Abfischen des Elektrowerksbaches durch  SAB - Ausschussmitglieder und freiwillige Helfer

Dringend notwendige Sanierungsarbeiten waren der Grund für die teilweise Trockenlegung des Vöcklabrucker Elektrowerksbaches. Nach einer Information der Fa. Braun Maschinenfabrik an den Sportanglerbund Vöcklabruck wurde der Termin für die Abfischung für den 18.09.2006 festgelegt.

 
Um den zahlreichen Fischen des Werkbaches ihr Überleben zu sichern, mussten Sie elektrisch abgefischt und in die Ager umgesetzt werden. Elektroabfischen bedeutet, alles muss gut organisiert sein, die Kette mit den Eimern vom Kescher zum Transportbehälter muss reibungslos funktionieren und es darf zu keinerlei Verzögerung im Nachschub mit leeren Eimern kommen. Wir wollen ja unsere geschuppten Freunden so wenig als möglich belasten. Unser Gewässerwart teilte die Helfer in drei Gruppen. Die erste Gruppe waren die Elektroabfischer, dann folgten die Helfer mit dem Kescher und der Rest hatten den Transport der gefangenen Fische über.
 
Begonnen wurde die Bachabkehr bei der Brücke oberhalb der Fa. Hawle. Aale in respektabler Größe waren die ersten Fische die gekeschert werden konnten.
 
Es wurden auch etliche kleine Waller gefangen. Leider waren auch Fische von 10 cm und darunter dabei, so dass davon ausgegangen werden kann, dass dieser hier eigentlich nicht vorkommende Fisch sich selbst reproduziert. Der Natur sollte man eben nicht ins Handwerk pfuschen. Eine positive Überraschung waren die zahlreichen Bachforellen die in jeder Größe von einsömmrig bis zum Kilofisch vorhanden waren. Um die Salmoniden nicht zu verletzen, verzichteten wir allerdings auf Fotos.
 

Oberhalb des Werksgeländes der Fa. Braun wurde eine erste Rast eingelegt.

 
Die Fische sammelten sich jetzt, in den schon immer weniger werdenden Tümpeln, die relativ leicht abzufischen waren. Hier lag der Hauptanteil bei den Barben.
 
Jetzt ist Teamarbeit gefragt. Schnell werden die Fische gekeschert und in Eimern zu einem großen Transportbehälter gebracht. Hier werden sie ständig mit Sauerstoff versorgt.
 

Unterhalb des Hatschek Werksgeländes herrscht absolute Dunkelheit, aber mit Hilfe von Lampen wird auch noch der letzte Winkel durchsucht.

 

Sogar hier halten sich noch Barben auf.

 
An der Ager angekommen, werden die Fische noch ein letztes Mal umgesetzt.
 
Kräftige Barben, dicke Aitel und jede Menge Forellen. Auch die schon seltene und schützenswerte Mühlkoppe konnte gefangen werden. Der Fischbestand des Werkbaches ist wirklich beeindruckend.
 
Zu guter Letzt werden die abgefischten Fische in die Ager umbesetzt. Hier finden sie, in den Gumpen und Kehrwasser der Ager, optimale Verhältnisse vor. Es gibt eigentlich keinen besseren Besatz für die Ager, da diese Fische durch den Strömungsdruck im Werksbach einen hohen Konditionsfaktor besitzen und sich auch bei höherem Wasserstand noch halten können.
Abgefischt wurden ca. 100 kg Fische.
 
Der Sportanglerbund dankt allen freiwilligen Helfern für Ihren Arbeitseinsatz mit einem kräftigen Petri Heil.