SAB Geschichte

Die Geschichte des SAB Sportanglerbund Vöcklabruck in chronologischer Reihenfolge.

194919501951195219531954195619581959196019611963196419651967196919701971197219731976197719781979198019811982198319841985198619871988

Unsere Obmänner in 50 Jahren SAB:

1949 - 1950 Hans Tichy

1950 - 1951 Dr. Franz Spießberger

1951 - 1959 Hubert Marschner

1960 - 1964 Franz Wiesinger

1964 - 1967 Alfred Beckel

1967 - 1982 Wilhelm Hüttl

ab 1982  Mag. Josef Eckhardt

 

 


- 1949 -

Das Jahr der Vereinsgründung

Erster Vereinsobmann und Mitbegründer des Vereines im Jahr 1949 war Herr Hans Tichy

Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses waren:
Obmann: Hans Tichy, Vöcklabruck
Stellvertreter: Sepp Kirchgatterer, Seewalchen
Schriftführer: Hubert Mairinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Ernst Kaltenbrunner, Vöcklabruck
Kassier: Dominik Mairinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Adelheid Mairinger, Vöcklabruck
z.b.V. Dr. Wilhelm Einsele, Weissenbach a. A. Dr. Franz Spiessberger, Regau

Die Zielsetzung der Vereinsgründung basiert auf der Maxime, eine ökologisch optimale Behandlung der für die Sportfischerei bewirtschafteten Gewässer zu betreiben und die jeweilige Landschaft in der Umgebung der Gewässer auch für den Fremdenverkehr interessant zu machen.


- 1950 -

Die Zusammensetzung des Verwaltungsausschusses hat sich wie folgt verändert:

Obmann: Dr. Franz Spiessberger, Regau
Stellvertreter: Hans Tichy, Vöcklabruck
Kassier: Hubert Mairinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Hermann Stadelbauer, Regau
Schriftführer: Hans Tichy, Vöcklabruck
Stellvertreter: Sepp Kirchgatterer, Seewalchen


- 1951 -

In der 2. Jahreshauptversammlung des Sportanglerbundes für den Bezirk Vöcklabruck am 15.04.1951 wurden folgende Funktionäre in den Verwaltungsausschuss gewählt:

Obmann: Hubert Marschner, Oberwerkmeister der Eternitwerke, wohnhaft in Schalchham 39, Regau
Stellvertreter: Franz Wiesinger, Finanzbeamter, wohnhaft in Hatschekstr. 14, in Vöcklabruck
Schriftführer: Hans Tichy, Finanzangestellter, wohnhaft Stadtplatz 19, Vöcklabruck
Stellvertreter: Dominik Mairinger, Arbeitsamt Vöcklabruck Kassier: Hubert Mairinger, Bezirkhauptmannschaft Vöcklabruck
Stellvertreter: Hermann Stadlbauer, Arbeitsamt Vöcklabruck, wohnhaft in Regau
Repräsentatsions - und Fachbeirat: Dr. Franz Spiessberger, Tierarzt in Regau

Als weitere Ausschussmitglieder für die Sektion wurden gewählt:
Franz Schmid, Siedlung 123, Timelkam
Heinrich Mayrhofer, Kaufmann in Schörfling 27
Fritz Brandenburger, Werkmeister in Pettighofen 18
Johann Schernhammer, Gemeindebeamter in Unterach


- 1952 -

Ein wichtiger Schritt in der Vereinsgeschichte Pachtvertrag ZELLER - IRRSEE
Am 12. Mai 1952 wurde mit dem damaligem Besitzer des Fischereirechtes am Zeller Irrsee, Hr. Karl Bodin, aus Briefeldorf - Seehof in Kärnten ein Pachtvertrag zur Nutzung des Fischereirechtes zum Zwecke der Sportfischerei abgeschlossen. Vertreter des Sportanglerbundes war der damalige Obmann, Hr. Hubert Marschner.

In diesem Vertrag wurde unter anderem die damals geltenden gesetzlichen Bestimmungen des Wasserrechtes sowie die Weisungen und Verordnungen der übrigen mit der Betreuung der Fischerei beauftragten Behörden und Organisationen wie auch das Recht auf Ausstellung von Erlaubnisscheinen für die Sportfischerei festgeschrieben.

Das Pachtobjekt wurde auf ein Jahr (1Jänner bis 31. Dezember 1952) verpachtet und verlängerte sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn nicht 3 Monate vor Ablauf des jeweiligen Pachtjahres von einem der Vertragsteile gekündigt wird.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß über Weisung des US - Hauptquartieres das Pachtverhältnis unter Einhaltung einer 90 tägigen Räumungsfrist, jederzeit gelöst werden konnte, ohne daß dem Pächter aus dieser Kündigung ein Einspruchsrecht zustand.

Der Pachtschilling wurde für die ersten beiden Jahre 1952 und 1953 mit 3.500.- Schilling, für die dann folgenden Jahre mit 4.500.- Schilling jährlich festgesetzt. Für die jeweilige Pachtsumme mussten 10 Vereinsmitglieder als Bürgen einstehen.

Im Juni 1952 wurde vom Sportanglerbund Vöcklabruck an den Landesfremdenverkehrsverband in Linz folgendes Schreiben gerichtet:
Originaltext:
Wir gestatten uns, im Interesse des Fremdenverkehrs in nachfolgender Angelegenheit an Sie heranzutreten. Wie Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, haben wir den Zeller - oder Irrsee in Pacht genommen und es ist unser Bestreben, diesen nicht nur bei unseren 200 Mitgliedern sondern auch in weiteren Kreisen als Erholungs - und Entspannungsplatz beliebt zu machen. Wir haben bereits heuer mit der geplanten, grossen Fischbesatzaktion begonnen und es ist mit Sicherheit zu rechnen, dass sich nun von Jahr zu Jahr der Zugang von Sportfischern aus allen Bundesländern und auch aus dem Ausland steigern und der Irrsee für den Fremdenverkehr erheblich erschlossen werden wird.

Liebe Leser Angesichts solcher Aktivitäten ist es wohl nicht übertrieben festzustellen, daß der Sportanglerbund schon in den ersten Jahren seines Bestandes darum bemüht war, das in Pacht genommene " Kleinod Zeller Irrsee " nicht nur für die Mitglieder des Vereines zu verwalten, sondern mit der umliegenden Region auch für den Fremdenverkehr attraktiv zu machen.


- 1953 -

Der Verwaltungsausschuss wurde erweitert und zusätzlich Beiräte aufgenommen.
Obmann: Hubert Marschner, Regau
Stellvertreter: Franz Wiesinger, Vöcklabruck
Kassier: Hubert Mairinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Erwin Hanusch, Vöcklabruck
Stellvertreter: Rudolf Stöckl, Wartenburg
Schriftführer: Alfred Beckl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Dipl. Ing. Walter Sevcik, Vöcklabruck
Sachberater: Roland Gollhammer, Vöcklabruck
Beirat: Georg Pöll, Attnang
Beirat: Anton Stelzhammer, Lenzing
Beirat: Franz Schmid, Timelkam
Beirat: Franz Gebetsroither, Kammer
Beirat: Johann Scherhammer, Unterach

 

-
Das Revier des Sportanglerbundes wird um ein Teilstück der Vöckla erweitert!
Es wurde durch den damaligen Obmann Hubert Marschner mit den Eheleuten Franz u. Michaela Wilhelm, Hausbesitzer in Frankenmarkt Nr. 132 ein Pachtvertrag abgeschlossen.

Die Verpächter verpachten und übergeben von dem ihnen lt. Fischerei - Kataster in Vöcklabruck gehörigen Fischwasser folgende Flusstrecken und zwar:

Die Vöckla
a) vom Neudorfer - Wehr aufwärts bis zum Moosmüller - Wehr einschließlich des Moosmüller - Mühlbaches und des oberen und unteren Werkskanales des Elektrizitäts - Werkes in Frankenmarkt.
b) Die in 2 Arme in die Vöckla einmündende Sprenzel oder Freudentalerache von der Einmündung in die Vöckla aufwärts bis zur Eisenbahnbrücke beim Kaufgeschäft Klee.

an den Pächter und dieser übernimmt dieses auf die Dauer von 3 Jahren vom 1. Mai 1953 bis zum 30. April 1956 gegen einen jährlichen Pachtzins von 3.000.- Schilling, der jeweils am 1.12 eines jeden Pachtjahres an die Verpächter zu zahlen ist.

-
In diesem Pachtvertrag wird auch festgelegt, daß im Falle einer Geldwertänderung, der Pächter den momentanen Wert von 75 Bachforellen an den Verpächter zu zahlen hat.

-
Wie man sieht, war der SAB auch schon in seinen frühen Jahren bemüht für seine Mitglieder Gewässer anzupachten.


- 1954 -

 

Der Verwaltungsausschuss wurde um zwei Fachbeiräte erweitert:
Obmann: Hubert Marschner, Regau
Stellvertreter: Franz Wiesinger, Vöcklabruck
Kassier: Hubert Mairinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Erwin Hanusch, Vöcklabruck
Stellvertreter: Rudolf Stöckl, Vöcklabruck
Schriftführer: Alfred Beckl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Dipl. Ing. Walter Sevcik, Vöcklabruck
Fachbeirat: Roland Gollhammer, Vöcklabruck
Fachbeirat: Dominik Mairinger, Vöcklabruck
Beirat: Georg Pöll, Attnang
Beirat: Anton Stelzhammer, Lenzing
Beirat: Franz Schmid, Timelkam
Beirat: Franz Gebetsroither, Kammer
Beirat: Johann Schernhammer, Unterach

-
Der 1954 gewählte Verwaltungsausschuss arbeitete in unveränderter Zusammensetzung insgesamt 4 Jahre lang bis 1958


- 1956 -

 

Ein Blick in die finanzielle Gebahrung des SAB im Jahre 1956:

Gesamteinnahmen: 72.079.-
Ager, Vöckla 12.061.-
See 24.125.-
Mitgliedsbeiträge 5.754.-
Büchel 4.669.-
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Gesamtausgaben: 60.687.-
Verwaltungskosten 7.112.-
Pachtzinsen 25.000.-
Besatz 7.260.-
sonst. Ausgaben 21.315.-
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Kassastand:
Sparbuch 11.235.-
Bar 678.-
Gesamt - Kassastand 11.913.-


- 1958 -

 

Der Verwaltungsausschuss wurde in der 9. Jahreshauptversammlung 24. 03. 1957 umstrukturiert und es wurden folgende Ausschussmitglieder nominiert:

Obmann: Hubert Marschner, Regau
Stellvertreter: Franz Wiesinger, Vöcklabruck
Kassier: Hubert Mairinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Ernst Job, Vöcklabruck
Schriftführer: Dkfm. Heinz Sponer, Timelkam
Stellvertreter: Alfred Beckl, Vöcklabruck
Fachbeirat: Roland Gollhammer, Vöcklabruck
Fachbeirat: Dipl. Ing. Walter Sevcik, Vöcklabruck

Gründungsjahr des Konsortiums Zeller Irrsee


- 1959 -

 

Der Sportanglerbund Vöcklabruck feierte in Zell am Moos seinen 10 jährigen Bestand.

Der Verwaltungsausschuss blieb im Kern unverändert, ein Fachberater kam hiezu:

Obmann: Hubert Marschner, Regau
Stellvertreter: Franz Wiesinger, Vöcklabruck
Kassier: Hubert Mairinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Ernst Job, Vöcklabruck
Schriftführer: Dkfm. Ernst Sponer
Stellvertreter: Alfred Beckel, Vöcklabruck
Fachberater: Roland Gollhammer, Vöcklabruck
Fachberater: Dipl. Ing. Walter Sevcik, Vöcklabruck
Fachberater: Franz Hadek, Vöcklabruck

In diesen Jahren wurde schon intensiv daran gearbeitet, Eigentumsrechte am Zeller - Irrsee zu erwerben. So wurden vom SAB die Vereinsmitglieder darauf aufmerksam gemacht, das die Eintragung der Miteigentumsrechte ins Grundbuch erst nach Errichtung des Kaufpreises in der Höhe von 150. 000.- Schilling erfolgen kann.
Der Kaufpreis wurde von den Miteigentümern in den Jahren 1957 - 1959 in Raten von 3.000.- und 4.000.- Schilling abgestattet.
In einer Ausschusssitzung am 4.8.1959 wurde der Mitgliedsbeitrag auf Antrag von Hr. Sevcik von 2 .- auf 3.- Schilling erhöht.

Der Sportanglerbund Vöcklabruck feiert sein 10 jähriges Vereinsjubiläum mit einem Fischerkönigstreffen am Irrsee

Auszug aus der Presse am 2. Juni 1959:
Der Irrsee mit seiner zentral gelagerten Gemeinde Zell am Moos war am Wochenende der Mittelpunkt einer fremdenverkehrsmäßig und sportlich gelagerten Veranstaltung des 1949 gegründeten Sportanglerbundes Vöcklabruck, der anläßlich seines 10 jährigem Bestandes in - und ausländische Sportangler zu einer Sportfischertagung am Irrsee nach Zell am Moos eingeladen hatte. Der Einladung waren trotz schlechtem Wetter 130 Teilnehmer gefolgt, wovon 60 aus Westdeutschland stammten, darunter auch die dekorierten " Sportfischerkönige " aus Niederbayern und Landshut.

Abwiegen der Strecke beim Preisfischen 1959

An den Teilnehmern sieht man das der Irrsee eine für Angler große Anziehungskraft hat und der Sportanglerbund Vöcklabruck im Jahre 1959 schon 500 Mitglieder aus 4 Nationen zählt.


- 1960 -

 

Der Verwaltungsausschuss wurde umgebildet und durch einen Gewässerwart verstärkt.

Obmann: Franz Wiesinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Alfred Beckl, Vöcklabruck
Schriftführer: Dkfm. Heinz Sponer
Stellvertreter: Franz Köck, Vöcklabruck
Kassier: Übleis Hermann, Vöcklabruck
Stellvertreter: Fritz Walter, Vöcklabruck
Gewässerwart: Hadek Franz
Stellvertreter: Chemelli Josef
Fachberater: Gollhammer Roland
Fachberater: Dipl. Ing. Walter Sevcik
Fachberater: Pillichshammer Josef

Auch 1960 gab es wieder ein Königsfischen am Zellersee

Ob Ostwind oder Westwind, ob heiß oder kalt,
Du siehst nicht ein Schwanzl
Wenn's dem Petrus nicht g'fallt

Ausfahrt zum Preisfischen 1960

Pressebericht vom 8.3.1960 über die 12.Jahreshauptversammlung des SAB
Irrsee soll Sportanglerparadies werden.
Pflege des schönen Voralpensees - Neubesatz im Sinne des biologischen Gleichgewichtes.


- 1961 -

 

Ausgetreten aus dem Verwaltungsausschuss ist Herr Josef Pillichshammer und der blieb in dieser Zusammensetzung bis 1963 bestehen.

Obmann: Franz Wiesinger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Alfred Beckl, Vöcklabruck
Schriftführer: Dkfm. Heinz Sponer
Stellvertreter: Franz Köck
Kassier: Hermann Übleis, Vöcklabruck
Stellvertreter: Fritz Walter, Vöcklabruck
Gewässerwart: Franz Hadek
Stellvertreter: Josef Chemelli
Fachberater: Roland Gollhammer
Fachberater: Dipl. Ing. Walter Sevcik

Schlagzeile der Oberösterreichischen Nachrichten im Jahre 1961

Halbe Million Setzlinge für Zellersee

Paradies der Vöcklabrucker Sportangler - Bootshaus und Fischerheim in zwei Jahren
In zwei Jahren soll ein Sportfischerheim und ein Bootshaus gebaut werden, in einem 5.Jahres Programm wird eine halbe Million Setzlinge den Fischbestand bereichern. 1960 wurden beispielsweise um rund 25. 000 Schillinge 25000 Aale, 1400 Hechte, 2000 Zander, 5000 Saiblinge, 1000 Seeforellen, 25000 Schleien und 10000 Karpfen ausgesetzt.

Der Leiter der Bundesanstalt für Fischereiwirtschaft und Gewässerkunde empfahl als Besatz die Maräne, eine nordische Abart der Reinanke. Die Maräne ist eine sehr widerstandsfähige Fischart, an der die Gewässerbesitzer ihre Freude haben werden.

Für besondere Verdienste um die Fischerei wurde dem Obmann des Revieres Attersee, Dominik Lechner, vom Vorstand Franz Wiesinger das Silberne Verdienstabzeichen an die Brust geheftet.


- 1963 -

 

Ein Jahr, in welchen sich nach dem Umfang der noch vorgefundenen Unterlagen wenig ereignet haben dürfte, im Linzer Volksblatt Nr.54 vom Dienstag, 5.März 1963 wird über die Hauptversammlung des "Sportanglerbundes Vöcklabruck" unter dem Titel
Gewässerverschmutzung bedroht Fischbestand

Großes Fischertreffen im Juni 1964 am Zeller See und Hechte verschwinden

folgendes berichtet.
(V ö c k l a b r u c k.) - Zur Jahreshauptversammlung des Sportanglerbundes Vöcklabruck konnte Obmann Wiesinger über 300 Mitglieder , Vizebürgermeister Erwin Hanusch sowie Vertreter der benachbarten bayrischen Sportanglervereine Landshut, Burghausen und Vertreter des Kreissportvereines Rosenheim begrüßen. Vom Bundesinstitut für Gewässerforschung in Scharfling nahm Prof. Dr. Willhelm Einsele teil. Aus dem Bericht des Obmannes ging die Sorge hervor, daß durch die Verunreinigung der Binnengewässer der Fischbestand in seiner Existenz bedroht ist und der Vernichtung entgegengeht wenn nicht gesetzliche Bestimmungen diesem Übelstand ehest abhelfen. Es seien daher die Gewässerwarte mit dazu berufen, zu wachen, daß durch Verunreinigung der Gewässer auch das menschliche Leben nicht weiter gefährdet wird. Im Juni 1964 wird der Sport­anglerbund sein 15. Gründungsfest in Zell am Moos feiern, zu dem auch die bayrischen Vereine eingeladen werden, mit dem die Sportangler Vöck1abrucks Freundschaft geschlossen haben. Dann verlas Obmann Wiesinger ein Schreiben des 2. Vorsitzenden Alfred Beckel, das sich vorwiegend mit dem Bau der Fischerhütte beschäftigte. Es müsste auch hier eine Umplanung bei der Situierung des "Vereinsheimes" vorge­nommen werden. Ein größeres Grundstück am Zeller See, das bis Jahresmitte erstanden wer­den kann, wird das Projekt dann Wirklichkeit werden lassen können. Der Sportanglerbund Vöcklabruck umfasst ca.600 Mitglieder und leistet am Zeller See viel für den Fremdenverkehr. Jährlich kommen immer mehr Gäste zum Zeller See, die nicht nur für Vöcklabruck, sondern für ganz Österreich Propaganda machen. Der Kassastand lässt mit S 23.000.- derzeit keine größeren Sprünge des Vereines zu. Ein Sportanglertreffen muß aus diesen Gründen für 1963 entfallen. Man hofft, daß, bei der Atterseefischerei keine wesentlichen Einschränkungen folgen und daß Lizenzerhöhungen eintreten werden. Der Obmann des Attersee - Fischereirevier- Ausschusses, Dominik Lechner wurde für die Verdienste um die Fischerei das silberne Vereinsabzeichen verliehen. Wie Wiesinger sagte, ist der Sportanglerbund weiterhin bemüht, in der gleichen Stärke wie bisher den Fischbesatz mit 35.000 bis 40.000 Schilling pro Jahr zu tätigen. Das Angebot der Fische erfolge jedoch nicht immer nach Wunsch. Am zurückgehen des Saiblingbestandes vermutete man den Grund des Sauerstoffmangels zu finden. Dies widerlegte jedoch Professor Dr. Wilhelm Einsele vom Bundesinstitut für Gewässerforschung in Scharfling, der 1962 eine Sauerstoffprüfung vornahm und feststellte, daß der Zeller See im Juli 1962 21 Grad bis auf 4m Tiefe aufwies. Sauerstoffarm ist der Zeller See erst ab 35m Tiefe. Aus dem Bericht des Gewässerwartes Franz Hadek ging hervor, daß 1962 insgesamt 107.000 Stück Fischbesatz durchgeführt wurde, darunter alleine 50.000 Schleiensetzlinge und 30.000 Glasaale. In den letzten drei Bewirtschaftungsjahren wurden 279.411 Setz - und Brütlinge in den Zeller See gesetzt. Das Besatzprogramm für 1963 sieht Zander - Orchidaforellen und Hechte sowie Saiblinge vor. Die Saiblinge würden selbst aufgezogen werden, weil mit Brütlingen kein Erfolg beschieden war. Selbstverständlich werden die Aale und Schleie nicht fehlen. Erneut appellierte der Gewässerwart an die richtige Ausfüllung und zeitgerechte Abgabe der Fanglisten, denn nur so kann die Bewirtschaftung des Zeller Sees überwacht werden. Dies war auch der Wunsch von Professor Dr. Einsele. Die Ager weist trotz der starken Verschmutzung wie Hadek sagte, am Zusammenfluss mit der Vöckla sehr viele Brütlinge auf. Der Fisch in der Ager ist sehr schön, allerdings ungenießbar, dies wegen der Industrieabwässer. Professor Dr. Einsele befasste sich mit der Frage der Einführung der Sportanglerprüfung, mit dem Besatz des Zeller Sees und gab dazu wertvolle Anregungen. Dr. Einsele meinte, daß die Bezeichnung "Sportanglerbund " unrichtig sei und regte eine Änderung, wie " Fischerbund ", an. In der Debatte wurde leidenschaftlich über Unzukömmlichkeiten am Zeller See in Bezug auf unerlaubtes Abfischen von Hechten durch die an den See angrenzenden Bewohner gesprochen. Es wurde scharfes Eingreifen in Aussicht gestellt.


- 1964 -

 

Unser 1. Vorsitzender Franz Wiesinger legt sei Amt aus technischen Gründen nieder.

Obmann: Alfred Beckl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Dipl. Kfm. Heinz Sponer, Timelkam
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck
Stellvertreter: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Kassier: Hermann Übleis. Vöcklabruck
Stellvertreter: Klaus Marsalek, Vöcklabruck
Gewässerwart: Franz Hadek, Vöcklabruck
Stellvertreter: Josef Chemelli, Lenzing
Oberkontrollor: Johann Haferlbauer, Lenzing
Fachberater: Dipl. Ing. Walter Sevcik, Vöcklabruck
Fachberater: Franz Wiesinger, Vöcklabruck
Fachberater: Josef Rainer, Attnang Puchheim
Fachberater: Fritz Walter, Vöcklabruck
Fachberater: Alois Übleis, Vöcklabruck

Über die 16. Jahreshauptversammlung des Sportanglerbundes Vöcklabruck berichtete das Linzer Volksblatt am Montag ,16. März 1964 unter dem Titel :

Es kam zu keiner Anglerrevolte im Saal
Obmann des Vöcklabrucker Sportanglerbundes trat zurück
Es ging um teurere Fischerlizenzen.

Die Hinaufsetzung der Lizenzpreise sei kein Willkürakt sondern eine Notwendigkeit gewesen, weil zum Beispiel der Besatz mit Großfischen viel Geld kostet, erklärte der Vorsitzende.

Aus dem Bericht des Gewässerwartes Franz Hadek ging die großartige Aufwärtsentwicklung der Zeller-See-Fischerei hervor. Bis Ende 1963 wurden zum Beispiel7.636 Großhechte, 4.620 Zander, 3.000 Seeforellen, 129.000 Aale, 10.000 Karpfen und Saiblinge, vorgestreckte Hechte, Lauben und 5.000 Ochrida-Forellen eingesetzt. Der Besatz 1963 allein betrug 124.800 Stück. Offen setzte sich der Gewässerwart mit dem Fischsterben in der Ager und in Unterach / Attersee auseinander. Zur Wasserentnahme aus dem Fuschlsee für Salzburg erklärte der Gewässerwart, daß dies schwere Fischschäden in den drei Seen durch Brut- und Laichschwund zur Folge haben werde. Hadek forderte ein Fischereigesetz, das die schwankenden Rechtsfragen beseitigt, eine Novellierung zum Schutz der Gewässer und die Unterbindung der See- Einbauten sowie die Abschaffung der Motorbootplage.

Die Neuwahl ergab mit einer Gegenstimme als neeun Obmann Alfred Beckel, als Obmannstellvertreter Dipl.- Kfm. Heinz Sponer, als Schriftführer Franz Köck und als Gewässerwart Franz Hadek.
Beckel der seit 14 Jahren dem Sportanglerbund angehört, wies ebenfalls die Anschuldigungen zurück und dankte Wiesinger, der Vorstand des Konsortiums Zeller-See bleibt, für sein Aufbauwerk. Das heuer geplante Bestandsjubiläum in Zell am Moos muß aus finanziellen Gründen abgesagt werden.
Die Lenzinger Opposition zog in der anschließenden Debatte deutlich zurück. Die wenigen Anfragen bezeugten , daß die Vorgangsweise des Vereins korrekt und demokratisch war.

Da in Österreich kein Zanderbesatz zu bekommen war, wurden aus Ungarn um 36.000.- Zander beschafft und eingesetzt.

1959 - 1964 wurden folgende Fischarten im Zeller See eingesetzt:
46.200 einsömmerige Hechte
5.329 große Hechte
9.466 Zander
150.000 einsömmerige Schleien
166.800 zweisömmerige Schleien
39.000 vorgestreckte Saiblinge
159.520 bigmierte Glasaale
10.000 Karpfen
4.000 einsömmerige Seeforellen
32.000 Lauben
einige Millionen Laubeneier
5.000 Ochrida - Forellen

Bittere Klage wurde in der Diskussion über die Beschädigung des Schilfgürtels am Zeller See und über die Nichtablieferung des Laiches an das Bundesinstitut geführt. Rucksackweise sollen Hechte in der Schonzeit gefangen werden.
Besatz Attersee 1964

300.000 Reinanken, 2oo.ooo Aale, 62.000 Hechte, 12.4oo Schleien, 5.4oo Forellen, 2.ooo Äschen
Besatzkosten Attersee 1964 14o.ooo.-S


- 1965 -

 

Am 31. März 1965 schreibt die Zeitung „ Der Wochenspiegel“

Worum geht es bei der Sportanglerprüfung?
Fischerhütte bereitet Schwierigkeiten – Hechte in der Schonzeit gefangen
Vöcklabruck. Gemeinsam will sich der 570 Mitglieder zählende Sportanglerbund Vöcklabruck mit den im Vorjahr abgespaltenen Lenzinger Mitgliedern ("Attersee ­Sportfischer") um die Einführung einer Sportanglerprüfung und die damit zusammenhängende Vereinszugehörigkeit bemühen, erklärte der 1.Vorsitzende Alfred Beckel in der gutbesuchten 17. Jahreshauptversammlung des Sportanglerbundes Vöcklabruck im Arbeiterkammersaal.

Fischerhütte am Irrsee
Als Sorgenkind Nr. 1 bezeichnete Beckel die Errichtung der Fischerhütte am Zellersee. Trotz größter Bemühungen war es bisher nicht gelungen, einen geeigneten Grund anzukaufen; er konnte lediglich gepachtet werden Es steht auch noch die Genehmigung des Naturschutzes hiefür aus. Beckel appellierte an die vielen Mitglieder, bei den beginnenden Arbeiten tatkräftig mitzuhelfen. Eine harte Nuss wird bei der Geldbeschaffung noch zu knacken sein, sagte der Obmann, denn zurzeit stehen nur 11.398.- S zur Verfügung. Für die Errichtung eines Fischerheimes werden die Vorstandsmitglieder Dipl.Ing. Sevcik und Dipl.Kfm. Sponer die Voraussetzungen schaffen.

Schonzeitänderung: Hechte bis zum 15. Mai.
Wir müssen vorbeugen, daß wiederum laichschwere Hechte gefangen werden. Bis zum oben gestellten Termin ist auch im Zeller-Irrsee das Laichen abgeschlossen. Außerdem bedarf auch der kleinere, sehr teuer erstandene und im Spätherbst eingesetzte Besatzhecht einer Akklimatisation nach dem Eisaufbruch und muß geschont werden. (Die letzten Besatzhechte waren bis 50cm lang) Deswegen sei eingeschaltet, dass bis 15. Mai für andere Raubfische die Blinkergröße von 12 cm aufwärts und das lebende Köder ab 15 cm festgelegt sind. Eine Entfernung von 100 m ab Schilfgrenze muß dabei eingehalten werden. Diese Bestimmungen werden mit 15.Mai hinfällig.

Sportanglerbund fördert Fremdenverkehr
Vertieft wurden auch die nachbarlichen Beziehungen zu Bayern, von wo ständig Gäste am Zellersee weilen. Seit 1951 wurden insgesamt 100.000.- S an Besatzfischen ausgegeben. Damit hat der Sportanglerbund Vöcklabruck viel für den Fremdenverkehr geleistet. Das geplante Sportpreisfischen soll heuer durchgeführt werden. Die bisherigen Fischertreffen waren jedes Mal ein Verlustgeschäft, das sollte heuer vermieden werden.

Fanglisten und Besatz
Gewässerwart Franz Hadek versicherte erneut, daß die Fanglisten nur statistischen Zwecken dienen und bat um Ablieferung zwecks Überwachung der Aufzucht am Zellersee. Seit 1959 wurde folgender Besatz durchgeführt: Einsömmrige Hechte: 46.200 Stück, 5329 große Hechte, 4020 vorgestreckte Zander, 5446 große Zander, 159.520 pigmierte Glasaale, 39.000 vorgestreckte Saiblinge, 4000 einsömmrige Seeforellen, 150.000 einsömmrige Schleien, 166.800 zweisömmrige Schleien, 10.000 Karpfen, 32.000 Stück Lauben und 5000 Stück Ochrida Forellen und einige Millionen Laubeneier. Die erste 45 cm große Ochrida Forelle fing kürzlich der Gewässerwart. Hadek empfiehlt, Schleien in der Baum und Schilfblütenzeit zu fangen. Die Seeforelle sei im Sommer schwer zu fangen. 1964 wurden 16 Karpfen im Zellersee gefangen. Wie Hadek abschließend betonte, müsste alles getan werden, um den Zellersee zu einem echten Fischerparadies zu machen.

Jubiläumspreisfischen am Irrsee
Der Sportanglerbund Vöcklabruck veranstaltet anläßlich seines 25 jährigen Bestehens am 7.8.in Zell am Moos ein großes Sportfischertreffen verbunden mit einem Preisfischen am Zeller See. Da diese Veranstaltung über den örtlichen Rahmen hinausgehen soll, wurden zahlreiche Sportanglervereine des In und Auslandes eingeladen, die an diesem Treffen teilnehmen wollen. Von den Vereinen aus Bayern liegen bereits Anmeldungen von über 250 Sportanglern vor.


- 1967 -

 

Es kam neuerdings zu einer Umbildung des Verwaltungsausschusses und zu der Nominierung von zwei Kassenprüfern, dieses Team blieb dann bis 1969 unverändert.

Obmann: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Klaus Marsalek, Vöcklabruck
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck
Stellvertreter: Dipl. Ing. Otto Böhm, Vöcklabruck
Kassier: Hermann Übleis, Vöcklabruck
Stellvertreter: Anton Wieder, Vöcklabruck
Gewässerwart: Josef Chemelli, Lenzing
Fachberater: Alfred Beckl, Vöcklabruck
Fachberater: Dkfm. Heinz Sponer, Timelkam
Fachberater: Franz Hadek, Vöcklabruck
Fachberater: Fritz Walter, Vöcklabruck
Fachberater: Alois Übleis, Vöcklabruck
Kassenprüfer: Karl Obermayr, Vöcklabruck
Ing. Bruno Watzka, Vöcklabruck

Die Gemeinde Zell am Moos beginnt mit der Errichtung eines öffentlichen Freibades.

SAB zahlt die Darlehen zurück, die für den Kauf eines Fischereirechtes am Attersee, von einigen Mitgliedern zur Verfügung gestellt wurden.


- 1969 -

21.Jahres Hauptversammlung am 2.März 1969

 

Tätigkeitsbericht des Obmannes:
Obm. Herr Hüttl bezeichnet das abgelaufene Jahr teils weniger gut in Bezug auf die geringeren Fangerfolge in den Seen, jedoch sehr gut in finanzieller Hinsicht. Es war dem Verein möglich sowohl den Rest der Schulden für die Anteile am Zellersee, als auch die von den Ausschussmitgliedern vorgestreckten Darlehen im Betrag von 26.478.- Schilling für den Neuerwerb eines Fischereirechtes am Attersee, zurückzuzahlen.

Sehr gut kann auch das Fangergebnis in der Vöckla bezeichnet werden, was wohl auf den zusätzlichen Einsatz fangbarer Wildwasserforellen zurückzuführen ist.

Wegen einer eventuellen Pachtung des Mühlbaches wurde mit der Gemeinde verhandelt. Es hat sich ergeben, dass eine Pachtung für unseren Verein uninteressant ist, da die Gemeinde in der ohnehin durch die Zuschüttung des Grabens um mehr als die Hälfte verkürzten Strecke, 5 Mann von ihren Angestellten und Rentnern einzuteilen beabsichtigt.

Zum Schluss gibt der Obmann bekannt, dass leider ein bekannter Fischer schon am ersten Fischtag vom Kontrollor beanstandet wurde, da er die erlaubte Fischzahl weit überschritten hatte. Er mußte die Lizenzberechtigung abgeben und wurde vom Verein ausgeschlossen. Herr Hüttl ermahnte alle Fischer, sich an die Vorschriften zu halten und wünschte für 1969 ein Petri Heil.

Fischerhütte am Irrsee
Ein Sportkamerad hebt die Notwendigkeit einer kleinen Fischerunterkunft am Zellersee hervor, wofür bereits seinerzeit Spenden gegeben worden seien. Der Obmann erwähnte, dass für eine Unterkunft eine gut erhaltene Baracke in Lenzing gekauft, abgetragen und am Zellersee bei der Bootshütte abgelagert wurde. Alle Bemühungen, einen Grund für die Aufstellung einer Hütte in Ufernähe seien erfolglos geblieben. Im Laufe der Jahre sei der Zustand des Baumaterials schlechter geworden. Fenster, Dachplatten und andere Teile wurden verschleppt oder zerschlagen. Der Ausschuss habe daher beschlossen, das gesamte noch vorhandene Material zu verkaufen, bevor es gänzlich unbrauchbar würde. Die Vereinsleitung wird bemüht sein, eine andere Unterkunftsmöglichkeit zu beschaffen. Das aufgebrachte Geld ist vorhanden, jedoch wird es für den Bau einer Hütte nicht ausreichen.

Beschädigung der Fischernetze im Attersee.
Die Fischer des Attersees klagen über die Beschädigung ihrer ausgelegten Netze durch Angler. Wenn ein Angler mit seinem Blinker hängen bleibt, soll er nicht solange anziehen bis das Netz reißt, sondern die Schnur abschneiden und dem Fischer melden. Er wird den Blinker zurückbekommen und hat den Fischer vor einen Schaden, der in die Hunderte Schilling geht bewahrt. Der Obmann appelliert an alle Angler keinen Schaden anzurichten, ist aber der Meinung, daß einerseits die Markierungen der ausgelegten Netze ungenügend sei und anderseits die Schuld mehr auf Seiten der fremden Gastfischer liegt. So konnte beobachtet werden, daß ein Schwimmer die am Ufer ausgelegten Netze, in die er sich verwickelt hatte, zerriss. In diesem Zusammenhang wurde auch über eine Schadensversicherung gesprochen.


- 1970 -

 

Der Verwaltungsausschuss wurde umstrukturiert, es wurden wieder Beiräte ernannt, diese Konstellation blieb bis 1973 unverändert.

Obmann: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Klaus Marsalek, Vöcklabruck
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck
Stellvertreter: Dipl. Ing. Otto Böhm
Kassier: Hermann Übleis, Vöcklabruck
Stellvertreter: Anton Wieder, Vöcklabruck
Beiräte: Fritz Walter
Beiräte: Josef Chemelli
Beiräte: Alois Übleis
Beiräte: Franz Hadek
Beiräte: Dkfm. Heinz Sponer
Kassenprüfer: Ing. Bruno Watzka, Ernst Job

22. J a h r e s - H a u p t v e r s a m m l u n g am 8. März 1970.

Jahresbericht:
Zunächst will der Obmann einige grobe Unzulässigkeiten an den Gewässern vermelden, die nie mehr vorkommen dürfen. Er gibt drei Verstöße gegen die Öffentlichen Vorschriften und Betriebsordnungen des Anglerbundes und Konsortiums bekannt .
Im Zellersee legten am 30. Mai 69 drei Mann eine Legschnur und ein Netz von 30 m Länge. Einige Barsche hatten sich bereits darin verfangen, wie der Kontrollor feststellte. Ein Mann dieser 3 Fischer war Vereinsmitglied und hatte für den Zellersee eine Lizenz. Diese wurde ihm sofort abgenommen und nach der Meldung vom Verein ausgeschlossen. Die beiden anderen Fischer gehörten dem Lenzinger Sportanglerbund an und hatten keine Lizenz. Die Namen wurden Lenzing mitgeteilt und das Konsortium zeigte sie wegen Fischdiebstahls dem Gendamerieposten Mondsee an.
In dem Vöckla - Abschnitt vom Ortsausgang Vöcklamarkt flussabwärts, der von einigen gepachtet wurde, hatte am 1.Mai ein Fischer mit 2 Stangen (Wurm und Blinker )gefischt. Er besaß jedoch nur eine Lizenz für unseren Abschnitt oberhalb von Vöcklamarkt. Die Lizenz wurde ihm entzogen und er als Mitglied gestrichen.
In der Nacht vom 31.Mai auf den 1.Juni 69 wurden in unserem Vöckla - Abschnitt 3 Mann von der Gendarmerie beim Fischen ertappt und wegen erwiesenen Fischdiebstahl angezeigt. 2 Mann waren Vereinsmitglieder und hatten eine Atterseelizenz, der dritte Fischer war ein Außenstehender.
Der Obmann kündigt für künftig schärfere Kontrollen und härtere Folgen für jedwedes Vergehen am Fischwasser an. Wurden bisher die Namen unrechtmäßiger Fischer nicht bekannt gegeben, so kann von nun an keine Rücksicht mehr genommen werden und die Namen solcher Personen werden veröffentlicht.

Besatz Zeller See 1970
15.000 Hechte, 1.000 Seeforellen, 40.000 Saiblinge, 2.000 Zander, 2.100 Maränen, 3.000 Karpfen, 15.000 Aale, 35 kg Schleien

Besatz Attersee 1970
105.000 Hechte, 7.100 Seeforellen, 3.000 Bachforellen, 245. 000 Maränen u. Renken, 5.000 Zander, 40.100 Saiblinge, 3.000 Schleien, 200.000 Glasaale

Herr Amtsrat Wiesinger brachte ein interessantes Referat über die Eigentumsverhältnisse und die Rechte des Vereines am Zellersee und führte aus:
Der Irrsee oder allgemein der Zellersee nach dem Ort Zell am Moos benannt, gehörte bis Kriegsende neben anderen Besitzungen in Kärnten dem Gutsbesitzer B o d i n aus Schleswig Holstein. Von den Besatzungsmächten wurde u.a. der Zellersee als "Deutsches Eigentum" erklärt und dem wieder erstandenen österreichischen Staat bis zur weiteren Klärung in Verwaltung übergeben. Der See wurde somit unter die Obhut der oberösterr. Landwirtschaftkammer gestellt. Nach dem Staatsvertrag und der Entstehung der Selbständigkeit Österreichs wurden nach Vereinbarungen mit der Bundesrepublik Deutschland die kleineren deutschen Besitzungen in Österreich den Eigentümern zurückgegeben. Darunter fiel auch der Zellersee. Herr Bodin teilte der o.Ö. Landwirtschaftskammer mit, daß er infolge seines vorgeschrittenen Alters in seiner Heimat verbleiben und alle seine auswärtigen Besitzungen abstoßen wolle. Herr Amtsrat Wiesinger, der als seinerzeitiger Obmann des Sportanglerbundes durch die Fischerei am Zellersee mit der Kammer Verbindung hatte, wurde von der Absicht des Herrn Bodin verständigt und gab die ernste Kaufabsicht des Vereins bekannt, wobei er sich auf die Annahme stützte, daß die damaligen 450 Mitglieder des Sportanglerbundes den geforderten Betrag von 400.000.-S, der sich durch verschiedene Abgaben auf ca. 480.000.-S erhöhen würde, unter möglichen Zahlungserleichterungen aufbringen könnten. Alle Vereinsmitglieder stimmten einem Ankauf des Zellersees zu und sagten ihre finanzielle Unterstützung zu. Nun wurde mit dem Besitzer wegen erleichterter Zahlungsbedingungen verhandelt. Es gelang, Herrn Wiesinger das Zugeständnis zu erhalten, die Kaufsumme in Raten innerhalb von 10 Jahren abzustatten unter der Bedingung grundbücherlicher Sicherstellung. Der Kaufvertrag hätte sofort abgeschlossen werden können, wenn alle Mitglieder durch 10 Jahre hindurch jährlich 120.-S oder monatlich zehn Schilling dem Verein zur Verfügung gestellt hätten. Leider sind kaum 150 Mitglieder bei ihrer seinerzeitigen Zusage geblieben. Auf diese Mitglieder wären demnach Jahresbeiträge von etwa 320.-S entfallen. Dazu konnten sich wiederum nicht alle entschließen. Nun hieß es rasch einen anderen Weg suchen, da bereits andere Bewerber auf den Plan traten. Die Vereinsleitung entschloss sich unter den Mitgliedern um freiwillige Darlehen zu werben und das Übrige als persönliches grundbücherlich sichergestelltes Eigentum kaufkräftigeren Mitgliedern zu überlassen. Es wurden insgesamt 40 Anteile aufgelegt. Die Käufer mussten sich verpflichten, bei eventuellem Verkauf, das Vorkaufsrecht dem Sportlerbund oder einem, seiner Mitglieder zu gewährleisten. So wurde 1958 das Konsortium geschaffen. Die eingezahlten freiwilligen Darlehen, meist zinsenfrei, reichten für den Ankauf von 7 Anteilen. Nach zwei Jahren konnten weitere 2 Anteile dazu erworben werden, so das heute der Sportanglerbund Vöcklabruck,9 Anteile von 40 besitzt. Alle Anteilsbesitzer sind selbstverständlich mit mehr Rechten ausgestattet als die Lizenznehmer, welche sich an die Betriebsordnung des Konsortiums halten müssen.


- 1971 -

Die Vereinsgeschichte geht bereits in das 3. Jahrzehnt seines Bestehens und
die folgenden Berichte geben einen weiteren Einblick in die Aktivitäten
des Sportanglerbundes „Vöcklabruck.“

 

Der SAB trauert um ein treues Mitglied
H.Dipl.Ing.Sevcik ist verstorben
Hr. Sevcik war seit 1953 im Ausschuss tätig.
Der Sportanglerbund Vöcklabruck bewahrt ihm ein ehrendes Andenken !

Es folgt der Bericht über die im März 1971 abgehaltene Jahreshauptversammlung!

Der Obmann erwähnte einige unliebsame Vorkommnisse am Fischwasser und ermahnt alle Kameraden auf strikteste Befolgung aller diesbezüglichen Gesetze und Vorschriften. Es wurde ein Mitglied beim Fischen im Zellersee ohne eine Lizenz ertappt. Er wurde vom S.A.B ausgeschlossen und von einer Anzeige Abstand genommen, da es sich um einen Schwerkriegsbeschädigten handelte.

Weitere 2 Mitglieder wurden aus dem Verein ausgeschlossen und vom Gericht mit einer Woche Arrest bestraft, ohne daß sie einen Fisch gefangen hatten. Das sollte unter Sportfischern nicht vorkommen.

Betreffend Attersee:
Bei der am 28. Feb. 71 abgehaltenen Jahreshauptversammlung vom Revier Attersee konnte erreicht werden, daß für Sportfischer die Fangzeit um 10 Tage, also bis November verlängert wurde. Es darf allerdings nur vom Ufer mit der Angel gefischt werden.

Besatz Zeller See 1971
15.000 Hechte , 3.000 Seeforellen, 3.000 Zander, 3.000 Maränen, 1.500 Karpfen, 40.000 Saiblinge (Brütlinge), Aale 212 kg. (fangbar)

Besatz Attersee 1971
70.000 Hechte , 10.000 Seeforellen, 300.000 Renken, 5.000 Zander, 50.000 Saiblinge, 10.000 Schleien, 200.000 Glasaale

Als Echo auf die 23. Generalversammlung des Sportanglerbundes Vöcklabruck schreibt der Wochenspiegel!
Sportangler haben Sorgen mit dem Fischereigesetz!

VÖCKLABRUCK.
Über 200 Sportangler fanden sich zu ihrer Generalversammlung im Arbeiterkammersaal am 14.d.M.ein, die durch Obmann Willi Hüttl eröffnet wurde. Nach dem Gedenken an die im Berichtsjahr verstorbenen Mitglieder erstattete Hüttl einen Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Vereinsjahr, das leider nicht nur Angenehmes brachte. So mussten drei Vereins­mitglieder wegen versuchten Fischdiebstahls am Zellersee und in der Vöckla angezeigt werden. Die Betroffenen wurden vom Sportanglerbund ausgeschlossen und ihre Lizenz eingezogen. Mit Bedauern stellte der Obmann fest, daß das so erhoffte Fischereigesetz, von dem sich die Sportangler viel erwarten, noch ein bis zwei Jahre auf sich warten lassen wird, obwohl der Entwurf hiezu bereits beim Verfassungsschutz liege, allerdings erst durchgearbeitet werden muß. Andere Landesgesetze genießen, wie dem Obmann versichert wurde, Vorrang. Hofrat Dr.Nadler will aber einen Vorstoß bei Landesrat Diebold unternehmen, um die Verabschiedung des Landesfischereigesetzes voranzutreiben. Wie Obmann Hüttl erklärte, müssen die Sportangler im nächsten Jahr mit einer Erhöhung der Lizenzgebühr am Attersee, um 20 Prozent rechnen. Der Revierausschuß Attersee hatte sich dazu sehr lange Zeit gelassen, vermerkte Hüttl dankend. Mit 200 000 S hatte der Revierausschuß außerdem reichlich für Besatz gesorgt. So wurden 105.000 Hechte, 7000 Seeforellen, 3000 Bachforellen, 245.000 Maränen und Renken, 5000 Zander, 40 000 Saiblinge und 200 000 Glasaale, Fisch­besatz in den Attersee gegeben. Mit ähnlichem Besatz ist auch für 1971 zu rechnen. Der Sportanglerbund hat in die Vöckla 40 kg dreisömmrige Bachforellen zusätzlich zum normalen Besatz eingesetzt, dementsprechend gut waren auch die Fangergebnisse. Hüttl kritisierte, daß die Fanglisten nicht abgeliefert werden, obwohl es bei dieser Maßnahme lediglich darum gehe, das Wasser richtig bewirtschaften zu können, was ohne den Fanglisten schwer möglich ist. Ausführlich beschäftigte sich der Obmann mit dem Zellersee bei dem der Sportanglerbund Vöcklabruck mit neun Anteilen beteiligt ist. Hier wurden ca. 60 000 S allein für Besatz ausgegeben. Mit 40.000 Saiblingen erfuhr der Besatz einen erfreulichen Zuwachs. Es folgen 15.000 Hechte, 1.000 Seeforellen 2.000 Zander, 2.000 Maränen, 3600 Karpfen, 15.000 Aale und 35 kg Schleie. Erfreulich war im Berichtsjahr das Fangergebnis. Mit Rücksicht auf das Ansteigen der Setzlingspreise, muß auch mit einer Erhöhung der Jahreskarte um 100 S für 1972 gerechnet werden. Klage führte Hüttl darüber, daß am Zellersee mutwillig die ausgelegten Schnüre abgeschnitten werden, was eine große Unsportlichkeit darstelle. Schließlich teilte der Obmann noch mit, daß die Verwendung von Hausbooten am Zelleree verboten ist. Aus dem Kassabericht von Hermann Übleis ging die erfreuliche finanzielle Aufwärtsentwicklung des Sportanglerbundes hervor. Mit einem Aktivsaldo von ca. 53 000 S ist der Verein gut dotiert. Den Abschluss der Generalversammlung bildete die Vorführung zweier Farbfilme von der Fa. D.A.M., über die Süßwasser und Hochseefischerei in Irland und Tansania.


- 1972 -

 

Wie aus dem folgenden Rundschreiben ersichtlich ist, hat sich der "Sportanglerbund Vöcklabruck" schon im Jahr 1972 für die Reinhaltung des Zellersees eingesetzt, indem er die O.Ö. Landesregierung in einer Eingabe auf die Wasserverschmutzung durch die Wochenendhausbesitzer hingewiesen hat.

VÖCKLABRUCK, am 12. 6. 72
Das Konsortium Zellersee hat an die Oberösterr. Landesregierung eine Eingabe gemacht um die dauernde Wasserverschmutzung des Zellersee zu verhindern. Gleichzeitig hat das Konsortium ein Rundschreiben an alle Besitzer von Wochenendhäusern und Badehütten herausgegeben, das wir auch an unsere Mitglieder beilegen. Wir Sportfischer haben ja selbst das größte Interesse den See rein zu halten, befolgen Sie daher bitte die Anweisungen die im Rundschreiben enthalten sind, Sie helfen sich und uns allen.


- 1973 -

 

Nach einer geringfügigen Änderung einzelner Funktionen im Verwaltungsausschuss blieb diese Mannschaft bis 1976 unverändert.

Obmann: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Klaus Marsalek, Vöcklabruck
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck
Stellvertreter: Fritz Walter, Vöcklabruck
Kassier: Anton Wieder, Vöcklabruck
Stellvertreter: Helmut Mayer, Vöcklabruck
Gewässerwart: Josef Chemelli
Stellvertreter: Hermann Übleis
Beirat: Alfred Beckl
Beirat: Alois Übleis
Kassenprüfer: Ing. Bruno Watzka, Ernst Job

Weiter berichtet die Chronik über eine seltsame Begebenheit im Zusammenhang mit einem
Projekt, das bereits 1970 von einem Landmaschinenhändler und Gemeinderat
namens "Koloman Pöllmann"
bei der Behörde eingebracht wurde und für welches er um eine Baugenehmigung ansuchte.
Ohne auf eine Baubewilligung zu warten, hat er halt schon mal Fundamente mit Keller für den Bau eines Hotels errichtet. Er hat damit allerdings einen schweren Verstoß gegen die bestehenden Bestimmungen des Naturschutzes begangen, weshalb auch prompt die Aufforderung ergangen ist ,dieses Bauwerk wieder zu entfernen.
Der Überlieferung zu Folge ist er dieser Aufforderung aber nicht nachgekommen und so war das eine günstige Gelegenheit für die Nachtfischer, diese Räumlichkeit als Unterschlupf zu benützen. Schließlich trat der damalige Landeshauptmann Dr.Wenzel auf den Plan und hat den Bau des Hotels erlaubt.

Der Ausgang dieser Geschichte ist dennoch traurig, weil sich am Tag der Eröffnung des Hotels, die Ehefrau des Herrn Pöllmann, die unter dem Hergang der ganzen Sache persönlich schwer gelitten hat, das Leben genommen hat.

Und so berichtete die unabhängige Tageszeitung -TAGESPOST. GEGRÜNDET 1865 - In der Ausgabe Nr. 14 am Donnerstag den 18. Jänner 1973 über diese Geschichte!

Für Hotelbau in Naturschutzzone:
Sogar bei Kreisky interveniert

TIEFGRABEN (OÖN)
Welche Anstrengungen Grundeigentümer unternehmen, um Baugenehmigungen in Naturschutzgebieten zu ergattern, beweist der Fall eines Hotelbaues am Irrsee. Sogar bei Bundeskanzler Kreisky wurde interveniert, um eine Ausnahmegenehmigung zu erlangen. Laut Bürgermeister Hans Pöllmann (Tiefgraben), der ein Gegner des Bauvorhabens am Irrsee ist und das Antwortschreiben Kreiskys zu Gesicht bekam, verwies der Kanzler den Bauwerber an die Landesregierung; die Naturschutzbehörde aber gab erstaunlicherweise für den Bau mitten in der Naturschutzzone grünes Licht.

Die O.Ö.Nachrichten berichteten unter der selben Überschrift darüber ausführlicher, wie folgt!
ZELL AM MOOS / TIEFGRABEN ( O. ÖN ). "Ortsbewohner, die seit Jahrzehnten Eigentümer von Seegrundstücken sind, wird der Bau von Badehütten untersagt, andere die ihre Grundstücke erst vor kurzer Zeit gekauft haben, erhielten bereits Ausnahmegenehmigungen der Naturschutzbehörde für ihre Bauvorhaben," empört sich der Bürgermeister der Gemeinde Tiefgraben am Zellersee, der Gastwirt Hans Pöllmann. Zu den anderen gehört der Landmaschinenhändler Koloman Pöllmann, der kürzlich mit dem Bau eines Hotels mitten im Naturschutzgebiet begann.
Der Zeller - oder Irrsee wurde durch eine Verordnung der Landesregierung bereits im Jänner 1965 zum Naturschutzgebiet erklärt. Immer wieder wurde von Interessenten während der vergangenen Jahre versucht, im Naturschutzgebiet Ausnahmegenehmigungen für Bauten zu bekommen, in einigen Fällen auch mit Erfolg.
Bereits 1967 suchte auch der Landmaschinenhändler Koloman Pöllmann (40) aus Tiefgraben um die natur schutzbehördliche Genehmigung eines Kabinengebäudes an.
Pöllmann, ein Namenskollege des Bürgermeisters, aber nicht mit diesem verwandt, hatte nämlich ein Grundstück am See gekauft, das er als Freibad nützen wollte. Das Ansuchen wurde abgelehnt, ebenso ein größeres Projekt.

Der Landmaschinenhändler und FP - Gemeinderat von Tiefgraben gab aber nicht so schnell auf. 1970 legte er ein Projekt über den Bau eines Hotels mit etwa 60 Betten vor. Auch mit diesem Ansuchen hatte er noch kein Glück, obwohl der Unternehmer schon damals versucht haben dürfte, durch Intervention maßgeblicher Politiker zum Ziel zu kommen.

Wie Bürgermeister Pöllmann, der den Brief zu Gesicht bekam, den OÖN erklärte, schrieb um diese Zeit Bundeskanzler Dr.Kreisky dem Bauwerber zurück, daß für Naturschutzentscheidungen die o.ö. Landesregierung zuständig sei und er dieser keine Weisung geben könne. Pöllmann machte aus dem Schreiben kein Hehl und zeigte es verschiedentlich herum.

Wie dem auch sei, als der Landmaschinenhändler im Vorjahr sein Projekt an anderer Stelle situierte - er hatte deswegen noch ein etwa 4000 Quadratmeter großes Seegrundstück dazuerworben - und dieses um ein Hallenbad und ein Restaurant mit etwa 200 Sitzplätzen erweiterte, gab die Naturschutzbehörde grünes Licht:

Pöllmann durfte im Naturschutzgebiet bauen.

Das Hotel wird mitten im Naturschutzgebiet am Irrsee gebaut, mit behördlicher Genehmigung.

Landesrat Neuhauser,der das Naturschutzreferat von Landeshauptmannstellvertreter Fridl übernommen hat, erklärte dazu den OÖN:
"In dem Gebiet ist ein echter Bedarf für ein Restaurant in gehobener Qualität vorhanden. Die Erteilung der Ausnahmegenehmigung stellt keinen Präzedenzfall dar."
Die Genehmigung des Hotelbaues rief natürlich die Naturschützer auf den Plan. "Es handelt sich um einen schweren Eingriff in die Uferlandschaft des Irrsees von unabsehbaren Beispielfolgen" ,wettert der Mondseer Dr.Walter Kunze,der überdies meint,daß es an der Zeit wäre,in der Frage der Seeuferverbauung durch einen Juristen die Frage der Amtshaftung der zuständigen Beamten aufwerfen zu lassen und in einem Schwarzbuch die Handhabung des Gesetzes durch die Naturschutzbehörde darzustellen.

Diese wahre Begebenheit hat seinerzeit einen großen Wirbel ausgelöst; aus heutiger Sicht ist aber deutlich zu erkennen, daß sich im Bezug auf die Interessenskonflikte zwischen Geschäftsleuten und Naturschützern eigentlich nichts geändert hat.

In der 25. Jahreshauptversammlung des "Konsortiums Zellersee" im Februar 1973 wurde ein umfangreiches Programm abgewickelt. Es wurden viele Vorschläge behandelt und eine Reihe von einstimmigen Beschlüssen herbeigeführt ,von denen so manche aber in der Praxis aus den verschiedensten Gründen nicht entsprechend verwirklicht werden konnten und so bei späteren Ausschusssitzungen wieder aufgehoben wurden.

Totengedenken:
H. Scherndl, Ampflwang am 16.3.72 ertrunken beim Fischen am Zellersee

Fischbesatz Zeller See:
2ooo Zander , 5000 Aale , l0000 Saiblinge, 3000 Seeforellen, 7500 Hechte, 4000 Karpfen, l000 Maränen, 8000 Zander, 3o kg Schleien und 5o kg Saiblinge
H. Wiesinger plädiert gegen zu hohen Hechtbesatz ( dies machte er immer ) H. Hahn jun. sagte, daß im Jahre 1972 mindestens 2.ooo St. schöne Hechte gefangen wurden.

Erster Welsbesatz für Irrsee:
H. Hagleitner schlägt vor, versuchsweise Welse einzusetzen.

Es entstand eine einstündige Debatte und es wurde beschlossen, 100 - 150 Stk. durch 5 Jahre lang einzusetzen ( Stückgewicht o,6 - 1,o kg ).

H. Hahn jun. meint, diesen Besatz nur ein Jahr lang zu probieren.

Mit 3 Gegenstimmen angenommen.

Natürlich hat auch die Presse diese 25. Jahreshauptversammlung sehr aufmerksam verfolgt, lesen Sie darüber den folgenden Zeitungsbericht.

Petri Heil für Sportangler

V Ö C K L A B R U C K 
Im Rahmen der 25.Jahreshauptversammlung des Vöcklabrucker Sportanglerbundes, die von 250 Mitgliedern am 18.d.M. im Arbeiterkammersaal besucht war, berichtete der wiedergewählte Obmann Wilhelm Hüttl über das abgelaufene Vereinsjahr im Sportanglerbund und im Konsortium Zellersee, an dem der Anglerbund beteiligt ist Wie Obmann Hüttl erklärte, mussten die Lizenzgebühren am Attersee infolge Einführung der Mehrwertsteuer erhöht werden. Während die Nichtmitglieder für eine Fischlizenz am Attersee 660.-S jährlich bezahlen müssen, zahlen die Mitglieder des Anglerbundes reduzierte Preise. Die Tages -, Wochen- und Monatslizenzen bleiben jedoch für alle Petri-Jünger gleich. Groß war der Besatz am Attersee. So wurden 128.000 Maränen, 100.000 Saiblinge, 40.000 Forellen, 5.000 Zander, 80.000 Hechte und 200.000 Aale mit einem Kostenaufwand von 360.000.-S vom Attersee- Revier eingesetzt. Der Fischbesatz am Zellersee, den das Konsortium Zellersee durchführt, ist etwas geringer, doch zeigen die Kosten von 52.000.-S für 1972, daß dieser See ebenfalls ausgezeichnet versorgt wird.

V Ö C K L A B R U C K
Bei der Jahreshauptversammlung Fischereivereines Vöckla-Ager wurde der langjährige Obmann Hüttl wiedergewählt.

Für 1973 plant man einen Besatz von 80.000.- ÖS. Besonders forciert wird der Besatz an Zandern Glasaalen, Saiblingen und Seeforellen. Die Seehechte waren 1972 mit 7.500 Stück ausgesetzt. Es folgen 4.000 Karpfen,1.000 Maränen, 8.000 Zander sowie 30 kg Schleie und 50 kg Saiblinge. Der Obmann sicherte sich einen Uferstreifen in Zell am Moos auf zehn Jahre mit Vorkaufsrecht. Damit wird nicht nur eine Zufahrt zum Zellersee gesichert, sondern auch genügend Parkplatz für die Mitglieder geschaffen. Scharf prangerte der Obmann die Verunreinigung des Sees und seiner Ufer an. Das Problem der Umweltverschmutzung sollte kein Schlagwort bleiben. Ein Kurzvortrag von Anglermitglied Hahn, Wien über die Fischereimöglichkeiten in Kenia beschloss die Veranstaltung.

Im Rahmen des 25 jährigen Bestandes des Sportanglerbundes Vöcklabruck wird auch ein Preisfischen am Zellersee stattfinden.

V Ö C K L A B R U C K
Schriftführer Köck kann stolz auf die Trophäe seines im Sommer letzten Jahres im Zeller See gefangenen Hechtes sein. Der Riesenfisch war 138 cm lang und wog 20 kg.

SAB - Umweltschutz
Am 3o.9. 1973 wurde die Vöckla von der Hitschmühle bis zur Puchlermühle gereinigt und es kamen 2 große Anhänger voll Unrat zusammen.
Es wurde auch noch eine Panzerfaust aus dem 2. Weltkrieg gesichtet und dem Gendarmeriepostenkommando Vöcklamarkt angezeigt.

Für den 3.11.1973 wurden die Ager und Vöcklafischer zu einem Treffen eingeladen und zwar zum Gasthaus Urlich, in dem H. Wieder einen Lichtbildervortrag halten wird.


- 1976 -

Es wurde ein Platzwart für das SAB - Grundstück am Zeller See bestellt

Obmann: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Klaus Marsalek, Vöcklabruck
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck
Stellvertreter: Fritz Walter, Vöcklabruck
Kassier: Anton Wieder, Vöcklabruck
Stellvertreter: Helmut Mayer, Vöcklabruck
Gewässerwart: Hermann Übleis
Platzwart: Alois Übleis
Beirat: Alfred Beckl
Beirat: Josef Walsberger
Kassenprüfer: Ing. Bruno Watzka, Ernst Job

Sportanglerbund schloss Sportfischer aus!
Vöcklabruck. Teuer zu stehen kam einem Sportfischer die Benützung der verbotenen Legeschnur am Zellersee, wie bei der Jahresversammlung des Sportanglerbundes am 14. 3. im Arbeiterkammersaal zu erfahren war. Er wurde angezeigt, verlor die Lizenzen am Zeller und am Attersee und wurde vom Sportanglerbund ausgeschlossen.

Für Fischnachwuchs in den Seen wurde reichlich gesorgt.
Am Attersee setzte man ein:

150.000 Glasaale
8.000 Regenbogenforellen
40.000 Seeforellen
60.000 Saiblinge
200.000 Hechte
(insgesamt 550.000 S)
Dazu kommen noch 400.000 Maränenbrütlinge
3.000 vorgestreckte Maränen
400 kg einsömmerige Maränen
2150 kg Besatzmaränen.

Der Besatz am Zellersee besteht aus:
12.000 Glasaalen
15.000 Hechten
4.000 Saiblingen
25.000 Zandern
4.000 Karpfen
70 kg Schleien
1.500 Maränen
275 kg Schleien
50 kg Maränen
50 kg Regenbogenforellen und 100 kg Saiblingen.
Die Kosten hiefür betragen 110.725.-S

Die Lizenzen kosten am Zellersee von 600.-S bis 1200.-S
Am Attersee von 170.-S bis 430.-S
An der Ager in Vöcklabruck 400.- S
In der Vöckla 1700.- S

Als Beispiel für die rege Vereinstätigkeit ein Auszug einer Ausschussssitzung

4. Ausschusssitzung am 5.3.1976
Anwesend die Herren Hüttl, Marsalek, Köck, Wieder, Übleis Herm. Beckl, Walter, Mayer, Walsberger Josef jun.

Entschuldigt: Alois Übleis

Nach der Begrüßung durch den Obmann wurde von diesem mitgeteilt, daß in die Vöckla 64 kg Forellen eingesetzt wurden und weiterhin noch 3o kg eingesetzt werden.

Einstimmig wurde beschlossen, daß die Schmutzgebühr für A. Wieder ab 1.1.76 von S 1.ooo.- auf 1.5oo.- erhöht wird.

Der Obmann berichtete auch, daß wegen den Grundkauf bei der Gemeinde Tiefgraben vorgesprochen wurde und der Bürgermeister will Lohninger unterstützen, damit die Angelegenheit endlich in Ordnung gebracht werden kann.

Beim Gasthaus Dürnecker (Agerbrücke) wurde nach der Jahreshauptversammlung für die Gäste, 25-jährigen Mitglieder und für den Ausschuß ein kostenloses Essen bestellt, und zwar für ca. 25 Personen.

Für die Jahreshauptversammlung wurden 11 Urkunden für das Silberne Vereinsabzeichen ( Länger als 25 jährige Mitgliedschaft) vorgelegt, und zwar:

Josef Riedler sen, Josef Übleis, Josef Chemelli, Fritz Walter, Karl Nagl, Anton Wieder, Hermann Übleis, Johann Höller, Josef Pillichshammer, Hans Spöckinger, Erwin Hanusch

Vergabe der Lizenzen für 1976

Vöckla:1.7oo,- S
Grawford Andrew Vöcklabruck, Benda Franz Salzburg, Florakis Georg Obereck, Huber Franz Fuchsberg, Jopp Ernst Dürnau, Lettner Alois Schörfling, Kaindl Wilhelm Gmunden, Mayer Helmut Vöcklabruck, Schwendinger Alfred Linz, Unger Leopold Vöcklabruck, Wiesinger Walter Rothauptberg, Watzka Bruno Vöcklabruck

Ager: 4oo.-S
Ammer Fritz Vöcklabruck, Bauernfeind Josef Regau,  Hessenberger Alois Regau, Hamberger Peter Vöcklabruck, Höller Johann Vöcklabruck, Kriechbaum Dominik Vöcklabruck, Nagel Karl Vöcklabruck, Obermaier Johann Regau, Schachinger Ewald Vöcklabruck, Sandschuster Johanna Vöcklabruck, Walsberger Josef Vöcklabruck

Für die Jahreshauptversammlung des Konsortiums Zeller See soll bei der Neuwahl des Ausschusses dem Ing. Lange von seinen drei Funktionen zwei abgenommen werden, und zwar den Obmann Stellvertreter durch Herrn Hüttl und als Kassaprüfer will H. Marsalek fungieren. Aus diesem Grunde mußte eine Aussprache mit H. Wiesinger herbeigeführt werden, bzw. ein Wahlvorschlag eingebracht werden.


- 1977 -

 

In diesem Jahr konnte folgendes Fischwasser angepachtet werden

SPORTANGLERBUND VÖCKLABRUCK, O.Ö. gegründet 1949
A-4840 Vöcklabruck, am 8.4.1977

Rundschreiben Nr.1
An alle Mitglieder des S. A. B.

Durch einen günstigen Umstand konnten wir von der Forstverwaltung Schlägel in Kammer die Ager von der Seewalchner Brücke bis zur Raudaschlwehr pachten. Das Gewässer ist absolut rein und alle Fische genießbar. Lizenzen sollen vorläufig nur an Mitglieder des SAB. Vöcklabruck ausgegeben werden.

Der Preis für eine Jahreskarte beträgt S 450.­
für eine Wochenkarte S 200.­
für eine Tageskarte S 6o.­

Gefischt darf nur vom Ufer aus mit einer Stange, bei Nachtfischen auf Aale mit 2 Stangen.

Jahreskarten werden nur bei unseren Kassier Hr. Wieder, 4840 Vöcklabruck, Werksbachgasse 3 ausgegeben.

Wochen und Tageskarten auch bei der Fa. Mayer, Fischereigeschäft, Vöcklabruck Hinterstadt 9

Interessenten für Jahreskarten ersuchen wir entweder persönlich oder per Post, nach Einzahlung der Lizenzgebühren u. S 15.- Postgebühr, das gültige Fischerbüchel 1977 an unseren Kassier zu senden, Da die Zeit bis zum 1.Mai sehr kurz ist, ersuchen wir um eine rasche Bekanntgabe Ihrer Wünsche. Die Vereinsleitung hofft, daß es ihr gelungen ist, durch den Pacht der oberen Ager für unsere Mitglieder eine neue Gelegenheit für Ihr Hobby zu schaffen.

Mit Petri Heil Die Vereinsleitung


- 1978 -

 

Ager Lizenz des SPORTANGLERBUND VÖCKLABRUCK, O.Ö. Gegründet 1949

Vom Zusammenfluss Vöckla Ager ca.5o m Flussaufwärts bis Unterkante Betonrohr (ehm.Werksbacheinfluss) Geangelt darf nur mit 1 Angel und ab 1.lo. mit Teig, mindest. 5o m von der Vöckla entfernt, werden! Die Stückzahl ist pro Fangtag auf 5 Stück beschränkt! Lizenz ist nicht übertragbar! Überschreiten der Grenze und Vergehen werden mit dem ersetzlosen Entzug der Lizenz geahndet.

Fischbesatz im Zellersee 1978
5.000 Stück Glasaale
3.000 Stück Karpfen
40 Kg zweijährige Schleie
360 Kg. zweijährige Schleie
1.000 Stück Hechtsömmerlinge
6.000 Stück Zander
60 Stück Maränen
100 Stück eins.Hechte
100 Kg Seesaiblinge
200 Stück Hechte


- 1979 -

 

Der bis 1982 amtierende Verwaltungsausschuss wurde in der Ausschusssitzung am 9. 1. 1980 neu formiert.

Obmann: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Helmut Mayer, Vöcklabruck
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck
Stellvertreter: Josef Walsberger, Vöcklabruck
Kassier: Ing. Karl Achatz, Vöcklabruck
Stellvertreter: Mag. Josef Eckhardt, Vöcklabruck
Gewässerwart: Hermann Übleis
Platzwart: Alois Übleis
Beirat: Alfred Beckl
Beirat: Anton Wieder
Kassenprüfer: Ing. Bruno Watzka


- 1980 -

 

Einladung zum Preisfischen der Landshuter Sportfischer

Werte Sportkameraden! Wir erlauben uns, Sie zu unserem am Sonntag 13.Juli 1980 in Landshut stattfindenden, Preisfischen freundlich einzuladen.

Die näheren Bedingungen wollen Sie der beiliegenden Ausschreibung entnehmen.

Gefischt wird in der Staustufe I vom Max bzw.Ludwigswehr in Landshut bis zum Kraftwerk Altheim.
Die Gewässerstrecke ist im oberen Teil der Barbenregion, im Stauseebereich der Brachsenregion zugehörig

Wir würden uns freuen, wenn wir viele Ihrer Vereinsangehörigen bei dieser Veranstaltung begrüßen könnten. Es stehen 100 wertvolle Preise zur freien Verfügung für die Preisträger bereit.

Petri Heil!


- 1981 -

 

Die Zusammensetzung des Ausschusses des Sportanglerbundes Vöcklabruck mit dem Obmann Herrn Wilhelm Hüttl bleibt auch 1981 unverändert.

Auszug aus dem Protokol über die Konsortial - Ausschußsitzung am 15. 5. 1981

Anwesende:

Die Herren Obmann Wiesinger, Ing.Lange, Köck, Beckl, Pillichshammer, Mag.Eckhardt, Übleis Alois, Übleis Hermann, Hahn, Mairinger, Ornetzeder, Spöckinger

Entschuldigt: Hüttl und Wieder

Netzfischerei im Spätherbst 1980 und in Zukunft im Zeller-See.
Jedes Ausschussmitglied bekam eine genaue Abrechnung über die gefangenen Fische, Arbeitskommandovergütung, Verkauf und Reingewinn. Der Obmann plädierte dafür, daß auch in Zukunft bei Netzfischerei oder bei Einsatz von Großreusen eine derartige Aufstellung bzw. Abrechnung erstellt werden soll.

Der Obmann stellt anschließend die Frage, wer dafür ist, daß diese Art der Fischerei auf Brachsen und Schleien eventuell mit Großreusen ausgedehnt werden soll. Der Ausschuß war mehrstimmig dafür aber mit dem Hinweis, daß es der Jahreshauptversammlung zur Entscheidung vorgetragen werden soll.

Der Obmann hat eine vom Schriftführer zusammengestellte Liste über die Fangergebnisse auf Grund der abgegebenen Fanglisten 1979 und 1980 vorgelesen und war besonders über die Anzahl der gefangenen Regenbogenforellen im Jahre 1980 sehr zufrieden.

Sturmwarnanlage soll am Zeller-See errichtet werden. Auch soll ein Rettungsboot in Bereitschaft gestellt werden. Der Obmann wird dafür eintreten, daß das Rettungsboot von der Freiwilligen Feuerwehr bedient werden soll.

Netzfischerei im Zellersee in der Zeit vom 19. 21. Nov. 1981
(Netze eingebracht am 19.Nov.- Letzte Netze eingezogen am 27.Nov.)

Ausfang in kg.
Datum Maränen Hechte Zander
20.11. 287,5 kg - 4,5kg
21.11. 248,5 kg 5,7 kg 2 kg
22.11. 234 kg 3 kg 8 kg
23.11. 256 kg 2.5 kg
24.11. 216,90 kg 8,90 kg
25.11. 299,30 kg 16,30 kg
26.11. 361,20 kg 8,40 kg
27.11. 190,50 kg
Gesamtausfang in kg:
2.093.90 kg Maränen, 44.80 kg Hechte, 14.50 kg Zander

Fischdiebe plünderten Netze
Lt. Angabe des Arbeitskommandos - Netze wurden in der Nacht vom 27.Nov. auf 28.Nov. und in der Nacht vom 1.Dez. auf 2.Dez. höchst-wahrscheinlich aus mehreren Netzen Fische von unbefugten Personen widerrechtlich entnommen. Diese Feststellung wird dadurch erhärtet, daß jeweils bei der Einbringung des täglichen Ausfanges mehrere Netze ohne ersichtlichen Grund (kein stürmisches Wetter) zusammen-gezogen, zum Teil beschädigt infolge der gewaltsamen Entnahme von Fischen, und jeweils ohne Fische vorgefunden wurden. Solange die Ausübung der Sportfischerei während des Netzfischens gestattet ist, kann eine wirksame Überwachung der im See eingebrachten Netze nicht durchgeführt werden, so daß es zweckmäßig erscheint, jährlich in der Zeit des Netzfischens, d.i. in der Zeit vom 20.November bis ca. 10.Dezember die Ausübung der Sportfischerei zu verbieten, zumal auch immer wiederkehrend Blinker und Wobbler der Schleppfischer in den Netzen hängend vorgefunden werden. Die widerrechtliche Entnahme der Fische erfolgte wie im Jahre 1981 im nördlichen Teil des Zellersees u.zw. im Raume Wildeneck und im Gebiet zwischen Ramsauerbach und Gemeindebad Oberhofen.


- 1982 -

 

Im Jahr 1982 wurden nicht nur die Statuten des Vereines "Sportanglerbund Vöcklabruck" geändert, auch der seit 1967 tätige Obmann des Vereines Herr Wilhelm Hüttl hat seine Funktion zurückgelegt .
Bei der Jahreshauptversammlung im März 1982 des Sportanglerbundes Vöcklabruck wurde als Nachfolger Herr Mag. Josef Eckhardt mit großer Mehrheit gewählt !

In der Ausschusssitzung am 14. März 1982 wurden folgende Personen in den bis 1985 amtierenden Verwaltungsausschuss gewählt.

Obmann: Mag. Josef Eckhardt, Vöcklabruck
Stellvertreter: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Alois Übleis, Vöcklabruck
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck
Stellvertreter: Josef Walsberger, Vöcklabruck , 1983 ausg.
Stellvertreter: Rudolf Förster, Vöcklabruck
Kassier: Richard Haubenreich, Timelkam
Stellvertreter: Josef Fürtner, Vöcklabruck
Stellvertreter: Franz Reisig, Regau
Gewässerwart: Hermann Übleis, Vöcklabruck
Organisationsleiter: Alois Übleis jun., Vöcklabruck
Organisationsleiter: Alfred Mairinger, Vöcklabruck
Beirat: Alfred Beckl
Beirat: Manfred Huber
Kassenprüfer: Ing. Bruno Watzka

Rundschreiben des SAB an seine Mitglieder im Jahre 1982

Sehr geehrtes Sportanglerbundmitglied!
Der Anlass für unser diesmaliges Rundschreiben ist nicht wie gewöhnlich die Einladung zu unserer Jahreshauptversammlung, wir wollen Ihnen vielmehr über Neuigkeiten in unserem Verein berichten.

Wie Sie aus der Beilage ersehen, haben wir begonnen, Gewässerbeschreibungen, anzufertigen, natürlich zuerst von dem Vereinsgewässer, dem Zeller-Irrsee, die wir Ihnen in unregelmäßigen Zeitabständen zusenden werden. Um in Laufe der Zeit über mehrere solcher Informationen zu verfügen, raten wir Ihnen, diese zu sammeln.

Wir wollen auch nicht versäumen, Ihnen mitzuteilen, daß wir für den Zeller- Irrsee Boote angekauft haben, die Sie bei der Ausgabestelle Manglberger, Tiefgraben gegen eine Unkostenbeteiligung von derzeit S 7o.- für 24 Stunden ausleihen können. Zum Ausleihen bitte Lichtbildausweis nicht vergessen und bitte behandeln Sie die Boote so als wären es Ihre eigenen es kommt allen zugute.

Es ist uns auch gelungen, für 2 Wiesenbäche von ca. 1,5 m Breite mit sehr, guter Wasserqualität, schönen Gumpen und einer Gesamtlänge von ca. 4-5 km im Raume St. Lorenz, Mondsee-Thalgau das Ausgehrecht für einige Fischer zu erhalten.

Die Bäche werden noch heuer von uns besetzt und stehen ab 1983 zur Befischung zur Verfügung. Interessenten werden gebeten, sich rasch mit der Vereinsleitung in Verbindung zu setzen.

Bis zur nächsten Information wünschen wir, Ihnen ein kräftige

PETRI HEIL.­

Sportanglerbund Vöcklabruck O.Ö. gegründet 1949
Obmann Mag. Josef Eckhardt

Gefangene Fische laut abgegebenen Fanglisten:
Fischart: 1979 / 1980 / 1981 / 1982
Hechte: 429 / 5o5 / 307 / 377
Zander: 129 / 105 / 52 / 57
Aale: 388 / 536 / 577 / 536
Maränen: 190 / 266 / 396 / 798
Schleien: 84 / 61 / 168 / 164
Waller: 4 / 8 / 0 / 3
Karpfen: 9 / 14 / 35 / 18
Brachsen: 3.272 / 2.423 / 2.398 / 3.083
Aitel: 9 / 15 / 19 Z 3
Saibling: 0 / 1 / 0 / 1
Forellen: 3 / 25 / 5 / 10
Schratzen: 115 / 4 / 1 / 0
Rotfeder: 0 / 0 / 1 / 0
Karauschen: 0 / 0 / 3 / 0


- 1983 -

 

Fischbesatz im Zeller Irrsee:
60.000 Stück Hechte vorgestr.
12.000 Stück Zander einsömmrig
3.000 Stück Seeforellen vorgestr.
3.000 Stück Saiblinge vorgestr.
4.000 Stück Maränen einsömmrig
100 kg Maränen einsömmrig ca. 3.000 St.
100 kg Regenbogenforellen zweisömmrig
100 kg Regenbogenforellen zweisömmrig
10.000 Stück Karpfen einsömmrig
200 kg Schleien zweisömmrig
7.000 Stück Glasaale
350 kg Lauben
Gesamtkosten: 170.412.-

Netzfischerei im Zellersee in der Zeit vom 23.November bis 1.Dezember 1983
Im Durchschnitt waren zwischen 20 - 25 Stellnetze mit Maschenweite 75 mm im Einsatz.

Gesamtausfang in kg:
Maränen 1.125 kg
Hechte 173,70 kg
Zander 29,50 kg
Seeforellen 5,50 kg
Aitel 3,70 kg
Barsche (Schätzung) 4 kg
Brachsen (Schätzung) 30 kg
Summe: 1.371,40 kg

Fanglistenauswertung Irrsee 1983:
Waller 132 kg
Maränen 2.137 kg
Hechte 1.190 kg
Zander 232 kg
Aale 219 kg
Schleien 154 kg
Karpfen 35 kg
Seeforellen 3.35 kg
Brachsen 2.130 St.
Barsche 738 St.
Saibling 1 St. 172 gr.
Aitel 32 St.
Rotaugen 270 St.
Lauben 51 St.

Der schwerste Hecht wog 17.50 kg und von den Zanderfischern wurde ein Zander mit 5,5 kg gemeldet.


- 1984 -

 

Fischbesatz Attersee:
445 kg Regenbogenforellen
1.555 kg Maränen einsömmrig
600.000 Stück Maränen vorgestr.
250.000 Stück Hechte vorgestr.
90.000 Stück Saiblinge vorgestr.
Gesamtkosten : 723.284.-

Mit Wirkung vom 1.Jänner 1984 ist das neue Oberösterreichische Fischereigesetz in Kraft getreten (Landesgesetzblatt für 0.Ö. Jahrgang 1983, 20. Stück, ausgegeben am 17. 8. 1983)
Von den Lizenzausgabestellen ist daher ab dem Kalenderjahr 1984 das Folgende zu beachten:

  1. Die Ausfolgung einer Fischereilizenz des Konsortiums darf nur an jene Sportfischer vorgenommen werden, die im Besitz einer

    • Fischerkarte gültig in O.Ö. (Gültigkeit: 10 Jahre) ausgefolgt von der Bezirkshauptmannschaft, Farbe: blau oder einer
    • Fischergastkarte gültig in 0.Ö. (Gültigkeit: 3 Wochen) ausgefolgt von einer Lizenzausgabestelle, Farbe: beige, Verwaltungsabgabe hiefür: Schilling: 50.- sind.

Am 3. März 1984 wird erstmals vom SAB eine fischereiliche Unterweisung durchgeführt.

Am 2. Juni 1984 findet am Irrsee ein großes PREISFISCHEN , veranstaltet vom Angelführer durch Österreich statt.

Am Baggersee Mining wird vom SAB am 28. April ein Preisfischen durchgeführt.
Ergebnis der Fragebogenaktion
1. Für mehr als 6o % war die Empfehlung von Sportskollegen für den Vereinseintritt ausschlaggebend.
2. Eine überwältigende Mehrheit (72,7 %) sprach sich für den Ankauf od. Pachtung von neuen Gewässern aus, wobei insbesonders an Seen (68,5 %) gefolgt von Flüssen ( 44 % ) zu denken ist.
3. Eine große Mehrheit unserer Mitglieder ( 70 %) betrachten den Lizenzpreis als Einsatz für Ihr Hobby.
4. Während rund 42 % mit der vom Verein herausgegebenen Information das Auslangen finden, fanden 46 % erweiterte Informationen insbesondere über Besatzmaßnahmen als erforderlich. Sie finden in der Beilage eine Aufstellung über Besatzmaßnahmen Irrsee und Attersee. In diese Rubrik fällt auch der Wunsch nach Filmvorführungen und Preisfischen.

5. Einem sehr stark geäußerten Wunsch nach Kombinationslizenzen für mehrere SAB-Gewässer ( 72 %) wurde bereits Folge geleistet.

Bei dem durchgeführten Fotowettbewerb war eine sehr rege Teilnahme zu bemerken, wofür wir uns bedanken. Als Sieger wurden von der Jury ermittelt:
1. Preis: Anton Wieder, Vöcklabruck
2. Preis: Ing. Ernst Schmol, Attnang
3. Preis: Gerhard Stix, Puchkirchen

Der SAB hat 1100 Mitglieder.


- 1985 -

 

In der Ausschusssitzung am 17. März 1985 wurde der Verwaltungsausschuss der bis 1988 im Amt war neu gewählt. Es wurden folgende Personen neu gewählt.
Obmann: Mag. Josef Eckardt, Vöcklabruck
Stellvertreter: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Alois Übleis, Vöcklabruck
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck
Stellvertreter: Rudolf Förster, Vöcklabruck
Kassier: Richard Haubenreich, Timelkam
Stellvertreter: Josef Fürtner, Vöcklabruck
Stellvertreter: Franz Reisig, Regau
Gewässerwart: Alois Übleis , Vöcklabruck
Stellvertreter: Alfred Mairinger jun. , Vöcklabruck
Platzwart: Alfred Mairinger, Vöcklabruck
Organisationsleiter: Alois Übleis jun., Vöcklabruck
Stellvertreter: Peter Hamberger, Vöcklabruck
Stellvertreter: Wolfgang Auberger, Vöcklabruck
Beirat: Alfred Beckl, Vöcklabruck
Beirat: Manfred Huber, Vöcklabruck
Beirat: Paul Schmiderer, Vöcklabruck (seit 12.5.1986)
Rechnungsprüfer: Ing. Bruno Watzka, Vöcklabruck
Rechnungsprüfer: Gerhard Gehmayr, Ungenach

Ein bedeutsames Jahr seit Bestehen des SAB ist angebrochen und eine der wichtigsten Aktivitäten des bisherigen Schaffens des " Sportanglerbundes Vöcklabruck " wurde in die Wege geleitet, nämlich der Kauf des Zeller-Irrsees! Der Überlieferung zu Folge, war es der damalige Obmann des Konsortiums "Zeller-Irrsee". Herr H. Wiesinger, der sich ganz besonders darum bemüht hatte den See zu kaufen. Er war es, der den Kauf zustandegebracht hat, nicht zuletzt deswegen, weil er den damaligen Besitzer, (ein deutscher Staatsbürger ,namens Karl Bodin ) persönlich gut kannte. Herr Bodin war auch Besitzer eines Sees in Kärnten, und ist nur ein- bis zweimal hergekommen um im Sommer mit Netzen Saiblinge zu fischen. Auch im Winter wurde manchmal den Fischen nachgestellt man sprach dabei vom sogenannten "Eisfischen". Das Eisfischen selbst geschah so, daß man ins Eis Löcher gehakt hat, dann mit einer Stange eine Schnur zum nächsten Loch sozusagen hinübergeschossen hat, mit der dann die Netze unter das Eis gezogen wurden. Als sein Helfer fungierte der damals am ganzen See bestens bekannte Fischermeister Lois Gaderer, er war Bootsbauer, in dessen früheren Baulichkeiten heute die Konsorten Huber Manfred und der Diplomvolkswirt Ornetshuber untergebracht sind. In der Fischerhütte sind damals das ganze Jahr über die Netze , Eishaker und Stangen, ( ganz eigenwillige Instrumente mit gebogenem Stiehl ) aufbewahrt worden. Auch zwei riesige Zillen waren in der Hütte vorhanden die von Hand zu rudern waren. Im Sommer wurden beim Niederhofer Saiblinge gefischt, das war stets eine gewaltige Attraktion für die Dorfbewohner Die jungen Männer des Dorfes wurden dazu eingeladen, die Zillen zu rudern und damit riesige Netze durch den See zu ziehen. Die Netze sind über Laufrolle ins und aus dem Wasser gezogen worden. Hinter dem Zugnetz fuhren Männer mit einem Boot her um die Zander, die sich über diese Zugnetze sehr erregt hatten diesem aber gerade noch entkommen und an die Wasseroberfläche gekommen waren, mit dem Käscher zu schöpfen.

Soweit die überlieferten Erzählungen des " Gaderer Lois "

Laubenschonzeit vom 15.5. bis 15.6. wurde festgesetzt.
Das Fischen auf Lauben in dieser Zeit ist 15 m links und rechts von den einmündeten Bächen verboten.
Der Fang von Salmoniden wurde pro Tag auf 7 Stück beschränkt.
Eine Hegenestange und 2 Stangen für den Hechtfang oder Zanderfang sind gestattet.

Neue Betriebsordnung für die Ausübung der Sportfischerei am Zeller - (Irr) - See ab 1985

  1. Jeder Besitzer einer Fischerkarte mit Lichtbild, gültig für Ober- österreich oder einer Fischergastkarte, gültig für 0.Ö. in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis, sowie einer schriftlichen Bewilligung (Lizenz) des Konsortiums Zellersee ist berechtigt bei Tag und Nacht mit nachstehend angeführten Geräten und lt. nachstehender Weisungen die Sportfischerei auszuüben. Die Lizenz ist in ein Lizenzbuch einzutragen oder einzukleben.

  2. Sportfischerei:
    1. Es ist die Verwendung von höchstens 3 Angelruten bzw. Geräten mit je 1 Köder, d.s. insgesamt 3 Köder gestattet. Die Montage von mehr als einem Köder auf einer Angelleine ist verboten. Zusätzlich ist die Verwendung einer Handdaubel (1 x 1 m) zum Köderfischfang erlaubt.
    2. Die Angelruten bzw. Geräte dürfen nur am Ufer aufgestellt und lediglich 15 m von den eigenen Nachbarstangen entfernt sein, sodass die 3 Angelruten höchstens einen Uferbereich von insgesamt 30 m in Anspruch nehmen.
    3. Die Angelruten sind vom Lizenznehmer PERSÖNLICH zu beaufsichtigen. Unbeaufsichtigte Angelruten werden als Legangeln angesehen und von den Aufsichtsorganen ausnahmslos eingezogen und der Behörde übergeben.
    4. Der Schwimmer (Pose) darf vom Ufer oder vom Boot aus höchstens 30 m entfernt sein.
    5. Die Montage der Angelruten oder Angelleinen auf Schwimmkörpern im See sowie die Befestigung der Angelleine an Sträuchern, Schilf u.dgl. ist verboten.

Schleppfischerei:
Die Ausübung der Schleppfischerei ist gestattet, wenn der Lizenznehmer nicht gleichzeitig die Fischerei nach Pkt.II) 1. ausübt. Bei einem Paternoster-Schleppgerät dürfen bis zu höchstens 6 Abzweiger bzw. Köder verwendet werden. Bei gleichzeitiger Verwendung von Angelruten und einem Paternostergerät ist der Einsatz von höchstens 6 Köder gestattet.

Hegenenfischerei:
Bei Ausübung der Hegenenfischerei ist nur der Einsatz einer Hegene (Gambe) mit höchstens 6 Abzweigern, bzw. Köder gestattet. Neben der Verwendung einer Hegene ist der gleichzeitige Einsatz von 2 Angelruten mit je 1 Köder gestattet.
Der Einsatz eines Echolotes ist wahrend der Gültigkeitsdauer der Lizenz verboten.
Bei Ausübung der Sportfischerei während der Winterzeit ist die Öffnung der Eisdecke auf das nötigste Ausmaß zu beschränken und zur Vermeidung von Unfällen sind die Löcher im Eis auffällig sichtbar zu kennzeichnen.

Betreten von Ufergrundstücken:
Gemäß § 28 O.Ö. Fischereigesetz haben die Eigentümer das Betreten von Ufergrundstücken - soweit diese nicht eingefriedet sind - sowie das Anbringen von Fanggeräten durch Personen, die den Fischfang rechtmäßig ausüben, im unumgänglich notwendigen Umfang zu dulden, sofern damit keine unverhältnismäßige Behinderung des widmungsgemäßen Gebrauches der in Anspruch genommenen Grundstücke verbunden ist. Die Benützung der Grundstücke hat möglichst schonend zu erfolgen. Nach Beendigung der Benützung ist der frühere Zustand soweit wie möglich wieder herzustellen. Für bleibende Vermögensschäden gebührt dem Grundeigentümer eine angemessene Entschädigung, die mangels gütiger Übereinkunft von der Behörde festzusetzen ist. Weidezäune sind nicht als Einfriedung anzusehen.
Wir haben uns bei dieser Betriebsordnung nur die wichtigsten Punkte herausgesucht um dem Leser einen Rückblick zu geben wie sich die Fischereilichen Bestimmungen im Laufe der Zeit ändern.

Der Vöcklabrucker Wochenspiegel berichtete in der Ausgabe Nr.12 am 21. März 1985

Habringer - Erlass bringt Fischer auf die Palme

VÖCKLABRUCK/ZELL AM MOOS. Die Verordnung von Landesrat Habringer, daß die Fischerboote am Zellersee über den Winter nicht auf den Ufergrundstücken gelagert werden dürfen, erzürnt die Fischer. Man werde diese Regelung nicht akzeptieren, betonte der Obmann des Sportanglerbundes Vöcklabruck, Mag. Eckhardt, am 17.3. bei der Jahreshauptversammlung der Fischer.

VÖCKLABRUCK.
Anglerobmann Mag. Eckhardt kritisierte bei der Jahreshauptversammlung der Fischer am 17. 3. den Habringer - Erlass, wonach die Fischer am Zellersee ihre Boote im Winter nicht mehr am Ufer lagern dürfen.

Schreiben der BH - Vöcklabruck an die Bürgermeister der Irrseegemeinden und das Konsortium Zellersee.
In diesem Schreiben teilt die Behörde mit, daß das Lagern von Booten über den Winter lediglich auf den 4 Campingplätzen und dem Grundstück des Sportanglerbundes genehmigt sei.
Diese Vorgangsweise ist unerhört und einzigartig, da das Konsortium Zellersee um eine generelle Ausnahmegenehmigung angesucht hat, die Behörde noch keinen Bescheid erlassen hat, jedoch hiermit den zu erwarten- den Bescheid vorwegnimmt.
Der SAB ist nicht bereit, eine weitere indirekte Kostenerhöhung für unsere Mitglieder hinzunehmen !

Der Wochenspiegel berichtet :
Fischer müssen Platz räumen

TIEFGRABEN.
Nicht gefallen lassen will sich der Sportanglerbund Vöcklabruck eine Entscheidung der Naturschutzbehörde der BH: Die Entfernung sämtlicher Geräte, Schautafeln und des Brunnens auf dem Grundstück der Fischer am Zeller See wurde zwar per Bescheid am 2. 9. angeordnet, jedoch legte der Verein Berufung ein. "Es ist nicht einzusehen, daß auf öffentlichen Badeplätzen diese "Eingriffe in das Landschaftsbild" geduldet werden und bei uns nicht", wettert Obmann Mag. Eckhardt.

Seit 1975 gehört dem Sportanglerbund ein Ufergrundstück in der KG Hof am Irr - See. Für die 1200 Mitglieder des Vereins stellte man dort Bänke, Tische, eine Seekarte, Müllkübel usw. auf. Schon im Februar 1985 hatte die BH die Entfernung dieser "Eingriffe" angeordnet. Daraufhin suchten die Fischer aber um eine Naturschutz -Genehmigung an.
Der ablehnende Bescheid beruft sich nun auf die Interessen der Allgemeinheit an der Erhaltung des Landschaftsbildes, die höher zu werten seien als jene der 1200 Vereinsmitglieder.
Der Sportanglerbund legte sofort Berufung ein. Außerdem wurden die Landesparteiobmänner von ÖVP, SPÖ und FPÖ um Intervention ersucht, da das Anliegen von 1200 Bürgern nicht so einfach vom Tisch gewischt werden sollte, wie es in den entsprechenden Schreiben heißt.
Vorerst schreibt der Bescheid jedenfalls eine Entfernung der "Eingriffe" bis 1.10. vor.

Am 30.09.1985 findet eine Besprechung mit LR Habringer statt
Hier wurde uns anlässlich der oben genannten Besprechung von Hr. LR. Habringer versichert, dass unserem Naturschutzansuchen vollinhaltlich stattgegeben werden wird und wir demnach von unserem Grundstück nichts entfernen müssen.

Surferstreit am Zellersee
Als zweites Problem und heißes Eisen in der Presse ist die Klage des Konsortiums Zeller-Irrsee gegen die Surfschule Zell am Moos anzusehen. Um von vornherein Missverständnisse zu vermeiden, geht es in dieser Klage nicht um das Surfen schlechthin, sondern um die Ausübung eines Gewerbebetriebes auf einem fremden Grundstück (nämlich unserem See).

Streit um Irrsee-Surfverbot
Der Bürgermeister von Zell a. Moos nimmt im folgenden Bericht der Lokalpresse "Der Wochenspiegel" zum Streit um das vom Sportanglerbund Vöcklabruck verhängte Surfverbot auf dem Zellersee Stellung!

ZELL am MOOS
Da in letzter Zeit im "Wochenspiegel verschiedentlich Artikel über das vom Sportanglerbund Vöcklabruck einseitig ausgesprochene Surfverbot geschrieben wurden, erlaubt sich die Gemeinde, dazu Stellung zu nehmen.
Die Gemeinde betrachtet auch das Surfen als Schifffahrt. Es besteht daher für den derzeitigen Eigentümer des Sees keinerlei Berechtigung, ein im Grundbuch eingetragenes Recht zu verbieten.
Die Gemeinde duldet nicht, daß festgelegte Rechte ohne Begründung einseitig aufgehoben werden. Bestehende Rechte und Verträge müssen eingehalten werden. Der Sportanglerbund wird in aller Öffentlichkeit aufgefordert, weitere Vertragsverletzungen zu unterlassen, und das Surfverbot in aller Öffentlichkeit zurückzunehmen. Die Surfer werden aufgefordert, das einseitig ausgesprochene Surfverbot zu ignorieren.

Unterschriftenaktion gegen das Surfen am Irrsee
946 Sportangler unterschreiben eine vom SAB durchgeführte Unterschriftenaktion . Das sind 80 % der Vereinsmitglieder. Der SAB bedankt sich in einem Rundschreiben bei seinen Mitgliedern.

Die Auseinandersetzung zwischen dem "Sportanglerbund Vöcklabruck" und der Behörde in Sachen "Surfverbot" geht weiter!
So berichtet der "Vöcklabrucker Wochenspiegel" in der Ausgabe Nr. 39 am 26. September 1985 unter der Überschrift:
Nach dem Aufruf Bürgermeister Rindbergers, das Verbot zurückzunehmen, erklärt der Verein, der zu 9/40 Eigentümer des Sees ist, daß er dies keinesfalls tun werde. Man sei als Teileigentümer dazu berechtigt, verlautet in einem Schreiben an den Bürgermeister.
Außerdem akzeptieren die Fischer nicht, daß das im Grundbuch eingetragene Recht auf freie Schiff- und Floßfahrt auch für das Surfen gilt. Man vermisse beim Surfen die Rücksichtnahme auf die Fischerei, wie dies im Vertrag festgelegt worden war.
Die Angler weisen die Behauptung des Bürgermeisters zurück, daß durch das Verhalten des Sportanglerbundes der Fremdenverkehr schwer geschädigt worden sei. Vielmehr würden jährlich rund 250 Lizenzen erteilt, was einen erheblichen Fremdenverkehrsfaktor darstelle.
Die Gemeinde solle vielmehr überlegen, ob nicht der Rückgang der Nächtigungen in den letzten Jahren auf die steigende Beeinträchtigung der Fischerei durch Surfer zurückzuführen sei.
Der Sportanglerbund, vertreten durch die Rechtsanwälte Dr.Hitzenberger und Dr. Rumplmayr, stellt weiters fest, daß man bereits 1982 den Fremdenverkehrsverband Zell auf die Misstände hingewiesen hatte, ohne daß eine Reaktion erfolgt war.
Die Fischer wollen ihr ausgesprochenes Surfverbot jedenfalls nicht zurücknehmen. Man sehe einer Klage mit Ruhe und Gelassenheit entgegen, heißt es abschließend in dem Schreiben an Bürgermeister.
Schlagzeile im Vöcklabrucker Wochenspiegel am 7. Nov. 1985

Surfverbot: Angler bleiben hart "Prozess wäre uns sogar recht!"
ZELL AM MOOS. Der Zwist zwischen der Gemeinde Zell am Moos und dem Sportanglerbund Vöcklabruck rund um das von den Hobby-Fischern ausgesprochene Surfverbot auf dem Irrsee schwellt unverändert weiter.
Wie bereits berichtet, sind die Fronten in der Angelegenheit mehr- oder weniger hoffnungslos verhärtet. Während die Kommune ihre begreiflichen Fremdenverkehrsinteressen durch das Verdikt ernsthaft gefährdet sieht und im Kampf um dessen Aufhebung. u. a. seine Rechtmäßigkeit offen in Zweifel stellt, (Devise: der Sportanglerbund sei gar nicht legitimiert, Derartiges zu verfügen), bleiben die Petrijünger beharrlich bei ihrem "Nein".
Und um endlich eine verbindliche Klärung in der Angelegenheit herbeizuführen, schlagen die Vöcklabrucker Sportangler der Gemeinde Zell am Moos jetzt so gar selbst den Weg zum Kadi vor!
Bei der Versammlung berichtete Obmann Mag. Eckhardt, daß der Anglerbund bisher rund 600 Jungfischer ausgebildet hat und 1984 das Fischereirecht am Ampflwanger Bach erwerben konnte. Ein für Mai geplantes Motorbootrennen am Attersee konnten die Fischer verhindern.
Ziel des Anglervereins für die nächsten drei Jahre ist es, den Mitgliederstand von 1200 auf 1500 zu erhöhen. Nach einer einstimmig angenommenen Statutenänderung wurden langjährige Mitglieder geehrt.

Preisfischen am Baggersee Mining
Offene Meisterschaft des SAB - Vöcklabruck am 14. September 1985


- 1986 -

 

Im Lokalteil des "Vöcklabrucker Wochenspiegels" Nr.16-vom 17. April 1986 ist zu lesen:
ZELL AM MOOS. Überraschung löste in der Gemeinde Zell am Moos das Gerücht aus, Die Badeanstalt und Bootsvermietung des Franz Gaderer (Spiegleder) würde verkauft. Seit 12. 4. ist auch der Verkauf perfekt, und die neuen Besitzer heißen Manfred Huber und Dipl - Vw. Helmut Ornezeder. Beide sind Mitglieder des Konsortiums Irrsee, Huber ist dessen Obmann.

Neuigkeiten für Irrsee-Surfer
ZELL AM MOOS. Eine neue Wende zeichnete sich kürzlich im "Surfkrieg" am Irrsee ab: Da der Irrsee in Privatbesitz ist, unterliegt das Gewässer nicht den Rechtsauffassungen der Bezirkshauptmannschaft bzw. der Landesregierung lautet eine Erklärung des Kreisgerichtes Wels.
Über Erlaubnis und Verbot des umstrittenen Freizeitvergnügens wird in Zukunft das Bezirksgericht Mondsee entscheiden müssen. Die Gemeinde hat so- mit keine Trümpfe mehr in der Hand, der nächste Surfer am Irrsee muß mit einer Klage rechnen. Eine diesbezügliche Gerichtsverhandlung verspricht auf jeden Fall spannend zu werden!

Am 18.Juni 1986 steht im Wochenspiegel zu lesen:
ZELL AM MOOS. Weiter geht der Krieg" zwischen dem Sportanglerbund Vöcklabruck und den Surfern, die den Zellersee für ihre Sportausübung nutzen wollen. Die Fischer, die, wie berichtet, als Teilbesitzer des Sees im Vorjahr ein Surfverbot verhängten, bekamen nun vom Land den Rücken gestärkt. In einem ersten Gutachten hatten Landesjuristen noch gemeint, daß auf dem als Privatgewässer klassifizierten See die Schiffahrtsfreiheit herrsche und damit auch das Surfen erlaubt sei. Nun aber revidierte das Land diese Rechtsmeinung, die, so heißt es in einem Schreiben, irrigerweise zustande gekommen sei. Nach neuen Erkenntnissen sind die See-Eigentümer berechtigt, die Sportausübung zu verbieten. Der Sportanglerbund will, gestützt auf diese Rechtsmeinung, auf Verstöße gegen das Surfverbot mit Unterlassungsklagen reagieren.

Der SAB trauert um ein treues Mitglied
Klaus Marsalek ist am 11. September 1986 von uns gegangen. Herr Klaus Marsalek war langjähriges Mitglied des Ausschusses, er war von 1964 - 1967 Kassier -Stellv. und von 1967 - 1980 Obmann - Stellv.
Der Sportanglerbund Vöcklabruck bewahrt ihm ein ehrendes Andenken!

Ein weiterer Bericht im " Wochenspiegel " vom 16. Oktober 1986
Bezirksgericht verbietet Surfbetrieb am Irrsee
ZELL AM MOOS. Der erste Urteilsspruch - 30 Seiten lang - in Sachen Zeller "Surfkrieg" liegt nun auf dem Tisch: Richter Dr. Carli vom Bezirksgericht Mondsee hat eindeutig zugunsten des Sportanglerbundes entschieden, der Segelschule ist ab sofort die Benützung des Zeller- Sees zum Betreiben einer Surfschule untersagt.

"Ein Windsurfer ist ein eigener Typ von Wasserfahrzeug, der sich in seinen Konstruktionsmerkmalen wesentlich von einem Segelboot unterscheidet", heißt es in der Urteilsbegründung, "aufgrund dieser Konstruktion falle das Segel viel öfter in das Wasser, wodurch eine größere Unruhe als beim Betrieb eines Segelbootes entstehe - dies wiederum ist für die Fischerei, der am Zeller See übergeordnete Bedeutung zukommt, eine unzumutbare Beeinträchtigung."

Der derzeitige Urteilsspruch gilt nur für den gewerblichen Surfbetrieb. Anklage gegen einen privaten Sportler liegt noch keine vor. Dies ist auch weiterhin eher unwahrscheinlich.

MONDSEE/ZELL am MOOS
In die nächste Instanz geht nun das Verfahren zwischen Sportanglerbund und Segelschule Mondsee um die Surfberechtigung am Irrsee.

Da die Ausfechtung de Verfahrens bis zum Obersten Gerichtshof rund 100.000.- S kosten wird, will die Segelschule die Gemeinde Zell am Moos um die Übernahme eines Viertels des Aufwandes bitten.

Der SAB steht vor der Möglichkeit, einen Teil der Vöckla - eine der schönsten Fliegenfischereistrecken in unserem Bezirk - käuflich zu erwerben.
Der Kauf der Vöckla konnte nicht realisiert werden, da uns der Verkäufer erst im letzten Augenblick von einer Auflage informierte, die für den SAB nicht annehmbar war.

Tschernobyl - Strahlenwolke über Österreich
Es wurde eine Untersuchung über die Strahlenbelastung der Fische durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen für den Zeller-Irrsee Werte, die unter den von der Behörde festgelegten Grenzwerten liegen. Somit ist der Verzehr der gefangenen Fische als völlig unbedenklich zu qualifizieren. Für andere Gewässer liegen uns keine Angaben vor.


- 1987 -

 

Der Sportanglerbund Vöcklabruck hat 1300 Mitglieder

Irrsee-Eis mit Tücken
OBERHOFEN/ZELL am MOOS. Wie bereits berichtet, ist der Irrsee wieder zugefroren

Wie der Chronik zu entnehmen ist, hielt im Winter 1962/63 die Eisdecke von 23. 12. bis Anfang April. Gewöhnlich bleibt die Eisdecke bis Mitte März geschlossen. Daß das Eis auch seine Tücken hat, mußte in den 60 er Jahren der Briefträger Hitzl erfahren, als er den zugefrorenen See per Moped überqueren wollte. Er hätte sein Einbrechen ins kalte Nass beinahe mit seinem Leben bezahlt.

Einigung mit LH. Habringer
In Sachen Naturschutzgenehmigung für unser Grundstück am Zeller-Irrsee fand eine Begehung statt, an der Hr. Landesrat Habringer sowie Hr. Bezirkshauptmann Dr. Landl teilnahmen. Wir konnten dort einen - wie wir glauben - für beide Seiten akzeptablen Kompromiss finden. Wenngleich wir noch immer nicht den notwendigen Bescheid in Händen haben, sind wir trotzdem überzeugt, das diese leidige Angelegenheit nunmehr erledigt ist.

Schaukasten beim Dorferwirt
Die von uns eingeführte Aktion "Hechtkiller vom Irrsee", die beim Gasthof Dorferwirt zur Teilnahme einlädt, erfreut sich großer Beliebtheit. Ein dort aufgestellter Schaukasten zeigt auch andere große Fische und deren Fänger. Diese Aktion wird natürlich auch 1988 beim Dorferwirt in Tiefgraben weitergeführt. An dieser Stelle sei der Familie Habring für deren "Fischereifreundlichkeit" herzlich gedankt.


- 1988 -

 

Die wesentlichsten Funktionen des Verwaltungsausschusses wurden in der Sitzung am 20. März 1988 neuerlich bestätigt und das Team amtierte bis 1991

Obmann: Mag. Josef Eckardt, Vöcklabruck
Stellvertreter: Wilhelm Hüttl, Vöcklabruck
Stellvertreter: Alois Übleis, Vöcklabruck
Schriftführer: Franz Köck, Vöcklabruck ( + 5.5.1988 )
Stellvertreter: Rudolf Förster, Vöcklabruck
Kassier: Richard Haubenreich, Timelkam
Stellvertreter: Josef Fürtner, Vöcklabruck
Stellvertreter: Franz Reisig, Regau
Gewässer und Platzwart: Alfred Mairinger jun., Vöcklabruck
Organisation: Alois Übleis jun.
Organisation: Peter Hamberger
Organisation: Wolfgang Hamberger
Beirat: Alfred Beckl
Beirat: Paul Schmiederer
Beirat: Manfred Huber
Rechnungsprüfer: Ing. Bruno Watzka
Rechnungsprüfer: Gerhard Gehmayr

Der SAB trauert um ein treues Mitglied:
Franz Köck ist am 5. Mai 1988 von uns gegangen. Franz Köck war langjähriges Mitglied des Ausschusses und seit 1964 Schriftführer des SAB - Vöcklabruck

Pressebericht über die 39. Jahreshauptversammlung des "Sportanglerbundes Vöcklabruck
Sportangler waren enttäuscht Zells Ortsvertreter kamen nicht.
VÖCKLABRUCK. Der "Wortbruch" Leo Habringers in Zusammenhang mit dem Sportanglergrundstück am Irrsee, die Frage der Bootslagerung an den Irrseeufern und schließlich die Frage des Surfverbotes ebenfalls am Irrsee standen im Mittelpunkt der 39. Jahreshauptversammlung des Sportanglerbundes Vöcklabruck am 22. 3. 1988. Wer allerdings mit einem Erscheinen der offiziell eingeladenen Zeller Gemeindevertretung gerechnet hatte, wurde enttäuscht.

ATTERSEE
Die lange Winterkälte hat die Fischbestände in Oberösterreich arg dezimiert, die Laichzeiten haben sich verschoben, daher richtete der Landesfischereiverband, kürzlich in einem Zeitungsartikel an die Sportfischer den Appell, in den ersten Wochen der beginnenden Saison auf Fänge zu verzichten.

Die Streitfälle zwischen dem SAB und den Behörden gehen weiter und der "Wochenspiegel" schreibt am 7. Jänner 1988:

Nach OGH - Urteil muss die Surfschule am Irrsee weg!

ZELL AM MOOS/MONDSEE
Nun liegt ein Urteil des Obersten Gerichtshofes im Streitfall Konsortium Irrsee gegen Segelschule Mondsee vor. Die Klage des Konsortiums hatte sich gegen die gewerbliche Nutzung des Irrsees durch den Betrieb einer Surfschule, die der Segelschule Mondsee gehört, gerichtet. Der Betrieb der Surfschule auf dem Privatgewässer Irrsee muss nun eingestellt werden!

Weitere Berichte aus dem "Wochenspiegel"Friedliche Lösung in Sicht

ZELL Am MOOS
Zu einer Annäherung kam es zwischen Gemeinde und dem Sportanglerbund Vöcklabruck bei einer Aussprache über das verhängte Surfverbot am Irrsee. Mag. Eckhardt vom Sportanglerbund zeigte sich von der Offenheit und vom Klima des Gespräches positiv überrascht. Eckhardt zum "Wochenspiegel": "Die Aussprache verlief für mich sehr befriedigend und angenehm." Man sei einem Kompromiss näher denn je.

 

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