SAB Aktuell

F i s c h e r e i r e v i e r -  A t t e r s e e

Download für Attersee Betriebsordnung Onlinelizenz (Word)

Download für Attersee Fangliste Onlinelizenz (Excel)

Schadensmeldung an das Revier Attersee

Bei einer Kollision senden sie bitte dieses PDF Formular ordnungsgemäß ausgefüllt an das Revier Attersee.

Was braucht der Sportfischer um fischen zu dürfen?
* Fischerkarte
* Jahresfischerkarte
* Lizenz
* Fangliste

BETRIEBSORDNUNG 2021 für Lizenznehmer

1. Fischereisaison für Angelfischerei ist von 1. April bis zum 20. November.
Fangmittel: 3 Fanggeräte mit je 1 Köder bei Tag und Nacht.
Das Fischen mit der Hegene ist grundsätzlich nur mit einer Rute mit max. 5 Nymphen und mit einer Hakengröße nicht kleiner als 0,14 gestattet wobei kleiner #0,16, 0,18 bedeutet. Wird mit einer Hegene gefischt, ist die Verwendung von weiteren Angelruten verboten. Das Bootfischen mit der Hegene ist nur vom verankerten Boot aus erlaubt. Bei der Ausübung der Schleppfischerei ist die Verwendung eines Verbrennungsmotors verboten. Während des Schleppfischens ist der Verbrennungsmotor hochzuklappen. Beim Schleppfischen dürfen pro Boot nicht mehr als 3 Ruten verwendet werden. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist das Fischen vom Boot und vom Ufer gestattet. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang darf nur vom Ufer aus gefischt werden.


2. Verbotene Fangmittel: Daube jeder Art, Legschnüre, Netze, Fanggeräte ohne Aufsicht. Verkauf von im Attersee gefangenen Fischen. Ein Echolot darf weder mitgeführt noch verwendet werden. Zuwiderhandeln hat den Entzug der Lizenz zur Folge.

3. Von Berufsfischern ausgelegten Fangmitteln ist ein Abstand von 50 Metern einzuhalten. Jede Kollision ist dem betreffenden Berufsfischer oder dem Revier zu melden. Für eine schriftliche Schadensmeldung verwenden sie bitte die auf den Internetseiten des Revieres Attersee und SAB eingefügten, oder bei den Lizenzausgabestellen aufliegenden Formulare. SAB Mitglieder sind gegen Schäden bis zu € 10.000.000 pro Anlassfall haftpflichtversichert. Von Bachmündungen ist ein Abstand von 20 Metern einzuhalten. Atterseereviergrenze ist bei der seeseitigen Seite der Autobrücke von Kammer auf Seewalchen.

4. Schonzeiten und Mindestfangmaße. Abweichende Schonmaße für den Attersee: Seeforelle 60cm, Bachforelle 50cm, Regenbogen 30cm, Hecht 60cm, Zander 50cm, Maränen 37cm, Reinanken 37cm. Abweichende Sonderschonzeiten für den Attersee: Maränen, Reinanken und Kröpflinge: 1 Nov. bis 31. Dez. Hecht: 1. April bis 15. Mai. Saisonbeginn für Hecht ist der 16. Mai.

5. Die Fangliste ist von jedem Lizenznehmer auszufüllen und dem SAB Büro - 4840 Vöcklabruck, Gmundner Str. 75, oder einer Lizenzausgabestelle bis 31. 1. des nächsten Jahres verpflichtend zu übermitteln. Unter den eingesendeten Fanglisten werden schöne Preise verlost. Zweitfanglisten müssen den Übertrag der ersten Fangliste mit der Anzahl der in dieser Saison gefangenen Fische beinhalten.

6. Soweit hier nicht anders festgehalten, gelten grundsätzlich die Bestimmungen des 0.Ö. Fischereigesetzes sowie die Verordnung für die Atterseefischerei.

7. Pro Tag dürfen in Summe nicht mehr als 3 Edelfische entnommen werden. Pro Saison dürfen nicht mehr als 50 Edelfische entnommen werden. Als Edelfische gelten Salmoniden und Coregonen (Reinanken, Maränen).

8. Entnommene Fische sind unverzüglich unter Datums- und Uhrzeitangabe in die Fangliste einzutragen.

9. Die Verwendung eines Setzkeschers ist verboten. Fische, die entnommen werden, sind unverzüglich zu töten oder ansonsten sofort zurückzusetzen. Untermassige Fische sind sofort und schonend zurückzusetzen.

10. Verstöße gegen diese Bestimmungen ziehen den sofortigen, ersatzlosen Entzug der Lizenz nach sich.

11. Der Lizenznehmer darf pro Saison nur eine Jahreslizenz erwerben. Kinder unter 12 Jahren dürfen die Fischerei mit einer Angelrute und einem Köder vom Ufer und Boot unter Aufsicht eines Fischereiberechtigten ausüben. (Nicht erlaubt ist Hegenenfischen)

12. Der Lizenznehmer bestätigt mit der Unterschriftleistung auf dieser Betriebsordnung die Aushändigung einer Betriebsordnung und nimmt zur Kenntnis, dass eine allfällige Untersuchung von Behältnissen des Lizenznehmers (Boot, Rucksack, Taschen, Kofferraum etc.) durch alle vom Fischereirevier Attersee beauftragten Kontrollorgane zu gestatten ist.

 

Maränenfischen am Attersee.

Maränen und Reinanken wurden und werden im Attersee, als sogenannte Brotfische der Netzfischer, schon immer besetzt. Für Angler galten Coregonen aber damals auf Grund ihrer Lebensweise und Nahrung als unfangbar. In den 70er Jahren kam vom nahen Irrsee eine neuartige Fischerei auch an den Attersee. Die Hegenenfischerei auf Maränen. Diese bisher dem Großteil der Angler unbekannten Fische finden im Attersee hervorragende Bedingungen vor und wachsen zu kapitalen Exemplaren ab. Maränen in Stückgewichten bis zu 4 kg und Längen von 80 cm waren und sind durchaus keine Seltenheit. Jetzt begann auch am Attersee die Stunde der Angler. Der Siegeszug der Hegene begann. Schon bald kamen die ersten Hegenen zum Einsatz und bescherten den Anglern Superfänge. Damals saßen am Attersee noch wenige Angler in Ihren Booten und zupften auf Maränen. Die Schnüre waren noch in Durchmessern im Einsatz mit denen heutzutage kein Angler mehr fischen würde. Eine 0,25er war keine Seltenheit und es wurden natürlich auch reichlich Maränen damit gefangen. Als dann die ersten Renkenschwimmer auftauchten, ging es richtig los. Von monströsen Styroporkugeln bis hin zu schlanken Dreh und Drink - Flaschen war alles zu sehen. Da waren richtige Pioniere am Werk, die diese Angelart ständig verbesserten und verfeinerten. Leider war es wie bei vielen Dingen, der einen Freud ist des andern Leid und als Berufsfischer von den Renkenfängen hörten war natürlich Feuer am Dach. Denn es gab es ein paar schwarze Schafe unter den Anglern die durch zuwenig Selbstbeschränkung Massenfänge mit Stückzahlen bis zu 80 Renken machten. Die Hegene wurde dadurch am Attersee verboten und bekam unter den Seenbewirtschaftern einen schlechten Ruf als Massenfanggerät. Dieses Verbot wurde in letzter Zeit, durch Intervention des Sportanglerbundes Vöcklabruck, aber wieder aufgehoben und man kann am Attersee unter Einhaltung der Stückzahlen, Mindestmaße und Schonzeit wieder der Hegenenanglerei nachgehen. An dieser Tatsache sieht man wieder, wie wichtig es für Angler ist, sich im Verein zu organisieren. Ganz einfach gesagt. Ohne unseren Verein gäbe es schon seit Jahren keine Maränenfischerei am Attersee. Damit das auch so bleibt und um Konflikte mit Netzfischern schon im Vorfeld zu vemeiden, so ist unbedingt genügend Abstand zu ausgelegten Fischereigerät einzuhalten.

Maränenschonzeit am Attersee ab 01. November

Wo soll ich auf Maränen fischen? Am Attersee gilt ja als Anfänger auf Grund seiner Größe die Devise. Wohin soll ich mich wenden. Gute Stellen sind lange seichte Buchten mit schlammigen Untergrund. Steilufer mit Pflanzenbewuchs sind ein Geheimtipp. Für Bootsangler sehr gute Fangplätze sind die flach auslaufenden Buchten in Kammer, Litzlberg, Zeller Aufsatz, Buchberg und Weyregg. Uferangler haben an den steil abfallenden Kanten, speziell zwischen Weyregg und Unterach, sehr gute Fangchancen. Man kann sich natürlich auch einen Pulk Maränenangler suchen und sich dazustellen. Denn auch am Attersee sieht man sofort an den Bootsansammlungen, wo sich ein guter Fangplatz befindet. Wenn man so einen Platz ansteuert, unbedingt immer genügend Abstand zum nächsten Fischer halten und auch fragen ob der Abstand reicht. Man vermeidet so manch unnötige Konfrontation und lernt oft neue Fischerfreunde kennen. Da Renken auf der Suche nach Nahrung aber überall umherziehen und der See viel Platz zum Angeln bietet, sollte man einen eigenen Angelplatz bevorzugen. Wenn man jedoch einen geeigneten Angelplatz gefunden hat und an diesen Stellen auch noch Mückenlarven an der Oberfläche schwimmen, steht einer erfolgreichen Angelei nichts mehr im Wege. Die Renkenfischerei am Attersee wird mit der Zupf oder Schwimmerangel ausgeführt. Wir wollen an dieser Stelle beide Angelarten kurz beschreiben um auch Neulingen diese Angelart, das Fischen mit der Hegene, etwas näher zu bringen.

Welche Tiefe? Vor dem Fang kommt immer die Suche nach der richtigen Tiefe. Hier können schon ein paar Meter über den Fangerfolg mitentscheiden. Die Fangtiefe für Attersee Maränen liegt in der Regel zwischen 10 und 20 m. Speziell im Frühjahr lohnt sich aber auch ein Versuch mit dem Renkenschwimmer im Flachwasser mit 5m Wassertiefe. Besonders größere Exemplare sind oft an diesen Stellen anzutreffen und natürlich auch zu fangen. Hier muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

Renkenfischen mit dem Schwimmer. Renkenfischen mit dem Schwimmer ist eine sehr erfolgreiche Alternative zum Zupfangeln. Wir wenden es in erster Linie dann an, wenn die Renken flach stehen und durch das Boot eine Scheuchwirkung besteht. Gerade am Attersee mit seiner großen Sichttiefe ist der Schwimmer im Frühjahr äußerst erfolgreich. Renkenfischen mit dem Schwimmer ist eine sehr kurzweilige Angelart, da sich Renken bei dieser speziellen Methode selbst haken. Man sitzt gemütlich im Boot, fachsimpelt mit Freunden über die Fischerei, Gott und die Welt, und beobachtet mit einem Auge die Bewegungen des Renkenschwimmers. Aber auch hier muss man vor dem Fang seine Hausaufgaben erledigen. Ein ausgewogenes Gerät ist besonders beim Schwimmerfischen wichtig. Man braucht sich nur vorstellen, ein Riesenschwimmer kombiniert mit einem 40 gr. Blei und das weiche Maul der Renken das unseren Haken sehr leicht ausschlitzen lässt. Da fällt einem die Wahl der richtigen Rute nicht leicht und manche Renkenangler brauchen Jahre bis sie die richtige Rute im Einsatz haben. Die Rute muss auch in der Lage sein unseren Schwimmer wenn nötig, weit genug vom Boot weg positionieren zu können. Am Attersee ist ja Platz genug. Als Grundregel für die Fischerei mit dem Renkenschwimmer gilt. Im Frühjahr ab Mitte Mai mit einer Tiefeneinstellung von 10 - 14 m und im Herbst 16 - 20 m. Zu Saisonbeginn ab 01. April stehen die Renken noch wesentlich tiefer. 20 - 30 Meter sind zu dieser Zeit immer einen Versuch wert. Der Schwimmer wird mit der genannten Tiefeneinstellung ins Freiwasser oder an die Kante geworfen und solange an das Boot gezogen bis der Schwimmer schräg steht und verlockend auf und nieder kippt. Am Attersee sind Renken jedoch nicht selten auch im Freiwasser anzutreffen, da ist ein variabler Schwimmer mit dem man auch ein paar Meter über Grund fischen kann, von großem Vorteil. Auch bei starkem Wellengang sollte man den Schwimmer verwenden, da durch das ständige auf und ab ein Zupfen schwer möglich ist. Den Schwimmer muss man immer den Windverhältnissen anpassen. Sind die Wellen zu stark, hüpft auch der Schwimmer und damit die Hegene unkontrolliert hin und her. Jetzt montieren Spezialisten einen Unterwasserschwimmer der knapp unter der Wasserlinie positioniert wird. Der Vorteil dabei ist, die Hegene bleibt am angeworfenen Platz, der Schwimmer absorbiert die starken Wellen und verleiht der Hegene ein verlockendes Spiel. Zusätzlich kann man an der Hegene oberhalb noch einen kleinen Schwimmkörper montieren, damit steht die Hegene immer schön aufrecht am Gewässergrund. Liegt der Schwimmer an der Oberfläche ist eine Maräne gehakt. Ein Anschlag ist nicht nötig, der Fisch hängt ja schon, und würde nur die Chancen des Fisches durch ausschlitzen erhöhen.

Renkenzupfen am Attersee. Als zweite erfolgreiche Angelart auf Renken gilt das Renkenzupfen. Diese Methode funktioniert natürlich nur vom Boot aus. Man lässt seine Montage auf den Grund absinken und beginnt langsam mit dem Heben und Senken der Hegene. Der Biss ist erkennbar indem sich an der Rutenspitze ein leichtes Runterdrücken einstellt, oft wird sie auch angehoben (Heber). In jedem Fall ist ein sofortiger Anhieb zu setzen um die Renke zu haken. Um die Renke auch ins Boot zu bekommen ist genau abgestimmtes Gerät notwendig. Hier ist Gewicht alles. Die Spezialisten unter den Renkenanglern verwenden ausgesuchte Fliegenblanks mit kleinen hochwertigen Stationär, Multi oder Achsrollen. Es gibt durch die große Popularität dieser Angelmethode jede Menge guter Ruten am Markt. Empfehlen kann man 2,10 - 2,70 lange Ruten mit durchgehender Aktion und einem Wurfgewicht von 5 - 15 gr. Aber hier muss jeder Renkenangler selbst die für ihn passende Rute finden. Gehakte Renken liefern an diesen zarten Renkenruten einen sehr guten Drill mit oft vehementen Fluchten, den ein Angler oft nur nach langem Rauf und Runter für sich entscheiden kann. Bei einem Renkendrill ist daher Geduld angesagt, da man mit zu starkem Forcieren die Renke leicht durch Ausschlitzen verliert. Besonders schwere Maränen sind nur sehr mühsam vom Grund weg zu bekommen und verlangen einem Angler alles an anglerischem Geschick ab. Durch gefühlvolles Drillen vermeidet man einen unnötigen Fisch und Hegenenverlust.

Welche Hegene? Zu guter Letzt kommt natürlich als Fanggerät für Maränen die Hegene. Die optimale Hegene für den Attersee ist aber ein Mysterium. Alle möglichen Muster werden gefischt und jeden Tag gibt es Diskussionen um die richtige Farbe. So soll es auch sein, denn was wäre ein Tag am Wasser ohne diese Farbvergleiche. An der Farbe Blau und Rot, egal ob in Naturfarbe oder mit Glitzer (Lureflash), kommt am Attersee allerdings keiner vorbei und man ist gut beraten blaue und rote Nymphen an die Hegene zu knüpfen. Als Beschwerung beim Zupfen verwendet man in der Regel Bleie von 6 bis zu 10 gr. die an der Hegene mittels eines speziellen Karabiners montiert werden. Über das Gewicht des Hegenenbleies gehen die Meinungen weit auseinander und man sollte sich auch nicht festlegen. Auf jedem Fall muss man sich den Gegebenheiten anpassen (Strömung, Drehender Wind). In der Regel verwendet man Bleie um die 10 gr. wobei Spezialisten bei absoluter Windstille auch auf 5 gr. runtergehen. Angelt man mit dem Schwimmer, verwendet man, die Renke muss sich ja selbst haken, 30 bis 40 gr. schwere Bleie.

Fair Play am Attersee. Fair Play beim Angeln bedeutet Fairness gegenüber den Fischen und unseren Mitanglern. Gerade unter den Maränenanglern ist ein rücksichtsvolles Verhalten am Fischwasser sehr wichtig. Da sich an den guten Renkenstellen oft sehr viele Boote versammeln ist eine gewisse Rücksicht auf andere Boote notwendig. Wenn man so einen Platz ansteuert, unbedingt immer genügend Abstand zum nächsten Fischer halten und auch fragen ob der Abstand reicht. Angeln sollte bedeuten, gemeinsames Erleben unter Freunden und nicht einem Fangrausch zu unterliegen. Da mit der Hegene an guten Tagen durchaus Massenfänge möglich sind, ist Selbstbeschränkung sehr wichtig. Niemand hat etwas davon in einem Jahr hunderte Maränen zu fangen, dadurch zusätzliche Fanglimits heraufzubeschwören, um ein Jahr darauf mit mehr Kontrolle seitens der Bewirtschafter, der Renkenfischerei nur mehr eingeschränkt nachgehen zu können. Mindestmaße sollte man auch ohne Hinweis eines Kontrollorgans einhalten. Da Coregonen sehr empfindliche Fische sind, ist schonendster Umgang sehr wichtig und man sollte untermassige Maränen oder solche die man zurücksetzt nur mit feuchten Händen berühren. Leider gibt es unter den Maränenanglern aber auch schwarze Schafe die statt eines Metermaßes anscheinend einen Fleischteller mithaben und alles abschlagen was in die Pfanne passt. Dem müssen wir entgegenhalten und durch entsprechendes Verhalten am Fischwasser das vielerorts angeschlagene Image der Hegene wieder aufpolieren. Nur so kann man auch in Zukunft, gemeinsam mit dem Bewirtschafter, eine nachhaltige Maränenfischerei garantieren.

Petri Heil

Der Attersee. Am See der Riesenrenken.

Herr Wachter aus Unterach präsentiert uns hier eine der legendären Großrenken aus dem Attersee. Die Maräne wurde im Attersee auf eine schwarze Nymphe mit Kupferwicklung in ca. 17 m auf Grund gefangen. Sie wog exakt 3,25 kg und war 70 cm lang!

Ein unglaublicher Fang gelang Christoph Cenker am 27. Juli. am Attersee. Um 10:00 bekam er auf die Hegene in einer Tiefe von 17 Metern einen Biss. Nach 35-minütigem Drill am Limit konnte eine Renke mit 67,5 cm und einem Gewicht von 3,45 kg sicher gelandet werden.

Renkenprofessor Kleinjohann mit kapitaler Atterseerenke.

Pucher Stefan liefert uns eine Fangmeldung vom Attersee. Er präsentiert uns hier eine Reinanke mit stolzen 56 cm. Gefangen wurde der Fisch am 30. April um 17:00 Uhr

Schachinger Ewald präsentiert uns hier eine kapitale Maräne. Die Maße waren einfach unglaublich. Bei einer Länge von 70 cm hatte dieser Fisch das Traumgewicht von 4,510 kg. Ein, wie man auch am Foto sieht, richtig dicker Brocken, dem ein kleines braunes  Nympherl in 18 Meter Wassertiefe zum Verhängnis wurde.

In der Abendsonne mit Schwimmer auf Maränen.

78 cm und 4,2 kg waren die Maße dieser Atterseemaräne.

Der Silberschatz vom Attersee.

Fängige Atterseenymphen

Am 2. Juli um 19 Uhr fing Hr. Gernot Schwarzmayr am Attersee eine Maräne mit 71,5 cm und 3,2 kg. Ein wirklich hochkapitaler Fisch zu dem wir Hrn. Schwarzmayr ein kräftiges Petri Heil wünschen.

Durchgehende Aktion einer sensiblen Renkenrute.

Erfolgreicher Renkenangler in Kammer.

Renkenbiss mit Schwimmer vor der Böhlerinsel.

Gehakte Maräne im Drill.

Kapitale 60er Maräne kurz vor der Landung.

Endlich im Netz. Der Silberschatz vom Attersee.

Herzlich Willkommen am Attersee.

Der Sportanglerbund Vöcklabruck begrüßt alle Angler an einem der schönsten Seen Österreichs. Mit fast 47 km² ist der Attersee der größte Binnensee Österreichs und ein Eldorado für Sportangler. In seinem kristallklarem Wasser tummelt sich die ganze Palette unserer heimischen Fischarten.

Anreise: Auf der A1 eine der folgenden Abfahrten nehmen: St. Georgen, Seewalchen oder Schörfling. Nach Unterach kommt man über die Autobahnabfahrt Mondsee.

Wenn man zum ersten Mal am Ufer des Attersees steht, staunt man ob der Größe und Weite dieses größten Binnengewässers Österreich. Um ein Gewässer mit den Dimensionen des Attersees kennen zu lernen, dass braucht in der Regel Jahre. Wir versuchen diese Zeit etwas zu verkürzen und die Fischerei am Attersee mit einigen Tipps und entsprechenden Bildern zu beschreiben. Wir hoffen mit dieser Gewässerbeschreibung unseren Mitgliedern oder solchen die es noch werden möchten, den Einstieg in die Fischerei am Attersee etwas zu erleichtern.

Um bei unserer Beschreibung nicht die Orientierung zu verlieren, teilen wir den Attersee in 3 Gewässerabschnitte.

Nördlicher Seeteil: Seewalchen, Kammer-Schörfling, Attersee

Marina Schörfling, Seewalchen, Litzlberg, Buchberg und Attersee.An der Ausfahrt der Marina Schörfling beginnen wir unsere Bootstour rund um den Attersee.Aber auch die ersten Kormorane trocknen hier ihr Gefieder.attersee nord 04Jetzt geht es weiter dem ehemaligen Gewerkschaftsheim entlang. Top Angelstelle auf Maränen. In den Flachbereichen lohnt sich auch ein Ansitz auf Karpfen.Renkenfischer am AtterseeIn Tiefen von 10 - 20 m wird auf Maränen mit Schwimmer oder Zupfrute gefischt. Fährt man jetzt quer über den See, offenbart sich einem das erste Mal, welch großes Gewässer der Attersee ist. In diesen Weiten zu schleppen. Diese Angelart kann am Attersee zur großen Geduldsprobe oder auch zu einer Sucht werden. Ein Blickfang ist die Böhlerinsel.Vorbei an Schloss Litzlberg (Böhlerinsel) fahren wir jetzt in Richtung Attersee. Vorbei an Schloss Litzlberg (Böhlerinsel) fahren wir jetzt in Richtung Attersee. Ortschaft Attersee Schleppen mit Sideplaner im Sonnenuntergang vor Attersee. Genießen und Erholen. Bei dieser Abendstimmung kein Problem.



Mittlerer Seeteil: Nussdorf, Weyregg

Wunderbarer Blick über den so genannten Stiefel des Attersees. Rechts im Bild befindet sich der Zeller Aufsatz. Jetzt fahren wir am Westufer des Attersees in Richtung Nußdorf entlang. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf das Ostufer mit dem Hochleckenmassiv im Hintergrund.Jetzt geht es in Richtung Zeller Aufsatz. Dieser legendäre Angelplatz liegt in einer Bucht nach Nussdorf und ist sehr gut auf Maränen und Hechte. Hier gibt es auch eine Möglichkeit das Boot zu wassern.Wir blicken zurück zum Zeller Aufsatz. Jetzt beginnt ein sehr schöner Teil des Attersees. Kleine verträumte Buchten mit Schilfbestand laden zum verweilen ein und flach verlaufende Ufer lassen hier sehr gute Maränenstellen erahnen.Vorbei an wunderschön gefärbten Bäumen geht es weiter in Richtung Unterach.Diese markante Stelle ist das Tor zum südlichen Teil des Attersees. Sehr beliebte Schleppstrecke. Hier befindet sich auch ein Unterwasserplateau das bis auf 11 m an die Wasseroberfläche heraufreicht. Dieses Plateau ist ungefähr so groß wie ein Fußballplatz und sehr gut auf Hecht und Maränen.



Südlicher Seeteil: Steinbach, Weissenbach, Unterach

Hier schleppen wir den flach verlaufendem Ufer in Richtung Unterach entlang. Sehr gut auf Maränen.Die Unteracher BuchtUnterach mit Blick auf den Mondsee mit Drachenwand Jetzt befinden wir uns am anderen Ende des Attersees. Über die Seeache entwässert der Mondsee in den Attersee.  Die Seeache ist aber auch einer der besten Laichplätze am Attersee.Hier laichen im April und Mai jede Menge Perlfische, Seenasen (Rußnasen, Schiedlinge) und natürlich Seelauben. Diese Laichzüge sind ein besonderes Naturschauspiel und von der Brücke im Campingplatz sehr gut zu beobachtenNach Unterach fährt man in Richtung Burgau und kommt zu einer der schönsten Buchten am Attersee. Die steil abfallenden Berghänge lassen nur  erahnen, welche Abbrüche und Tiefen der Attersee hier zu bieten hat. Sehr gute Stelle um auch vom Ufer einen großen Hecht zu überlisten. Leider haben auch die Sporttaucher am Attersee den Reiz dieses Seeabschnittes erkannt und besetzen oft die besten Plätze.Hier ist der Gegensatz zum eher flachen nördlichen Teil des Sees am größten. Wildromantische Berghänge säumen das Ufer des Attersees. Die Mündung des äußeren Weißenbaches. Im Hintergrund der Hochlecken. Hier befindet sich auf den seeseitigen Schotterbänken ein Laichplatz der Seelauben. Ab jetzt geht es wieder zurück in Richtung SteinbachSteinbach im Abendlichtattersee sued 10Hier befindet sich die schwarze Brücke. Legendärer Hechtplatz der leider auch bei den Tauchsportlern traurige Berühmtheit erlangt hat. Die Mahnmale bei der schwarzen Brücke sollen an die hier ertrunkenen Taucher erinnern. Die Kreuze wurden in der Zwischenzeit entfernt und durch eine Gedenkstätte ersetzt. Dieses traurige Schicksal kann aber auch unvorsichtigen oder leichtsinnigen Sportfischern passieren und man sollte daher immer die eigene Sicherheit vor Augen haben. Zuviel Risiko ist kein Fisch wert.Hechtschleppen im Freiwasser. Für viele Raubfischangler am Attersee das Non Plus Ultra der Hechtfischerei.Wild um sich schlagender Hecht an der Schleppangel.Wir rudern jetzt weiter in Richtung Alexenau. Ein letzter Blick Richtung Bramosenzwischen Bramosen und Weyregg findet man gute AngelstellenWeyregg, ein Hotspot für Angler am AtterseeWunderschön vom Herbst gefärbter Uferabschnitt in Richtung KammerWunderbarer Abschnitt kurz vor KammerHier, am nördlichen Ende des Attersees beim Schloss Kammer, endet unsere Rundreise



Der Attersee ist einer der schönsten Seen im Oberösterreichischen Salzkammergut und mit einer Fläche von ca. 46 km 2 und einer Länge von 19,5 km auch der größte Binnensee Österreichs. Seine Uferlänge ist ca. 50 km und die maximale Tiefe ca. 171 m . Die größte Breite beträgt 3,3 km und an der schmalsten Stelle hat er immer noch 1, 25 km. Einzuordnen ist der Attersee unter den typischen Voralpenseen. Er ist auch das Endglied der Seenkette Fuschlsee, Irrsee, Mondsee. Über die Achen (Zeller Ache, Fuschler Ache, Seeache) sind die Seen miteinander verbunden, wodurch ein Austausch zwischen den Seenbecken stattfinden kann. Pflanzen und Tiere werden über die Achen in die unterliegenden Seen verfrachtet. Die Entstehungsgeschichte des Attersees reicht bis in die letzte Eiszeit vor ca. 18000 Jahren. Gletscherausschürfungen bildeten das Becken dieses Sees und nach dem Rückgang des Eises füllte es sich mit Wasser. Die Trinkwasserqualität in diesem Gewässer wird durch eine im Jahre 1976 in Betrieb genommene Abwasserbeseitigungsanlage garantiert. Die Eutrophierung konnte mit dieser Abwasserringleitung nachhaltig gestoppt werden und der Attersee ist heute mit einem Volumen von 4 Mio. m 3 ein riesiger Trinkwasserspeicher. Bei einer Planktonuntersuchung wurde ausreichend Sauerstoff bis in 170 m Tiefe festgestellt. Die Erneuerungszeit dieser Wassermengen liegt bei ca. 7 Jahren. Durch die Reinheit des Sees ist die Unterwasserfauna und -flora ausgezeichnet und es gibt Sichttiefen bis zu 20 m. Sein Wasser bezieht der Attersee aus zwei großen Zuflüssen (Mondseer Ache, Weißenbach ) und vielen kleinen Zuflüssen und Quellen. Die Ager ist der einzige Abfluss des Attersees und liegt im nördlichen Seebecken bei Seewalchen. Durch eine Staustufe in der Ager kann der Wasserstand des Attersees wesentlich verändert werden, was aber nur in den seltensten Fällen vorkommt. Der Attersee wird am Ostufer von hohen Bergen begrenzt ( Höllengebirge ), wogegen das Westufer aus einer leicht hügeligen Landschaft besteht. 8 Gemeinden rund um den See sorgen für einen, vor allem im Sommer regen Fremdenverkehr. Nachzureichen wäre noch, dass der Attersee im Winter auf Grund seiner exponierten Lage und seiner Größe nur sehr selten zufriert (letztes Mal 1963).

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