SPORTANGLERBUND  VÖCKLABRUCK

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Der Sportanglerbund Vöcklabruck informiert:

Seespiegelabsenkungen eine klare Absage erteilen
Einen sehr interessanten Beitrag über den Wallersee haben wir unter www.orf.at  entdeckt. Da ja der Wallersee als benachbartes Gewässer des Irrsees vor Jahren mit genau den gleichen Problemen wie der Irrsee zu kämpfen hatte und nur mit einer Radikalkur vor dem ökologischem Kollaps gerettet werden konnte, wollen wir unseren Mitgliedern diesen Beitrag nicht vorenthalten.

Zu finden ist dieser Beitrag unter

http://salzburg.orf.at/stories/442726/

mit folgendem Wortlaut.
Wallersee hat fast Trinkwasserqualität
Nach millionenschweren Investitionen in den 1990er Jahren und abgestimmten Sanierungsmaßnahmen hat sich der Wallersee deutlich erholt. Das ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung. 
Seespiegel angehoben, Düngeverbote
Durch Maßnahmen wie Schutzbauten, Seespiegelanhebung oder Düngeverbote ist die Wasserqualtität stark verbessert, die Fischerei hat sich verändert und auch die Hochwassergefahr ist gebannt. 
Regulierungsklause als Hochwasserschutz
Der Seekirchner Christoph Kappeller hat für seine Fischereimeisterprüfung die Auswirkung baulicher, technischer und gesetzlicher Maßnahmen auf den Wallersee und die Fischach untersucht.
"Der Seespiegel wurde angehoben. Es wurde ein Schutzdamm gebaut und eine Regulierungsklause als Hochwasserschutz für Seekirchen", sagt Kapeller. 
"Laichplätze wieder besser überschwemmt"
Der Wasserspiegel wurde um 27 Zentimeter angehoben - mit spürbaren Folgen, betont Kapeller.
"Die Laichplätze für Hecht, Barsch und Rotaugen sind jetzt im Frühjahr während der Laichzeit wieder besser überschwemmt. Auch haben sich die Lebensbedingungen für gewisse Fischarten wieder verbessert.
Für manche ergeben sich aber auch Nachteile wie zum Beispiel den Zander. Dadurch, dass die Sichttiefe jetzt viel tiefer und der Algenwuchs stärker ist, wird der Zander von seinem eigentlichen Jagdgebiet weg gedrängt und geht jetzt natürlich in tiefere Gewässer." 
"Damals war es fünf vor zwölf"
So seien Ende der 1980-er Jahre die Fische im Wallersee extrem bedroht gewesen, sagt der Seekirchner Berufsfischer Christian Kapeller.
"Es war damals wirklich schon fünf vor zwölf, denn die Wasserqualität war bereits so schlecht, dass die Fische nur mehr bis zu einer Tiefe von einem Meter unter der Oberfläche Sauerstoff hatten und im Sommer schon sehr gefährdet waren, zu ersticken." 
 
Düngeverbot um den gesamten See verhängt !
Nährstoffeinträge aus Kläranlagen hätten das Wasser damals zusätzlich belastet, ergänzt Kapeller. "Die Kläranlagen waren - wie zum Beispiel in Neumarkt - zu klein dimensioniert. Seither wurden die Auffangbecken deutlich vergrößert, gleichzeitig wurde das Kanalnetz überprüft und einige kleinere Lecks abgedichtet. Schließlich wurde ein Düngeverbot um den gesamten See verhängt. Die Konsequenzen und Auswirkungen davon waren sehr rasch spürbar." 
 
"Erträge der Berufsfischerei steigen wieder"
So habe der Wallersee nach Jahren der Erholung nun beinahe Trinkwasserqualität, was sich auch am Vorkommen einer Fischart zeige, die es zuvor kaum gab, und die nur in reinem Wasser lebe, betont Kapeller:
"Seit der Wallersee so rein ist, fühlt sich jetzt auch die Reinanke hier sehr wohl und ist in großen Mengen im See vorhanden. Vorher gab es die kaum.
Der Ruf des Sees ist jedenfalls wieder hergestellt, und auch die Erträge für die Berufsfischerei steigen seit Jahren wieder merkbar."
 
Anm. der Red.
Kommen uns diese Probleme am Wallersee nicht bekannt vorWollen wir auch am Irrsee ein drohendes Sauerstoffdefizit durch eine Seespiegelabsenkung fördern oder müssen die, die diese Absenkung fordern, erst von nach Sauerstoff schnappenden Fischen an ihre ökologischen Pflichten erinnert werden. Düngeverbot am Irrsee !! Ein unmögliche Forderung und am Irrsee nicht durchführbar ?  Man fragt sich allerdings warum bei dem nur auf der anderen Seite des Kolomanberges gelegenen Wallersee dieses Düngeverbot durchgeführt wurde und ein damit maßgeblicher Beitrag zur Rettung des Wallersees geleistet wurde. Oder liegt das an den Landesgrenzen ?  Wir glauben der Widerstand war auch dort nicht gerade gering und trotzdem wurde damit verhindert, dass der Wallersee als ein für die Region Salzburger Seenland, äußerst wichtiger Tourismusbringer, sich in eine stinkende Brühe verwandelte. Aber auch das Gegenteil einer Absenkung, nämlich eine Anhebung, war Teil der Strategie zur Rettung des Wallersees. Am Irrsee gehen die Uhren leider, wie wir ja schon lange wissen, etwas anders und wir hoffen, dass nicht eines Tages auch am Irrsee Investitionen in Millionenhöhe nötig sind um den See unseren Nachkommen in trinkbarer Form zu hinterlassen.
 

Petri Heil