Wissenschaftliche

Untersuchung der Maränen am

 Irrsee 2010

Um einen fundierten Einblick in den Maränenbestand am Irrsee zu bekommen, wurde am 23.10.2010 die jährliche Altersbestimmung der Irrseemaränen mit einem Multimaschennetz durchgeführt. Das Ziel dieser Untersuchung ist die Feststellung der Alterspyramide und das Abwachsen der Irrseemaränen. Geleitet und dokumentiert wurde diese Untersuchung von Dr. Gassner vom Bundesamt für Wasserwirtschaft und seiner Assistentin Mag. Hassan. Das Untersuchungsgebiet ist schon seit Jahren festgelegt und befindet sich im südlichen Seeteil. Das Netz wurde am Vortag in einer ungefähren Tiefe von 15 m quer über den See und direkt am Grund gesetzt und war 16 Stunden von 16 Uhr bis 8 Uhr morgens im Einsatz.

Folgende Daten der gefangenen Maränen wurden für die Auswertung aufgenommen. Länge, Gewicht, Geschlecht, Reifegrad und eventuelle Hakenschäden.

Länge

Gewicht

Geschlecht

Reifegrad

Hakenschaden

43

719

Milchner

3

Ja

42

620

Milchner

3

 

43

617

Milchner

3

 

44

592

Rogner

3

 

44

700

Milchner

3

 

42

533

Rogner

3

 

41

535

Rogner

3

 

36

383

Milchner

2

Ja

42

510

Rogner

3

 

38

462

Rogner

3

 

 

Dr. Gassner beim Einziehen des Multimaschen - Netzes. Dieses spezielle Netz hat ihren Namen durch ihre Funktionalität in Folge von verschiedenen Maschenweiten. Gestaffelt hat dieser Netzsatz folgende Maschenweiten von 15 mm - 26 mm - 32 mm - 38 mm - 42 mm - 50 mm - 60 mm bei einer Netzlänge von 50 m und einer Netzhöhe von 3 m.  In diesen Maschenweiten verfangen sich Maränen aller Altersklassen und man kann dadurch Rückschlüsse auf das Abwachsen der verschiedenen Jahrgänge ziehen. Ein weiterer Vorteil dieses Netzes ist, die schnellere Durchführung der Untersuchung, da man mit einem Netzzug Chancen auf alle Jahrgänge und Längenklassen hat. Bei der diesjährigen Untersuchung wurden ca. 150 Stück Maränen, etliche Rotaugen und ein Satzkarpfen gefangen. Anscheinend muss das Netz sehr genau der 15 m Linie entsprechend gesetzt werden um den ungewollten Anteil an Weißfischen niedrig zu halten. Im vorhergegangenen Jahr war das Netzsetzen durch Wind stark beeinträchtigt, dass Netz kam teilweise in die 10 m Zone und der Anteil an gefangenen Cypriniden war entsprechend hoch. Das Fangergebnis bei den Maränen war dagegen eher mager. Hier wären GPS Markierungen vielleicht hilfreich.

 
Gefangen wurden Maränen in allen Altersklassen
 
 Diese Untersuchung bringt uns wertvolle Daten.
 
Dr. Gassner vom Bundesamt für Wasserwirtschaft und seine Assistentin Mag. Hassan

 

   

     
       
     
 
Das Fangergebnis war wieder sehr gut und das herunter gesetzte Mindestmaß dürfte durch vermehrten Ausfang weiterhin keine negativen Auswirkungen auf den Renkenbestand haben. Im Gegenteil, die Renken waren in guter Kondition und gingen in allen Altersgrößen in das Netz. Auf Grund dieser Untersuchung wird die weitere Bewirtschaftung des Renkenbestandes festgelegt und besonders das Mindestmaß hängt vom Ergebnis der Altersbestimmung in Verbindung mit der Laichreife ab. Die Fische wurden anschließend an die Konsortiumsmitglieder verteilt und einer sinnvollen Verwertung zugeführt.

 

Der Sportanglerbund Vöcklabruck und das Konsortium Zeller Irrsee danken allen Teilnehmern für den reibungslosen Ablauf der Befischung.

Petri Heil