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Die Zeller Ache bietet jetzt ein trauriges Bild. Die Schilfränder wurden
abgetragen, die Ache vertieft und an bestimmten Stellen etwas verbreitert.
Wahrlich kein schöner Anblick und die Auswirkungen wird man erst im Laufe
des Jahres merken. Wie notwendig die überschwemmten Wiesen im Bereich der
Zeller Ache sind, konnte man ja heuer sehr schön beobachten, als Anfangs
Juni tausende Karpfen genau hier ablaichten. Es ist eigentlich unglaublich.
Da gibt es eine, vom Land Oberösterreich verordnete Karpfenschonzeit um den
Karpfen ein Ablaichen in Ruhe zu ermöglichen, und dann wird gebaggert mit
der Auswirkung, dass die Laichwiesen innerhalb kurzer Zeit wieder trocken
liegen. Fischeier brauchen für ihre Entwicklung neben Wasser aber auch etwas
Zeit. Was sie auf gar keinen Fall brauchen, sind Baggerschaufeln die aus
einer Laichwiese trockenes Grasland machen. Ein Bildbericht über dieses
einmalige Naturschauspiel der ablaichenden Karpfen kommt in der nächsten
Ausgabe und vielleicht bekommen dann einige Herren ein anderes Bewusstsein
mit dem Umgang von Laichwiesen. Allerdings wird diese Hoffnung umsonst sein,
denn wir Befürchten und die Zukunft wird es zeigen. Wenn etwas einmal
erlaubt ist, dann werden wir diese Baggerungen noch öfters erleben. Im
Übrigen nützen nicht nur Karpfen überschwemmte Wiesen zum Ablaichen, sondern
auch andere Fischarten vom Hecht bis zur Rotfeder. |