Mitglieder bei ihrer seinerzeitigen Zusage geblieben.
Auf diese Mitglieder wären demnach Jahresbeiträge von etwa 320.-S entfallen.
Dazu konnten sich wiederum nicht alle entschließen. Nun hieß es rasch einen
anderen Weg suchen, da bereits andere Bewerber auf den Plan traten. Die
Vereinsleitung entschloss sich unter den Mitgliedern um freiwillige Darlehen
zu werben und das Übrige als persönliches grundbücherlich sichergestelltes
Eigentum kaufkräftigeren Mitgliedern zu überlassen. Es wurden insgesamt 40
Anteile aufgelegt. Die Käufer mussten sich verpflichten, bei eventuellem
Verkauf, das Vorkaufsrecht dem Sportlerbund oder einem, seiner Mitglieder zu
gewährleisten. So wurde 1958 das Konsortium geschaffen. Die eingezahlten
freiwilligen Darlehen, meist zinsenfrei, reichten für den Ankauf von 7
Anteilen. Nach zwei Jahren konnten weitere 2 Anteile dazu erworben werden,
so das heute der Sportanglerbund Vöcklabruck,9 Anteile von 40 besitzt. Alle
Anteilsbesitzer sind selbstverständlich mit mehr Rechten ausgestattet als
die Lizenznehmer, welche sich an die Betriebsordnung des Konsortiums halten
müssen. |
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1959 |
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Der Sportanglerbund Vöcklabruck feierte in Zell am Moos
seinen 10 jährigen Bestand. |
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In diesen Jahren wurde schon
intensiv daran gearbeitet, Eigentumsrechte am Zeller - Irrsee zu
erwerben. So wurden vom SAB die Vereinsmitglieder darauf aufmerksam
gemacht, das die Eintragung der Miteigentumsrechte ins Grundbuch erst
nach Errichtung des Kaufpreises in der Höhe von 150. 000.- Schilling
erfolgen kann. Der Kaufpreis wurde von den
Miteigentümern in den Jahren 1957 - 1959 in Raten von 3.000.- und
4.000.- Schilling abgestattet. |
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1985 |
Ein bedeutsames Jahr seit Bestehen des SAB ist angebrochen
und eine der wichtigsten Aktivitäten des bisherigen Schaffens des "
Sportanglerbundes Vöcklabruck " wurde in die Wege geleitet, nämlich der Kauf
des Zeller-Irrsees! Der Überlieferung zu Folge, war es der damalige Obmann
des Konsortiums "Zeller-Irrsee" Herr H. Wiesinger, der sich ganz besonders
darum bemüht hatte den See zu kaufen. Er war es, der den Kauf zustande
gebracht hat, nicht zuletzt deswegen, weil er den damaligen Besitzer,
(ein deutscher Staatsbürger ,namens Karl Bodin ) persönlich gut kannte .
Herr Bodin war auch Besitzer eines Sees in Kärnten, und ist nur ein - bis
zweimal hergekommen um im Sommer mit Netzen Saiblinge zu fischen. Auch im
Winter wurde manchmal den Fischen nachgestellt man
sprach dabei vom so genannten "Eisfischen" Das
Eisfischen selbst geschah so, daß man ins Eis Löcher gehakt hat, dann mit
einer
Stange eine Schnur zum nächsten Loch sozusagen hinüber
geschossen hat, mit der dann die Netze unter das Eis gezogen wurden.
Als sein Helfer fungierte der damals am ganzen See bestens bekannte
Fischermeister Lois Gaderer, er war Bootsbauer, in dessen früheren
Baulichkeiten heute die Konsorten Huber Manfred und der Diplomvolkswirt Ornezeder
untergebracht sind. In der Fischerhütte sind damals das ganze Jahr über die
Netze , Eishaker und
Stangen, ( ganz eigenwillige Instrumente mit gebogenem Stiel ) aufbewahrt
worden. Auch zwei riesige Zillen waren in der Hütte vorhanden die von Hand
zu rudern waren. Im Sommer wurden beim Niederhofer Saiblinge gefischt, das
war stets eine gewaltige Attraktion für die Dorfbewohner.
Die jungen Männer des Dorfes wurden dazu eingeladen, die Zillen zu
rudern und damit riesige Netze durch den See zu ziehen. Die Netze sind über
Laufrolle ins und aus dem Wasser gezogen worden. Hinter dem Zugnetz fuhren
Männer mit einem Boot her um die Zander, die sich über diese Zugnetze sehr
erregt hatten diesem aber gerade noch entkommen und an die Wasseroberfläche
gekommen waren, mit dem Käscher zu schöpfen.
Soweit die überlieferten Erzählungen des "
Gaderer Lois " |
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Petri Heil |
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